Wednesday, November 21, 2007

Gaga

So, die Zeit hat sich offensichtlich aus ihrem Wackelpudding gelöst und versucht jetzt mit massivem Vorbeirauschen die Rumtrödelei wieder aufzuholen. Ich lebe seit Tagen zwischen Kisten, Wäschebergen, ungepackten Taschen, langen Listen von Dingen, an die ich noch denken muss, und und und. Zugleich sage ich mir, "lass dich nicht stressen", und ignoriere das Chaos geflissentlich. Viel wichtiger ist mir gerade, Zeit mit meinen Bekannten und Freunden hier zu verbringen. Daher tut sich auch derzeit nix in Sachen Organisation, daher gibts auch nur zwei Blogeinträge im November - aber hey, ich bin die ganze Zeit unterwegs :-) Emotional haut mich das alles um, denn obwohl gilt: eigentlich geh ich nicht so lange so weit weg, man wird sich bald wiedersehen, das Internet macht die Welt zum Dorf usw. nehme ich doch auch grad Abschied von einer Lebensphase, die mich sehr reich beschenkt hat. Ich freue mich natürlich auch auf die nächste, aber im Moment besinne ich mich wohl eher gerade auf die Zeit hier und den Spaß und die Abenteuer und die Erfahrungen, die sie mir gebracht hat. Chaos im Kopf.
Und obwohl ich ja die ganze neue neue deutsche Welle absolut nicht leiden kann, muss ich doch grad mal zitieren: Es war ne geile Zeit ...
Und danke, Leben, Leute, für alles.

Thursday, November 8, 2007

Maori Bits

Mir hat einmal ein Freund eine sehr schöne Geschichte erzählt. Sie handelte von dem Halbgott Maui, der einst mit seinen Brüdern hinaus aufs Meer fuhr, um Fische zu fangen. Er warf seine Angel aus, doch sie verhakte sich auf dem Meeresboden. Da die Brüder ihn immer verspotteten und er sich vor ihnen keine Blöße geben wollte, behauptete er, er habe einen gewaltigen Fisch an der Angel. Die Brüder sollten so kräftig rudern wie sie konnten. Und sie ruderten mit aller Kraft, bis die Angel eingeholt war. Was an der Angel des jüngsten Bruders hing, war jedoch kein Fisch, sondern ein Stück vom Meeresgrund. Wieder und wieder warf er die Angel, und stets zogen er und die Brüder Teile des Grundes hervor. Und so entstand Hawaii.

Was hat das mit Aotearoa zu tun?
Ich lese mich gerade ein bisschen in die Kultur der Maori ein. Die Vorfahren der Maori stammen von den verschiedensten Inseln Polynesiens. Sie nennen als Herkunft "Hawaiiki", was vermutlich so etwas wie Heimat heißt. Es ist das Land, aus dem sie kommen, und der Ort, den sie nach ihrem Tod zurückkehren. (See the connection?)
Und nun zur Maori-Legende der Entstehung Aotearoas: Der Halbgott Maui fährt mit seinen Brüdern zum Fischen aufs Meer. Er fängt einen gewaltigen Fisch. Während er den Göttern für ihre Gabe Dank und Ehre erweist, beginnen die Brüder, den Fisch zu zerhacken, um sein Fleisch für sich zu nehmen. Den Rest lassen sie liegen. So entsteht die Nordinsel Neuseelands, Te Ika-a-Māui (der Fisch von Māui). Und wenn die Brüder den Fisch nicht zerhackt hätten, wäre das Land nicht so zerklüftet. Mauis Kanu wird zur Südinsel, Te Waka a Māui (das Kanu von Māui).

Wenn man auf der englischen Wikipedia nach Maui sucht, findet man mehrere Seiten zu diesem Helden der Polynesier. Es gibt Sagen aus Tonga, Samoa, Tahiti usw. Offensichtlich war Maui ziemlich oft fischen :-)

Übrigens, Aotearoa heißt "Land der weißen Wolke" (weil die Häuptlingstochter im Kanu der ersten Ankömmlinge die Insel zunächst für eine weiße Wolke gehalten haben soll). Andererseits heißt aber Ao auch "der helle Tag", daher könnte es auch "Land der langen hellen Tage" heißen.

Und noch ein Übrigens. Das Wort "maori" heißt auf Maori eigentlich "normal". Die neuseeländischen Ureinwohner identifizierten sich über ihre Stammeszugehörigkeit. Erst als die Weißen kamen wurde ein Oberbegriff benötigt.

So, wenn ich mehr herausgefunden habe, erzähl ich euch mehr...