Die Jahresrückblicke sind vorbei, alle Radiostationen und Fernsehsender haben sich wieder mal gegenseitig übertroffen mit Zusammenstellungen an Ereignissen, Neuigkeiten, Musikentdeckungen des Jahres 2008. Und ich? Bin mal wieder etwas später dran. Keine Zeit keine Zeit. Das Tagebuch enthält Monatelange Lücken, gebloggt hab ich seit April nicht mehr, keine Zeit, wie das weiße Kaninchen. Natürlich sehe ich ja den Zwang, zum Tag x Aktion y ausführen zu müssen, einfach weil nun eben im Kalender Tag x steht, erst mal gar nicht ein. Ich muss nicht mir nach Geschenken die Hacken wund laufen, nur weil Weihnachten ist, oder feiern, nur weil alle anderen es tun. Und doch verdient das Jahr 2008 ein Innehalten, ein Sich Besinnen, denn es war schon ein spezielles Jahr. Und so werde ich das nun doch einmal tun, aber halt ein bisschen später als bei anderen (Zum Glück kann man beim Bloggen das Datum bearbeiten, so dass dieser Eintrag noch mit Datumsstempel 08 rausgeht obwohl ja eigentlich heut schon 09 ist ;-), die inzwischen lieber Pläne für 2009 schmieden. Das tu ich natürlich auch. Aber da 2009 nahtlos aus 2008 hervorgeht, will ich mir dieses Jahr doch noch einmal anschauen.
Es begann - jeder der hier liest kennt die Geschichte natürlich schon - mit einem sonderbaren Silvester mit fremden Leuten, ohne ein richtiges Daheimgefühl, ohne ein richtiges Fremdgefühl, an einem komischen Punkt. Der Jahresrückblick auf 07 fiel mir schwer, so viele Ereignisse, so viele Veränderungen, der Bruch mit dem Sosein, der Weg hin zum Anderssein. Um Mitternacht hab ich das dann beendet und mich einfach dem Lebensgefühl (Sommer, Strandparty, Feuerwerk unterm Kreuz des Südens) hingegeben und so läutete ich kurz danach das Jahr 2008 mit Schwimmen unterm Sternenhimmel ein. Das gab’s noch nie, und so sollte 2008 werden. Mit jeder Menge First Times, mit atemberaubenden Abenteuern, mit neuen Gefühlen und Gedanken. Ein neues Jahr für eine neue Susie. Mit dem Auto durch Neuseeland, Schlafen in Auto und Zelt, jede Menge Menschen treffen, jede Menge Abenteuer und zugleich viel Ruhe und Entspannung, drei Sommer hintereinander, auch wenn ich vom 2007er Sommer nicht so viel mitbekommen habe. Wenn ein Jahr mit so viel neuem beginnt, mit Fallschirmspringen, Kajakfahren, Reisen und allen damit verbundenen Aktivitäten, muss es irgendwann das Tempo ein bisschen verlangsamen, sonst kann man das gar nicht verarbeiten. Und trotz des Traums, jetzt einfach dort zu bleiben, und das Bum-Slob-Chill-Leben fortzusetzen, und nicht in Lebensplanung, Kontrollierte Situationen, Arbeitsplatz, Rentenversicherung etc. zurückzukehren, war einem Teil von mir doch klar, dass sich auch bei einem "Aussteigerleben" eines Tages ein Alltag einstellen würde, eine Frage nach dem Und nun?, eine Weiterentwicklung. Und das konnte ich ja auch so haben. Und so kehrte ich zurück. Schweren Herzens. Leichten Herzens. Denn etwas neues, abenteuerliches atemberaubendes würde ja auch so kommen. Das schwerste am Anfang war wohl, dass ich jetzt wieder öfter Haare waschen müsste, öfter Kleidung wechseln, besser auftreten müsste. Zurück in die Welt von Business, Networking, Skills&Competences. Aber da war ja Sabrina, die uns eine wundervolle Wohnung gesucht hatte - und dabei fürchterliche Angst hatte, ich könnte sie nicht mögen können. Ach Sabi, ich hatte vollstes Vertrauen und ich hatte Recht. Die Wohnung ist wundervoll, unser Experiment des Zusammenlebens funktioniert nun schon seit 9 Monaten besser als ich es mir je hätte träumen lassen, wir haben es uns richtig schön gemacht (die Wohnung) und machen es uns richtig schön (das Leben) und das ist ein weiterer Sonnenstrahl, der das Jahr 2008 so leuchtend hell gemacht hat. Dann kam ich natürlich zurück, um die Doktorstelle anzutreten, und auch das, naja, ihr wisst es ja, neue Arbeitsstelle, neue Leute - und bekannte - aufregend spannend erfüllend. Der Organisationsteil meiner Arbeit macht mir sehr viel Spaß, auch wenn die Umgebung Uni vielleicht nicht so flexibel ist und alle Möglichkeiten der modernen Welt ausnutzt, aber man sieht, wie man was verändern kann und das ist sehr befriedigend. Dass Unterrichten was für mich ist, hab ich mir in den zwei Semestern mal wieder bewiesen, es macht mir wirklich viel Spaß, besonders auf Augenhöhe, d.h. wenn die Studierenden nicht so viel jünger sind, sondern eher Gleichgestellte sich gegenseitig von ihrem Wissensvorsprung profitieren lassen. "Meine Studis" sind mir auch richtig ans Herz gewachsen und ich lerne unheimlich viel über Gruppendynamik, Motivation und den Einfluss der individuellen Psyche auf die Art, wie ich etwas vermitteln kann und muss, und ich hoffe, von diesen Erkenntnissen einiges verwursten zu können. Damit kommen wir auch gleich auf den einen kleinen Knackpunkt von 2008, denn für die Diss hab ich mir zwar einige Gedanken gemacht und ein paar Seiten gelesen, aber wirklich angefangen hab ich nicht. Klar, erst mal musste ich mich in meinem neuen Leben einfinden, dann einarbeiten, dann gab’s immer wieder neue spannende Aufgaben an der Uni, man findet ja relativ schnell seinen Platz im Räderwerk, aber bisher fiel dabei noch nicht viel Zeit und Motivation an, um so richtig loszuwuseln und das Baby auf den Weg zu bringen. Mein großes 2009 Projekt: Zusätzlich zum Schaffen auf dem Niveau von 2008 noch ne supidupidiss zu schreiben :-) Na mal gucken. Die Rückkehr nach Leipzig hat ja den schönen Kollateralnutzen gehabt, dass ich viele alte Bekannte wiedergetroffen habe, Ex-KommilitonInnen, die jetzt z.T. als Freiberufler arbeiten, so dass ich relativ erfolgreich ein bisschen FB-Übersetzerei angetreten habe. Mit etwas Glück lassen sich Uni, Diss und Freiberuflertum schön ergänzend organisieren und führen mich dreigleisig zum Erfolg. 2008 hat mir aber in dem bereich auch mein erstes Negativerlebnis beschert denn zum ersten Mal in meinem Leben bekam ich eine ÜS-kritik zurück, die mich erst mal ein paar Tage ausgeknockt hat. Vom sachunkundigen Übersetzer war da die Rede und eine Fehlerliste von 4 Seiten. Zum Glück hab ich mich davon aber nicht einschüchtern lassen, denn wie üblich war das meiste der Liste Geschwätz und locker mit übersetzungswissenschaftlicher Argumentation begründbar. Mein Besprechungsangebot wurde ignoriert, es wollte nur mal wieder jemand rumfrotzeln, und seinen Arbeitsfrust auf andere abschieben, und ich habe wieder etwas gelernt, nämlich neue Kniffe für die Angebotsformulierung, den Umgang mit Kritik, und das Formulieren von Post an meckernde Auftraggeber. So war also der August zwar etwas deprimierend - die Meckermail kam zu einem für mich psychisch grad nicht so günstigen Zeitpunkt - aber letztlich hab ich die Kurve wieder gekriegt und mich auf meine Stärke und das Bombenjahr 08 zurückbesonnen. Ja, im Sommer war ich ein bisschen faul, nach der NZ-Reise war natürlich kein Geld da für Urlaub, und ich war irgendwie auch noch immer mit einleben und so beschäftigt, da ging irgendwie der Sommer recht ereignislos vorbei. Natürlich gab’s da auch immer mal wieder Momente, in denen ich mich fragen musste, was ich nun hier mache, und ob ich nicht woanders sein will, aber letztendlich hat mich 2008 auch zurück zu meinem Jerome gebracht, und mir gezeigt, dass so schön ein Aufbrechen auch ist, geographisches Neuland auch Distanz heißt. und so schwer so eine Neufindung und Neudefinition zwischen zwei Menschen immer ist, seit wir uns wieder sehen können, können wir auch wieder ganz nah sein. Ja, 2008 hat auch meine Beziehung verändert, eine neue Sehnsucht hervorgerufen nach Zweisamkeit und Gemeinsamkeit, und diese versuchen wir uns nun zu schaffen (trotz dass Jerome nach wie vor in Mainz wohnt). Dieses Abenteuer wird sich nun auch ins Jahr 2009 erstrecken und ich bin sehr gespannt, wie sich das weiterentwickelt. Immerhin kann man sich des Einflusses durch das Umfeld nur schwer erwehren, und so langsam aber sicher beginnt die Settelei, das Kinderkriegen und Paarleben im Freundeskreis – zum Glück beginnt es aber wirklich nur langsam, so dass man sich schon noch ein bisschen Zeit lassen kann mit gewissen Grundsatzentscheidungen. Zwar hat mein Patenkind in diesem Jahr ein Brüderchen bekommen und im weiteren Umfeld blinken ein paar Schwangerschaftstests mit guten Nachrichten, aber so ganz dicke isses nicht. Marlene (mein Patenkind) ist jedenfalls ganz entzückt von ihrem Brüderchen, seitdem mag sie aber mich nicht mehr so gerne – ich hab immer Nachtaufsicht bei ihr gemacht, wenn die Mama wegen Geburtsalarm in der Klinik war, und seitdem stehe ich für die schlechte Nachricht, dass die Mama nicht da ist. Diese Entwicklung war eine der wenigen Schattenseiten 2008, denn wir mochten uns anfangs ganz arg, und jetzt werd ich wohl abwarten, bis Kienitzens umgezogen sind. Danach normalisiert sich bestimmt das ganze Alltagsleben bei ihnen, und dann wird’s bestimmt auch mit Lene wieder entspannter.
Somit war also 2008 ein Jahr des ganz Neuen, der Wechsel, der Abenteuer, der Veränderungen, der Rückbesinnungen. Eigentlich das perfekte Jahr, um einen Lebensabschnitt zu beenden und einen neuen zu beginnen. Wie praktisch dass dies nun also auch das Jahr meines Dreißigsten war. Somit beendigte ich Dezember sämtliche Aktivitäten des WS08/09 erstmal (beiseite mit allen Lerneffekten, Erfahrungen und Arbeit) und bereitete die zugehörige Feier vor, die unheimlich viele Leute in unserer Wohnung zusammenführte, meiner Familie mal meinen Freundeskreis gezeigt hat und umgekehrt und die so richtig Spaß gemacht hat. So muss man die Dekaden feiern, und ich bin unglaublich dankbar, dass ich diese Möglichkeit hatte. Danach war dann nur noch eine Woche aufräumen und vorbereiten, und dann ging’s mit Jane an die Ostsee, eine Woche Weihnachtsurlaub in Wustrow-Ahrenshoop, fast direkt am Strand, mit kleinem Ofen für winterliche Holzscheitwärme, wundervoll...Wir waren viel Spazieren und haben es uns gut gehen lassen, hatten keinen Weihnachtszwang und doch Weihnachtsgefühle, und es war genau das Richtige mit dem richtigen Menschen am richtigen Ort. Nach dieser Woche blieben noch ein paar Tage Berlin und Potsdam, also teils bei Jane, teils Susi und Julien, mit einer kleinen aber sehr schönen Silvesterfeier und vielen schönen faulen Momenten und dann war das Jahr 2008 vorbei. Natürlich fehlen in dieser Zusammenfassung jede Menge kleiner aber feiner Ereignisse, zum Beispiel Eishockey mit Gummibärchen, Disko mit Devil, Tango mit Sina, Regalaufbau mit Markus, Balkontherapien mit Sabrina und diversen „Patienten“, Kuschelabende mit Jerome, Weiberabende (mit verschiedenen Weibern), Pokerrunden, Skatrunden, Schachabende, inlinern, Pois spielen, Sonnenstrahlen, Schneeflocken, Lachen, Weinen, Essen, Schlafen, verdammt es war ein GEILES JAHR und ich bin dankbar für alle Momente, die großen, die kleinen, die guten, die nicht so guten, und dankbar für alle Menschen, die nahen, die fernen, die lieben und die anderen und überhaupt! Danke 2008!
Wednesday, December 31, 2008
Saturday, July 19, 2008
Nach der Rückkehr - 4 Monate im Schnelldurchlauf
Jaja, wie schon zu erwarten war, geschrieben hab ich nicht wirklich oft gebloggt seit meiner Heimkehr von Kopfunterland. Also, sozusagen gar nicht. Aber da ich weiß, dass eine Hand voll treuer Leser noch immer gelegentlich mal nachgucken, obs was neues gibt, hier ganz schnell für den Anschluss ein paar Geschichten zum Thema Back to the roots.
Back zuerst mal im Sinne Back to Leipzig. Ich mag Leipzig. Davon abgesehen, dass es der Ort ist, in dem ich nach meinem Auszug von Chez Meine Leit am längsten gewohnt habe, ist es auch der einzige, den ich für längerfristiges Hierbleiben in Erwägung ziehe. Lebendig, jung, voller Natur und auch nach außen hin widersprüchlich. Gewohnt hab ich in Leipzig einmal im Osten, einmal im Süden, und diesmal dann eben mal im Westen. Hatte das große Glück, dass meine liebe Freundin Sabrina auch noch hier ist, und keine Lust mehr auf Alleinewohnen hat. Daher haben wir schon letztes Jahr überlegt, zusammenzuziehen. Für mich ist das natürlich megapraktisch, da sie mehrere Wochen lang Wohnungen besichtigt und uns eine echte Perle gefunden hat, groß, hell, mit viel Gelegenheit zum Selbstgestalten, kein Laminat und so und trotzdem für aktuelle Mietverhältnisse gut preiswert. Und in einem tollen Haus mit sehr interessanten und netten Persönlichkeiten. Nachdem wir jetzt ja schon mehrere Wochen hier zusammen leben, kann man auch schon mal feststellen, dass diese Kombination für uns beide Klasse ist. Wir verstehen uns, sind rhythmisch gut aufeinander eingestellt, haben ähnliche Vorstellungen, und tauschen uns gern und viel über berufliche, kulturelle und private Themen aus. Also alles perfekt.
Ansonsten hab ich mein erstes Semester als Dozentin hinter mir. Ich hatte einen Kurs 4.-Semester-Bachelors & -Bachelorettes und hab ihnen in einem Parallelkurs "Einführung ins Fachtextübersetzen am Beispiel von Textsorten aus dem Bereich Business-Software" meine Erfahrungen aus der Arbeitswelt näher gebracht. Ich war sehr aufgeregt und es lief recht gut. Noch nicht optimal genial aber das kann man von seinem ersten Unisemester ja wohl kaum erwarten. Es war sehr spannend, hat mir gezeigt, wie gut man vorbereitet sein muss, um mit sich selbst zufrieden zu sein, und mir schon meine große Herausforderung für meine Lehrzeit mitgegeben: Wie sehr muss man Leuten in den Hintern treten, dass sie über sich hinaus wachsen, ohne ihnen das Gefühl zu geben, nur rumzumeckern. Schwierig. Motivation ist wohl mein Hauptacker im nächsten Semester. Neben her hab ich denn auch schon drei Striche für die Diss gemacht. Jeden Tag ärger ich mich aufs neue, weil schon so viel Zeit rum ist und ich noch meilenweit von irgendwas wie dem ersten Satz der Arbeit entfernt bin. Aber es ist einfach als Assistent noch so viel rundrum zu tun und das ganze Einfinden in neues Arbeitsumfeld (welches in vielerlei Hinsicht NICHT ZU VERGLEICHEN ist mit der freien Wirtschaft, was aber auch einiges an Chancen bietet, die muss man halt nur erst mal finden) naja und und und.
Ansonsten hab ich immer wieder Bauchschmerzen, wenn ich NZ-Fotos angucke und schlimme Sehnsucht. Plane daher für nächstes Jahr schon wieder große Reisen, um von der landesspezifischen Sehnsucht wegzukommen. Apropos landesspezifisch NZ. Falls ihr mal dazu kommt, checkt mal die amerikanische Fernsehserie Flight of the Conchords ab, das hat mit NZ zu tun, und ist zum Brüllen.
Was noch? mmh. War inzwischen einmal in HD/KA/MA. Das war vielleicht mal wieder komisch, als Gast zurückzukehren! und soooo stressig. Genau wie bei meinen vorherigen Leipzigstippvisiten müssen ja jetzt dort an einem WE sehr viele Leute aufgesucht werden! Ach, schwierig! Und so schön, endlich wieder zu quatschen, mit den Büromädels vor allem! *Vermiss*Schnüff*
Nächste Woche nehme ich als Beisitzer meine erste mündliche Prüfung ab, da bin ich mal gespannt, wie sich das auf der anderen Seite des Tisches anfühlt :-)
Oh und noch ne Neuigkeit: Ich hab mir jetzt ein Moped gekauft. Nachdem ich mit 14 an nerm Zaun geendet bin, bin ich nicht mehr gefahren, da dachte ich mir, kurz vor dreißig wird auch das mal Zeit.
Nun gut, ich mach jetzt mal feierabend. Meine Neueinlebung hat also funktioniert, und mir gehts - trotz üblichem Fernweh und Sehnsuchten nach allen möglichen Menschen richtig dicke gut!
Ach, und ich hab eine Gästezimmer, also wer mal rumkommen will soll sich mal ankündigen. Wo ich doch keinen Urlaub mehr mache diesen Sommer!
Sonnengrüße in den Äther, mal sehen obs jemand liest :-)
Back zuerst mal im Sinne Back to Leipzig. Ich mag Leipzig. Davon abgesehen, dass es der Ort ist, in dem ich nach meinem Auszug von Chez Meine Leit am längsten gewohnt habe, ist es auch der einzige, den ich für längerfristiges Hierbleiben in Erwägung ziehe. Lebendig, jung, voller Natur und auch nach außen hin widersprüchlich. Gewohnt hab ich in Leipzig einmal im Osten, einmal im Süden, und diesmal dann eben mal im Westen. Hatte das große Glück, dass meine liebe Freundin Sabrina auch noch hier ist, und keine Lust mehr auf Alleinewohnen hat. Daher haben wir schon letztes Jahr überlegt, zusammenzuziehen. Für mich ist das natürlich megapraktisch, da sie mehrere Wochen lang Wohnungen besichtigt und uns eine echte Perle gefunden hat, groß, hell, mit viel Gelegenheit zum Selbstgestalten, kein Laminat und so und trotzdem für aktuelle Mietverhältnisse gut preiswert. Und in einem tollen Haus mit sehr interessanten und netten Persönlichkeiten. Nachdem wir jetzt ja schon mehrere Wochen hier zusammen leben, kann man auch schon mal feststellen, dass diese Kombination für uns beide Klasse ist. Wir verstehen uns, sind rhythmisch gut aufeinander eingestellt, haben ähnliche Vorstellungen, und tauschen uns gern und viel über berufliche, kulturelle und private Themen aus. Also alles perfekt.
Ansonsten hab ich mein erstes Semester als Dozentin hinter mir. Ich hatte einen Kurs 4.-Semester-Bachelors & -Bachelorettes und hab ihnen in einem Parallelkurs "Einführung ins Fachtextübersetzen am Beispiel von Textsorten aus dem Bereich Business-Software" meine Erfahrungen aus der Arbeitswelt näher gebracht. Ich war sehr aufgeregt und es lief recht gut. Noch nicht optimal genial aber das kann man von seinem ersten Unisemester ja wohl kaum erwarten. Es war sehr spannend, hat mir gezeigt, wie gut man vorbereitet sein muss, um mit sich selbst zufrieden zu sein, und mir schon meine große Herausforderung für meine Lehrzeit mitgegeben: Wie sehr muss man Leuten in den Hintern treten, dass sie über sich hinaus wachsen, ohne ihnen das Gefühl zu geben, nur rumzumeckern. Schwierig. Motivation ist wohl mein Hauptacker im nächsten Semester. Neben her hab ich denn auch schon drei Striche für die Diss gemacht. Jeden Tag ärger ich mich aufs neue, weil schon so viel Zeit rum ist und ich noch meilenweit von irgendwas wie dem ersten Satz der Arbeit entfernt bin. Aber es ist einfach als Assistent noch so viel rundrum zu tun und das ganze Einfinden in neues Arbeitsumfeld (welches in vielerlei Hinsicht NICHT ZU VERGLEICHEN ist mit der freien Wirtschaft, was aber auch einiges an Chancen bietet, die muss man halt nur erst mal finden) naja und und und.
Ansonsten hab ich immer wieder Bauchschmerzen, wenn ich NZ-Fotos angucke und schlimme Sehnsucht. Plane daher für nächstes Jahr schon wieder große Reisen, um von der landesspezifischen Sehnsucht wegzukommen. Apropos landesspezifisch NZ. Falls ihr mal dazu kommt, checkt mal die amerikanische Fernsehserie Flight of the Conchords ab, das hat mit NZ zu tun, und ist zum Brüllen.
Was noch? mmh. War inzwischen einmal in HD/KA/MA. Das war vielleicht mal wieder komisch, als Gast zurückzukehren! und soooo stressig. Genau wie bei meinen vorherigen Leipzigstippvisiten müssen ja jetzt dort an einem WE sehr viele Leute aufgesucht werden! Ach, schwierig! Und so schön, endlich wieder zu quatschen, mit den Büromädels vor allem! *Vermiss*Schnüff*
Nächste Woche nehme ich als Beisitzer meine erste mündliche Prüfung ab, da bin ich mal gespannt, wie sich das auf der anderen Seite des Tisches anfühlt :-)
Oh und noch ne Neuigkeit: Ich hab mir jetzt ein Moped gekauft. Nachdem ich mit 14 an nerm Zaun geendet bin, bin ich nicht mehr gefahren, da dachte ich mir, kurz vor dreißig wird auch das mal Zeit.
Nun gut, ich mach jetzt mal feierabend. Meine Neueinlebung hat also funktioniert, und mir gehts - trotz üblichem Fernweh und Sehnsuchten nach allen möglichen Menschen richtig dicke gut!
Ach, und ich hab eine Gästezimmer, also wer mal rumkommen will soll sich mal ankündigen. Wo ich doch keinen Urlaub mehr mache diesen Sommer!
Sonnengrüße in den Äther, mal sehen obs jemand liest :-)
Tuesday, April 15, 2008
ACHTUNG LINKS GEÄNDERT
habe meine Picasa-Alben ein bisschen umsortiert. Alle NZ-Fotos sind jetzt in nur noch 2 Alben enthalten. Am besten geht ihr einfach in die Übersichtsebene:
picasaweb.google.com/Celebdae13
und wählt dort Nord oder Süd.
Außerdem seht ihr dann auch gleich, obs andere neue veröffentlichbare Fotos aus meinem Leben gibt :-)
Und noch was. Ich habe GoogleMaps-Karten mit meinen Routen erstellt. Leider erlaubt GM nicht, alles in einer Karte zu berechnen (überfordert).
Daher sinds nun folgende vier Karten geworden:
Nordinsel 1 (Auckland&Northland)
Nordinsel 2 (der Rest)
Südinsel 1 (Nord&West)
Südinsel 2 (Süd&Ost)
Insgesamt hab ich also um den Dreh rum 8000 KM geschrubbt
Danke Putu!
picasaweb.google.com/Celebdae13
und wählt dort Nord oder Süd.
Außerdem seht ihr dann auch gleich, obs andere neue veröffentlichbare Fotos aus meinem Leben gibt :-)
Und noch was. Ich habe GoogleMaps-Karten mit meinen Routen erstellt. Leider erlaubt GM nicht, alles in einer Karte zu berechnen (überfordert).
Daher sinds nun folgende vier Karten geworden:
Nordinsel 1 (Auckland&Northland)
Nordinsel 2 (der Rest)
Südinsel 1 (Nord&West)
Südinsel 2 (Süd&Ost)
Insgesamt hab ich also um den Dreh rum 8000 KM geschrubbt
Danke Putu!
Monday, March 24, 2008
Cute Facts & Fun about New Zealand
* Ein "Highway" ist nicht unbedingt eine asphaltierte Strasse - wir waren auf mindestens einem stueckweisem Gravel-Road-Highway unterwegs
* "Highways" sind meistens eh nur zweispurig (ausser um Auckland, Welly, Christchurch), aber Highway-Bruecken sind groesstenteils EINSPURIG
* Baustellenampeln sehen meist so aus:

(Stop&Go-Man)
* In Auckland leben mehr Menschen als auf der gesamten Suedinsel.
* In Neuseeland leben entsprechend des Klischees viele Schafe. Im Schnitt kommen auf jeden Einwohner 9.
Warum die Einwohner Kiwis genannt werden:
(Anekdote nicht belegt, von einem Guide in Rotorua gehoert)
Die neuseelaendischen Soldaten in den Weltkriegen hatten eine sehr tolle Schuhcreme, die besonders gut vor Naesse schuetzte und daher auch bei den anderen Soldaten beliebt war. Auf der Schuhcreme war ein Kiwi abgebildet. Daher wurden die Soldaten von ihren alliierten Kumpanen bald Kiwis genannt. Und das hat sich dann verbreitet.
Die Schuhcreme wurde uebrigens von einem Schotten produziert, der mit seiner neuseelaendischen Frau in Australien lebte.
Vokabular:
Begruessung (abgesehen vom ueblichen):
How is it?
Sweet as ...
Hey Bro!
Danke
Sweet
Sweet as ...
Kein Problem
No probs
Wandern
to tramp
Trampen
to hitch
* "Highways" sind meistens eh nur zweispurig (ausser um Auckland, Welly, Christchurch), aber Highway-Bruecken sind groesstenteils EINSPURIG
* Baustellenampeln sehen meist so aus:

(Stop&Go-Man)
* In Auckland leben mehr Menschen als auf der gesamten Suedinsel.
* In Neuseeland leben entsprechend des Klischees viele Schafe. Im Schnitt kommen auf jeden Einwohner 9.
Warum die Einwohner Kiwis genannt werden:
(Anekdote nicht belegt, von einem Guide in Rotorua gehoert)
Die neuseelaendischen Soldaten in den Weltkriegen hatten eine sehr tolle Schuhcreme, die besonders gut vor Naesse schuetzte und daher auch bei den anderen Soldaten beliebt war. Auf der Schuhcreme war ein Kiwi abgebildet. Daher wurden die Soldaten von ihren alliierten Kumpanen bald Kiwis genannt. Und das hat sich dann verbreitet.
Die Schuhcreme wurde uebrigens von einem Schotten produziert, der mit seiner neuseelaendischen Frau in Australien lebte.
Vokabular:
Begruessung (abgesehen vom ueblichen):
How is it?
Sweet as ...
Hey Bro!
Danke
Sweet
Sweet as ...
Kein Problem
No probs
Wandern
to tramp
Trampen
to hitch
Das Ende
Naja, nun kommt der traurigste Blogeintrag. Es war ja klar, das irgendwann ein Ende kommen musste. Aber trotzdem. Ich will ja gar nicht heim. Ich will ja nie aufhoeren zu reisen.
Will nicht will nicht will nicht.
Ja, ok, ich bin 29. Also benehm ich mich erwachsen. Alles geht zu ende, man muss aufhoeren wenns am schoensten ist usw. blablabla.
Also:
Zum Abschluss haben wir noch mal drei Hosteltage eingelegt. Ich hab mir grad doch noch ne Erkaeltung eingefangen, und so machen wir in diesen drei Tagen nicht viel, ausser meine Abreise vorbereiten. James behaelt Putu erstmal, dann hat er ein Haus, ich krieg ihn wegen der Marktlage eh nicht los - und ich weiss das er in Haenden eines ihn liebenden und total verrueckten Menschen ist. Daher hab ich das Auto auf ihn ueberschrieben. Und dann mussten wir alles ausraeumen und sortieren und packen. Und mit ein bisschen faulenzen und Muffins backen - und dem Ostersonntag mit Schokobergen im Bett - waren die drei Tage dann ratzfatz vorbei. Das Hostel war uebrigens richtig schoen (Chesterstreet Backpackers), Fotos kommen halt wie immer spaeter.
Nach dem Osterfruehstueck haben wir ausgecheckt und sind wieder in den Park gefahren, wo wir in der spaetsommerlichen Ostersonne (so schraeg) lagen und schliefen, und so taten als waere es einfach nur ein weiterer Tag und nicht das Ende unserer Reise. Zum Glueck bin ich wie ueblich diejenige die weiterzieht, ich find ja zurueckbleiben viel schlimmer, auch wenn Abschied von beiden Seiten wehtut. Abends sind wir raus zum Flughafen gefahren, um ein Plaetzchen fuer die Nacht zu suchen - Qantas ist ja doof genug, keinen Zubringerflug fuer den Morgens-Auckland-Sydney-Flug zu haben, und mein Ticket ist nicht aenderbar und so muss ich also am Ostermontag von Christchurch nach Auckland um am Dienstag zu fliegen. Mist! Und weil ich mich so spaet gekuemmert hab. Doppelmist. Anyway, also Montag frueh um 8 solls losgehen, daher also schlafen am Flughafen in Putu. Ha, aber da ist ja das Antarctic Center direkt um die Ecke - eine letzte Aktivitaet fuer uns. Pinguine, Eisstuerme, Expeditionsinfos - mmh, sollen wir uns fuer nen Sommer auf der Base bewerben? - und viele viele interessante Dinge. Schoen. (Sagt auch der olle Hillary, der hat den Eissturm eroeffnet, und gesagt, der is wie echt. (entschuldigung fuer den schlechten Stil, hab Abschiedsblues)). Naja, und dann wollten wir auch noch mal "Echt-Kiwi-Essen" also sind wir zu McDonalds gefahren, und hatten einen Kiwiburger (nein, der ist weder aus Kiwivogel- noch Kiwimenschen- noch Kiwifruchtfleisch, sondern halt nur anders). Na, und dann haben wir Putu in der Naehe des Flughafens geparkt und geschlafen.
Good Bye, my dear friend James, thank you for the fantastic trip.
Und nun bin ich in Auckland, in einem echt mal ueberhaut nicht so tollen Hostel (Pentlands) aber in nem schoenen Viertel am Maungawhau (Mt. Eden), dem hoechsten Berg Aucklands, ebenfalls ein Vulkan, und ich war den ganzen Tag spazieren und hab noch ein bisschen Sonne gehabt und Auckland von "oben" gesehen. Grad hab ich mir noch ein weiteres traditionelles Kiwimahl gegoennt: Fishn Chips. Jetzt bin ich hier und schreib euch das und morgen in der Frueh kommt ein Shuttle und schafft mich zum Flughafen und dann flieg ich nach Sydney und statt durch Australien zu reisen sitz ich da den ganzen Tag rum und dann kommt ein anderes Flugzeug und bringt mich nach Frankfurt dann komm ich wieder und ihr freut euch alle und ich mich auch auf euch aber ich will nicht weg und warum denn jetzt schon und ueberhaupt und ich hab den Blues und deshalb hoer ich jetzt auf zu schreiben denn in dieser Stimmung leidet bestimmt mein Stil und Neuseeland ist toll und Reisen ist das Beste ueberhaupt und ICH WILL NICHT NACH DEUTSCHLAND ich will weiterreisen weiter weiter immer weiter ...
Will nicht will nicht will nicht.
Ja, ok, ich bin 29. Also benehm ich mich erwachsen. Alles geht zu ende, man muss aufhoeren wenns am schoensten ist usw. blablabla.
Also:
Zum Abschluss haben wir noch mal drei Hosteltage eingelegt. Ich hab mir grad doch noch ne Erkaeltung eingefangen, und so machen wir in diesen drei Tagen nicht viel, ausser meine Abreise vorbereiten. James behaelt Putu erstmal, dann hat er ein Haus, ich krieg ihn wegen der Marktlage eh nicht los - und ich weiss das er in Haenden eines ihn liebenden und total verrueckten Menschen ist. Daher hab ich das Auto auf ihn ueberschrieben. Und dann mussten wir alles ausraeumen und sortieren und packen. Und mit ein bisschen faulenzen und Muffins backen - und dem Ostersonntag mit Schokobergen im Bett - waren die drei Tage dann ratzfatz vorbei. Das Hostel war uebrigens richtig schoen (Chesterstreet Backpackers), Fotos kommen halt wie immer spaeter.
Nach dem Osterfruehstueck haben wir ausgecheckt und sind wieder in den Park gefahren, wo wir in der spaetsommerlichen Ostersonne (so schraeg) lagen und schliefen, und so taten als waere es einfach nur ein weiterer Tag und nicht das Ende unserer Reise. Zum Glueck bin ich wie ueblich diejenige die weiterzieht, ich find ja zurueckbleiben viel schlimmer, auch wenn Abschied von beiden Seiten wehtut. Abends sind wir raus zum Flughafen gefahren, um ein Plaetzchen fuer die Nacht zu suchen - Qantas ist ja doof genug, keinen Zubringerflug fuer den Morgens-Auckland-Sydney-Flug zu haben, und mein Ticket ist nicht aenderbar und so muss ich also am Ostermontag von Christchurch nach Auckland um am Dienstag zu fliegen. Mist! Und weil ich mich so spaet gekuemmert hab. Doppelmist. Anyway, also Montag frueh um 8 solls losgehen, daher also schlafen am Flughafen in Putu. Ha, aber da ist ja das Antarctic Center direkt um die Ecke - eine letzte Aktivitaet fuer uns. Pinguine, Eisstuerme, Expeditionsinfos - mmh, sollen wir uns fuer nen Sommer auf der Base bewerben? - und viele viele interessante Dinge. Schoen. (Sagt auch der olle Hillary, der hat den Eissturm eroeffnet, und gesagt, der is wie echt. (entschuldigung fuer den schlechten Stil, hab Abschiedsblues)). Naja, und dann wollten wir auch noch mal "Echt-Kiwi-Essen" also sind wir zu McDonalds gefahren, und hatten einen Kiwiburger (nein, der ist weder aus Kiwivogel- noch Kiwimenschen- noch Kiwifruchtfleisch, sondern halt nur anders). Na, und dann haben wir Putu in der Naehe des Flughafens geparkt und geschlafen.
Good Bye, my dear friend James, thank you for the fantastic trip.
Und nun bin ich in Auckland, in einem echt mal ueberhaut nicht so tollen Hostel (Pentlands) aber in nem schoenen Viertel am Maungawhau (Mt. Eden), dem hoechsten Berg Aucklands, ebenfalls ein Vulkan, und ich war den ganzen Tag spazieren und hab noch ein bisschen Sonne gehabt und Auckland von "oben" gesehen. Grad hab ich mir noch ein weiteres traditionelles Kiwimahl gegoennt: Fishn Chips. Jetzt bin ich hier und schreib euch das und morgen in der Frueh kommt ein Shuttle und schafft mich zum Flughafen und dann flieg ich nach Sydney und statt durch Australien zu reisen sitz ich da den ganzen Tag rum und dann kommt ein anderes Flugzeug und bringt mich nach Frankfurt dann komm ich wieder und ihr freut euch alle und ich mich auch auf euch aber ich will nicht weg und warum denn jetzt schon und ueberhaupt und ich hab den Blues und deshalb hoer ich jetzt auf zu schreiben denn in dieser Stimmung leidet bestimmt mein Stil und Neuseeland ist toll und Reisen ist das Beste ueberhaupt und ICH WILL NICHT NACH DEUTSCHLAND ich will weiterreisen weiter weiter immer weiter ...
Wednesday, March 19, 2008
Stadtleben und Zigeunerleben - Die letzten Tage in Christchurch
So, wir hatten also wieder ein wenig Natur auf der Banks Peninsula, und nach einem sehr faulen langsamen Morgen am Strand gings zurueck in die Stadt. Ein bisschen Stadtbummel, ein bisschen shoppen, dann wieder in den Park/botanischen Garten, ein bisschen englisches Essen (Bangers'n'Mash), und dann war der Tag auch schon wieder rum - ich glaube die Tage werden immer kuerzer hier. Am naechsten Morgen parkt waehrend unseres Fruehstuecks ein total niedliches gruen-violettes Haeuschen auf Raedern neben uns, komplett mit Pflanzpott auf der Veranda! So krass. Die Besitzerin Christine laedt uns ein, all die anderen verrueckten Haeuser auf dem Zigeunermarkt zu sehen, und so haben wir ein Wochenendprogramm. Aber den Rest des Tages verbringen wir erst mal wieder mit Stadtleben, Strassentheater, und ein bisschen faulem Rumhaengen im Park (inkl. Traumfaengerbasteln und Pois ueben). Abends wurden wir von dem Security Menschen, der den Park abschliesst - hab ich das erzaehlt? Also der Park schliesst seine Tore um 8, wenn man dann noch mit dem Auto auf dem Parkplatz steht hat man Pech und ist bis zum naechsten Morgen eingeschlossen. Stoert uns natuerlich nicht, wir wollen ja eh hier schlafen. Das ist aber wohl nicht Sinn der Sache, und da wir grad am Auto sind, als der Typ seine Runde dreht, werden wir also rausgeschmissen. Unser abendessen duerfen wir aber noch im Park beenden, da isser ja nich so. Sack! Da fahren wir also spaet abends durch die Innenstadt, auf der Suche nach ner ruhigen Strasse zum wohnen. Is komisch, mitten auf der Strasse zu schlafen. Aber lustig.
Dne naechsten Tag haben wirs wieder ruhig und gemuetlich angehen lassen, Staedte klauen einem ja schnell viel Zeit, und dann sind wir raus zum Gypsy-Markt gefahren. Das ist ne lustige Gruppe, wir haben das ganze Wochenende mit denen verbracht und uns ueber ihr Leben unterhalten. Die meisten stellen selbst Dinge her, die sie verkaufen, andere machen Musik, andere jonglieren, und dann gibts natuerlich den Hotdogstand, das Cafe, das Karussel... Und die Haeuser auf Raedern waren total fantastisch, das eine sah aus wie ein Hexenhaus ausm Maerchen (gehoert dem Zuckerwattemann), das naechste hatte Buntglasfenster wie in ner Kirche (der Besitzer stellt Fensterschmuck aus Buntglas her) - in das durfte man sogar reingucken, und die sind so gemuetlich, mit Holzofen, und anderthalbem Geschoss mit Dachterrasse - und das alles aus nem Schulbus hergestellt. Wir haben uns viel unterhalten, und das ist schon ein krasses Leben, James und ich haben glatt ueberlegt, das mal fuer ne Saison zu versuchen - Dreamcatcher und Haengematten verkaufen und in nem Haus auf Raedern wohnen (machen wir ja im Prinzip jetzt schon). Abends haben wir dann mit ein paar Leuten Pois geuebt - meine ersten Poitricks nicht aus nem Buch sondern von Menschen gelernt! Das war cool, mit den Leuchtpois. Stellte sich raus, dass sie fuer Home of Pois arbeiten - der Webseite fuer Pois (und Jongliermaterial) - jetzt muss ich nur noch rausfinden, ob Chris in der Tat der Gruender der Webseite ist. Naja, wird online geshoppt sobald ich zu hause bin :) Am naexten Tag waren wir im benachbarten (riesigen, alten, schoenen) Linwood Cemetery (Friedhof) spazieren, ja ich weiss, meine Friedhofspaziergaenge kann nicht jeder nachvollziehn aber ich hab in NZ richtig richtig schoene alte gefunden, die einen ganz tiefen Frieden ausstrahlen. Naja, und danach wieder im Kontrastprogramm "Buntes Zigeunerleben", mit jonglieren und allem drum und dran.
Nachmittags sind wir dann auf die Suche nach unserem letzten Strandschlafplatz gegangen. Unterwegs haben wir einen tollen Spielplatz gefunden, der auch fuer grosse spannend war, und hatten viel Spass, mit den anderen Kindern, und deren Eltern. Haben Spielplatztipps bekommen, wo es tolle Flying Foxes gibt - ich hab keine Ahnung wie das auf deutsch heisst, muesst ihr halt aufs Foto warten (Kinderseilbahn?). Jedenfalls haben wir alle drei Spielplaetze aufgesucht und den ganzen Nachmittag gespielt. Das war toll.
Ja, ich bin 29 :op
aber danach haben wir tatsaechlich einen Strand gefunden, der windstill genug fuer TinyB war, und so hab ich mich von Pazifik und TinyB verabschiedet, das war traurig. TinyB hat geweint.
Am naechsten Tag hatte James Migraene und ich hab ihm ungeplanten Hostelaufenthalt verordnet und ihn im Celtic Backpackers eingecheckt. Das war ganz ok, und James war im Bett und ich wieder in der Stadt. Dann war uns mal wieder nach raus aus Christchurch also sind wir am naechsten Tag Richtung Lyttleton aufgebrochen, das ist der Hafen von Christchurch. Der kuerzeste Weg geht durch den Tunnel, den haben wir ausgekundschaftet auf dem Weg nach Akaroa. Daher sind wir diesmal der landschaftlich sehr schoenen Kraterroute entlang Summit Road gefolgt (Ja, auch die Landschaft von C. wurde durch einen Vulkan geformt), wie ueblich mit vielen Fotostopps, einem Spaziergangs- und Felskletterstopp mit toller Aussicht und einer Verfahrung, die uns ins poshe Sunmer brachten, wo wir am Strand ein Picknick hatten und den Sunmerischen Strandfelsen zuerst durch die Hoehle von unten und dann kletternd von oben erkundet haben (ich werd noch zum totalen Outdoory hier). Irgendwann kamen wir dann auch nach Lyttleton, sehr malerisch, es war grad Schule aus, und ueberall waren lachende Familien, alle assen Eis (ja, der Sommer macht noch ein paar letzte blauhimmlische Anstrengungen), alle waren freundlich zueinander, wie im Bilderbuch. Nur n Fischladen haben wir nicht gefunden, also gabs abends aufgewaermtes Chili, aber das erst spaeter, da wir nach dem Lyttletonbummel noch weitergefahren sind. Und zwar nach Godley Head, von wo aus man zu einer Bucht namens Taylor's Mistake wandern kann. Ich wollte naemlich unbedingt herausfinden, was Taylor denn nun fuer einen Fehler gemacht hat. Bevor wir jedoch in in Godleys Head ankamen, zog ein total spukiger Nebel auf. Sowas hab ich noch nicht gesehen, linker Hand strahlender Sommertag rechter Hand eine undurchdringliche Nebelwand. Kam vom Meer, innerhalb einer halben Stunde war alles dicht. Wir sind dann also nicht zu der Bucht gewandert sondern nur so ein bisschen herumspaziert, haben im Nebel gestochert und herausgefunden, dass das hier so eine ZweiteWeltkrieg-Erinnerungsstaette ist. NZ war ja in beiden WK mit unglaublich vielen Soldaten vertreten, und jede Stadt hat ihre eigene Gefallenendenkmaeler (zu den Kiwisoldaten gibts ne Anekdote in einem noch zu erwartenden Blogpost - Geduld bitte), aber im zweiten WK mussten sich die Kiwis ja auch vor den Japanern in acht nehmen, daher gabs da also so ein paar Verteidigungsanlagen, u.a. auf Godleys Head - die Japaner sind uebrigens nicht gekommen. Also die haben wir da so im Nebel besichtigt und dann Essen gemacht (s.o.) Na und so ploetzlich wie der Nebel kam, so ploetzlich hat er sich wieder aufs Meer verzogen - da hat wohl der Nebelkoenig zum Rueckzug geblasen oder so, oder der kleine Nebel musste heim, zum Abendessen, wer weiss. Jedenfalls war danach wieder strahlender Sonnenschein. Na, und dann durfte TinyB noch mal raus, und wir haben bei den Schafen von Godleys Head geschlafen. Am naechsten Morgen hatten wir grad alles verstaut, als der DOC-Ranger vorbeikam, Glueck gehabt. Wir haben den dann mal nach Taylors Mistake gefragt, und er sagt, das weiss keiner mehr, der Name ist haengengeblieben aber was da wohl los war weiss er auch nicht. Na, und sowohl der Lonely Planet als auch - zum ersten Mal in meinem Leben - die Wikipedia haben mich haengenlassen. Bin ich die einzige die nach dieser Erklaerung sucht?
Naja, wir haben unsere Wanderung in die Bucht dann am Vormittag gemacht, mussten aber noch vor der Buchtumrundung abbrechen, weil es gegen Mittag so unendlich heiss wurde, dass wir Kopfschmerzen hatten. Ich freu mich schon auf unsere Wuestendurchquerung.
Dann gings zurueck in die Stadt, an unseren Lieblingsplatz botanischer Garten, wo wir ein bisschen Haengemattenfaulheit genossen, und ich meinen ersten Ganzalleinetraumfaenger anfange. Weil wir wieder im Park schlafen wollen, verstecken wir uns zur 8-Uhr-Schliessungspatroullie und so muss der Parkwaechter Putu einschliessen. hihi ausgetrickst...
Dne naechsten Tag haben wirs wieder ruhig und gemuetlich angehen lassen, Staedte klauen einem ja schnell viel Zeit, und dann sind wir raus zum Gypsy-Markt gefahren. Das ist ne lustige Gruppe, wir haben das ganze Wochenende mit denen verbracht und uns ueber ihr Leben unterhalten. Die meisten stellen selbst Dinge her, die sie verkaufen, andere machen Musik, andere jonglieren, und dann gibts natuerlich den Hotdogstand, das Cafe, das Karussel... Und die Haeuser auf Raedern waren total fantastisch, das eine sah aus wie ein Hexenhaus ausm Maerchen (gehoert dem Zuckerwattemann), das naechste hatte Buntglasfenster wie in ner Kirche (der Besitzer stellt Fensterschmuck aus Buntglas her) - in das durfte man sogar reingucken, und die sind so gemuetlich, mit Holzofen, und anderthalbem Geschoss mit Dachterrasse - und das alles aus nem Schulbus hergestellt. Wir haben uns viel unterhalten, und das ist schon ein krasses Leben, James und ich haben glatt ueberlegt, das mal fuer ne Saison zu versuchen - Dreamcatcher und Haengematten verkaufen und in nem Haus auf Raedern wohnen (machen wir ja im Prinzip jetzt schon). Abends haben wir dann mit ein paar Leuten Pois geuebt - meine ersten Poitricks nicht aus nem Buch sondern von Menschen gelernt! Das war cool, mit den Leuchtpois. Stellte sich raus, dass sie fuer Home of Pois arbeiten - der Webseite fuer Pois (und Jongliermaterial) - jetzt muss ich nur noch rausfinden, ob Chris in der Tat der Gruender der Webseite ist. Naja, wird online geshoppt sobald ich zu hause bin :) Am naexten Tag waren wir im benachbarten (riesigen, alten, schoenen) Linwood Cemetery (Friedhof) spazieren, ja ich weiss, meine Friedhofspaziergaenge kann nicht jeder nachvollziehn aber ich hab in NZ richtig richtig schoene alte gefunden, die einen ganz tiefen Frieden ausstrahlen. Naja, und danach wieder im Kontrastprogramm "Buntes Zigeunerleben", mit jonglieren und allem drum und dran.
Nachmittags sind wir dann auf die Suche nach unserem letzten Strandschlafplatz gegangen. Unterwegs haben wir einen tollen Spielplatz gefunden, der auch fuer grosse spannend war, und hatten viel Spass, mit den anderen Kindern, und deren Eltern. Haben Spielplatztipps bekommen, wo es tolle Flying Foxes gibt - ich hab keine Ahnung wie das auf deutsch heisst, muesst ihr halt aufs Foto warten (Kinderseilbahn?). Jedenfalls haben wir alle drei Spielplaetze aufgesucht und den ganzen Nachmittag gespielt. Das war toll.
Ja, ich bin 29 :op
aber danach haben wir tatsaechlich einen Strand gefunden, der windstill genug fuer TinyB war, und so hab ich mich von Pazifik und TinyB verabschiedet, das war traurig. TinyB hat geweint.
Am naechsten Tag hatte James Migraene und ich hab ihm ungeplanten Hostelaufenthalt verordnet und ihn im Celtic Backpackers eingecheckt. Das war ganz ok, und James war im Bett und ich wieder in der Stadt. Dann war uns mal wieder nach raus aus Christchurch also sind wir am naechsten Tag Richtung Lyttleton aufgebrochen, das ist der Hafen von Christchurch. Der kuerzeste Weg geht durch den Tunnel, den haben wir ausgekundschaftet auf dem Weg nach Akaroa. Daher sind wir diesmal der landschaftlich sehr schoenen Kraterroute entlang Summit Road gefolgt (Ja, auch die Landschaft von C. wurde durch einen Vulkan geformt), wie ueblich mit vielen Fotostopps, einem Spaziergangs- und Felskletterstopp mit toller Aussicht und einer Verfahrung, die uns ins poshe Sunmer brachten, wo wir am Strand ein Picknick hatten und den Sunmerischen Strandfelsen zuerst durch die Hoehle von unten und dann kletternd von oben erkundet haben (ich werd noch zum totalen Outdoory hier). Irgendwann kamen wir dann auch nach Lyttleton, sehr malerisch, es war grad Schule aus, und ueberall waren lachende Familien, alle assen Eis (ja, der Sommer macht noch ein paar letzte blauhimmlische Anstrengungen), alle waren freundlich zueinander, wie im Bilderbuch. Nur n Fischladen haben wir nicht gefunden, also gabs abends aufgewaermtes Chili, aber das erst spaeter, da wir nach dem Lyttletonbummel noch weitergefahren sind. Und zwar nach Godley Head, von wo aus man zu einer Bucht namens Taylor's Mistake wandern kann. Ich wollte naemlich unbedingt herausfinden, was Taylor denn nun fuer einen Fehler gemacht hat. Bevor wir jedoch in in Godleys Head ankamen, zog ein total spukiger Nebel auf. Sowas hab ich noch nicht gesehen, linker Hand strahlender Sommertag rechter Hand eine undurchdringliche Nebelwand. Kam vom Meer, innerhalb einer halben Stunde war alles dicht. Wir sind dann also nicht zu der Bucht gewandert sondern nur so ein bisschen herumspaziert, haben im Nebel gestochert und herausgefunden, dass das hier so eine ZweiteWeltkrieg-Erinnerungsstaette ist. NZ war ja in beiden WK mit unglaublich vielen Soldaten vertreten, und jede Stadt hat ihre eigene Gefallenendenkmaeler (zu den Kiwisoldaten gibts ne Anekdote in einem noch zu erwartenden Blogpost - Geduld bitte), aber im zweiten WK mussten sich die Kiwis ja auch vor den Japanern in acht nehmen, daher gabs da also so ein paar Verteidigungsanlagen, u.a. auf Godleys Head - die Japaner sind uebrigens nicht gekommen. Also die haben wir da so im Nebel besichtigt und dann Essen gemacht (s.o.) Na und so ploetzlich wie der Nebel kam, so ploetzlich hat er sich wieder aufs Meer verzogen - da hat wohl der Nebelkoenig zum Rueckzug geblasen oder so, oder der kleine Nebel musste heim, zum Abendessen, wer weiss. Jedenfalls war danach wieder strahlender Sonnenschein. Na, und dann durfte TinyB noch mal raus, und wir haben bei den Schafen von Godleys Head geschlafen. Am naechsten Morgen hatten wir grad alles verstaut, als der DOC-Ranger vorbeikam, Glueck gehabt. Wir haben den dann mal nach Taylors Mistake gefragt, und er sagt, das weiss keiner mehr, der Name ist haengengeblieben aber was da wohl los war weiss er auch nicht. Na, und sowohl der Lonely Planet als auch - zum ersten Mal in meinem Leben - die Wikipedia haben mich haengenlassen. Bin ich die einzige die nach dieser Erklaerung sucht?
Naja, wir haben unsere Wanderung in die Bucht dann am Vormittag gemacht, mussten aber noch vor der Buchtumrundung abbrechen, weil es gegen Mittag so unendlich heiss wurde, dass wir Kopfschmerzen hatten. Ich freu mich schon auf unsere Wuestendurchquerung.
Dann gings zurueck in die Stadt, an unseren Lieblingsplatz botanischer Garten, wo wir ein bisschen Haengemattenfaulheit genossen, und ich meinen ersten Ganzalleinetraumfaenger anfange. Weil wir wieder im Park schlafen wollen, verstecken wir uns zur 8-Uhr-Schliessungspatroullie und so muss der Parkwaechter Putu einschliessen. hihi ausgetrickst...
Friday, March 14, 2008
Der Anfang vom Ende - Alps, Christchurch, Banks Peninsula
Nachdem wir also nach unserer Alpenwanderung zwei Tage in Wanaka waren - krieg Gaensehaut beim blossen Drandenken - und wenn wir grad nicht vom Himmel fielen am River Clutha unser TinyB-Heim genossen haben (Haengematten, Pois, Sterne, und andere Annehmlichkeiten) gings zurueck Richtung Mt. Cook. Genauer gesagt zum Lake Pukaki, wo wir unser Zelt in einem kleinen Kiefernwaeldchen aufschlagen, in den Haengematten faulenzen und einen ganzen Tag lang das Falschirmspringhoch verarbeiten (auf englisch klingt das Wort Skydivehigh doch viel schoener als meine Uebersetzung). Ich lerne wie man Dreamcatcher macht, und wir naehen unsere kaputten Klamotten ein bisschen - also James naeht und ich flehe er moege meine Hose auch uebernehmen. Gegen Abend kriegen wir Nachbarn, zwei dicke Mobile Homes, und da ergreifen wir die Flucht und fahren zum naechsten See (Lake Tekapo), wo wir unsere Faulenzerei einen Tag lang fortsetzen. Das tut so gut. Hat allerdings den Nachteil, das einem ziemlich deutlich wird, das keine weiteren Stationen mehr vor einem liegen, ausser Christchurch, der letzten. Naja, ich verbiete mir das Datum zu wissen - erfolgreich - und geniesse zwei Haengemattentage, an deren Ende nicht nur der Dreamcatcher fertig ist sondern auch mein Loch in der Hose genaeht... Am zweiten Abend kam ein Typ vorbei und schnauzte uns an, dass hier Campen verboten sei. Das war das erste mal. Kiwis sind total entspannt und freundlich und dieses deutsche Benehmen des Einmischens und Leuten sagen was sie zu tun und zu lassen haetten hatten wir noch gar nie. Als er das zweite Mal vorbeikam rief er nur: "you've been warned" und den Rest des Abends erwarteten wir jeden Moment die Polizei. Aber gegangen sind wir nicht und es hat uns auch niemand weiter belaestigt. In der Nacht sind wir dann aufgestanden, um Skorpion und Schuetzen zu sehen (erfolgreich, aber sooooooooo kalt). Von da an haben wir nur noch auf die Sonne gewartet, in der Kaelte kann man nicht wirklich tief schlafen. Sie kam denn auch und wir haben gepackt und wollten los, aber Putu wollte nicht. Nachdem er 2 Tage gestanden war, ist er immer etwas zickig und er mag keine fruehen Morgen. Naja, rufen wir halt mal wieder die AA, die nach 25 min auch schon anrueckt, und es ist wohl die duenne Luft, und man muss einfach nur das Gaspedal volle Pulle durchtreten, damit ach was weiss ich es war irgendein kleiner Trick und tatata, Putu ging wieder. Also los gings, auf nach Osten, mit einigen Pausen fuer Landschaftsfotos oder Backgammonsessions, und so kamen wir nach Christchurch. Unsere erste (und laut James) wichtigste Station hier ist die Cookie Time Factory, die die weltbesten Cookies machen. James kauft einen ganzen Sack voll Cookies (teilt mit mir, zum Glueck fuer ihn) und ein Cookie Monster. Seitdem ist er gluecklich. Dann cruisen wir ein bisschen durch die Stadt und parken unser Auto im botanischen Garten, wo wir in Putu uebernachten.
Der naechste Tag war ein trauriger Tag, denn wir mussten Flyers machen, um Putu zu verkaufen (heuuuuul) und dann sind wir stundenlang unterwegs um sie in all den Hostels auszuhaengen - und die Chancen sehen schlecht aus. Es ist Sommerende, viele Backpacker reisen ab (und verkaufen ihre Autos) und ich glaube nicht dass ich wiederkriege was ich bezahlt habe. Aber das Geld ist mir eh egal, allein der Gedanke das Putu bei jemand enden koennte, der nicht mit ihm redet, ihn liebhat, ihm Geschenke vom Strand mitbringt, ist furchtbar. Naja, wir werden sehen.
Nach all dem Frust und Stress brauchen wir ne Stadtpause, und fahren Richtung Kueste aus der Stadt. Wir kommen nicht sehr weit bevor wir total muede sind, und parken in nem kleinen Aussichtspunkt, wo wir auch uebernachten wollen. Als wir Putu grad transformen, kommt ein Polizeiauto vorbei. Statt uns anzuschnauzen, fragt der Polizist, ob alles ok ist, und wir erzaehlen dass wir hier schlafen wollen, weil wirs heut abend nicht bis Akaroa schaffen. Und er wuenscht uns ne gute Nacht und angenehme Weiterreise :) DAS ist Neuseeland. 10min spaeter kommt ein privater Security -Mensch vorbei. Statt uns zu erzaehlen, dass hier ein Anwohnergebiet ist, und wir verschwinden sollen, fragt er, ob wir liegengeblieben sind und Hilfe brauchen. und wir erzaehlen dass wir hier schlafen wollen, weil wirs heut abend nicht bis Akaroa schaffen. Und er wuenscht uns ne gute Nacht und angenehme Weiterreise :) DAS ist Neuseeland!
:)
Am naechsten Tag erkunden wir die Berge und Buchten der Banks Peninsula und verbringen den Nachmittag in Akaroa. Akaroa ist ein franzoesisches Siedlungsgebiet und hat auch ein wenig franzoesisch-koloniales Feeling. Daher kaufen wir Camembert, Pate und Baguette und essen das am Pier, man muss sich ja anpassen. Die Geschichte, wie die Franzosen Neuseeland NICHT gekriegt haben, ist echt lustig. Da ist also dieser franz. Welterkunder, der auf die Suedinsel stoesst und mit den Maoris gut klarkommt und zurueck nach F geht, um eine Kolonialgesellschaft ins Leben zu rufen. Dauert ne Weile aber zwei Jahre spaeter kehrt er mit einer handvoll Siedlern zurueck.
Die Briten auf der Nordinsel hoeren vom Kommen dieses Schiffes und der Gouvernor schickt seine Soldaten auf die Suedinsel, um die sie sich bis dahin eigentlich nicht so gekuemmert haben, und sie hissen die Flagge 2 Wochen bevor die Franzosen an Land gehen. Und damit hatte sichs dann fuer La France. Die Siedler sind jedoch geblieben, und so ist die Banks Peninsula eben un peu francais.
Oh, falls ihr nach Akaroa kommt, kauft hausgemachtes Fudge, und probiert die Eiscreme! (ich war total ueberzuckert am Ende dieses Tages. Von Akaroa fahren wir auf den Kaitorete Spit, wo wir am Strand spazieren gehen (WIND, und: WELLEN !).
(Information: Ein Spit hat nichts mit Spucke zu tun. Es ist eine Bezeichnung aus der Geografie, auf deutsch "Nehrung". So jetzt wisst ihr bescheid, oder? Nein? Dann lest hier.) Leider wird wegen des Windes nix aus meiner letzten Nacht in TinyB am Strand, zumindest nicht hier. So spielen wir also wieder mit den Pois, kochen lecker Pasta und schlafen in Putu, einsam, nur der Wind singt seine Lieder.
Der naechste Tag war ein trauriger Tag, denn wir mussten Flyers machen, um Putu zu verkaufen (heuuuuul) und dann sind wir stundenlang unterwegs um sie in all den Hostels auszuhaengen - und die Chancen sehen schlecht aus. Es ist Sommerende, viele Backpacker reisen ab (und verkaufen ihre Autos) und ich glaube nicht dass ich wiederkriege was ich bezahlt habe. Aber das Geld ist mir eh egal, allein der Gedanke das Putu bei jemand enden koennte, der nicht mit ihm redet, ihn liebhat, ihm Geschenke vom Strand mitbringt, ist furchtbar. Naja, wir werden sehen.
Nach all dem Frust und Stress brauchen wir ne Stadtpause, und fahren Richtung Kueste aus der Stadt. Wir kommen nicht sehr weit bevor wir total muede sind, und parken in nem kleinen Aussichtspunkt, wo wir auch uebernachten wollen. Als wir Putu grad transformen, kommt ein Polizeiauto vorbei. Statt uns anzuschnauzen, fragt der Polizist, ob alles ok ist, und wir erzaehlen dass wir hier schlafen wollen, weil wirs heut abend nicht bis Akaroa schaffen. Und er wuenscht uns ne gute Nacht und angenehme Weiterreise :) DAS ist Neuseeland. 10min spaeter kommt ein privater Security -Mensch vorbei. Statt uns zu erzaehlen, dass hier ein Anwohnergebiet ist, und wir verschwinden sollen, fragt er, ob wir liegengeblieben sind und Hilfe brauchen. und wir erzaehlen dass wir hier schlafen wollen, weil wirs heut abend nicht bis Akaroa schaffen. Und er wuenscht uns ne gute Nacht und angenehme Weiterreise :) DAS ist Neuseeland!
:)
Am naechsten Tag erkunden wir die Berge und Buchten der Banks Peninsula und verbringen den Nachmittag in Akaroa. Akaroa ist ein franzoesisches Siedlungsgebiet und hat auch ein wenig franzoesisch-koloniales Feeling. Daher kaufen wir Camembert, Pate und Baguette und essen das am Pier, man muss sich ja anpassen. Die Geschichte, wie die Franzosen Neuseeland NICHT gekriegt haben, ist echt lustig. Da ist also dieser franz. Welterkunder, der auf die Suedinsel stoesst und mit den Maoris gut klarkommt und zurueck nach F geht, um eine Kolonialgesellschaft ins Leben zu rufen. Dauert ne Weile aber zwei Jahre spaeter kehrt er mit einer handvoll Siedlern zurueck.
Die Briten auf der Nordinsel hoeren vom Kommen dieses Schiffes und der Gouvernor schickt seine Soldaten auf die Suedinsel, um die sie sich bis dahin eigentlich nicht so gekuemmert haben, und sie hissen die Flagge 2 Wochen bevor die Franzosen an Land gehen. Und damit hatte sichs dann fuer La France. Die Siedler sind jedoch geblieben, und so ist die Banks Peninsula eben un peu francais.
Oh, falls ihr nach Akaroa kommt, kauft hausgemachtes Fudge, und probiert die Eiscreme! (ich war total ueberzuckert am Ende dieses Tages. Von Akaroa fahren wir auf den Kaitorete Spit, wo wir am Strand spazieren gehen (WIND, und: WELLEN !).
(Information: Ein Spit hat nichts mit Spucke zu tun. Es ist eine Bezeichnung aus der Geografie, auf deutsch "Nehrung". So jetzt wisst ihr bescheid, oder? Nein? Dann lest hier.) Leider wird wegen des Windes nix aus meiner letzten Nacht in TinyB am Strand, zumindest nicht hier. So spielen wir also wieder mit den Pois, kochen lecker Pasta und schlafen in Putu, einsam, nur der Wind singt seine Lieder.
Friday, March 7, 2008
12,000 Feet and Falling
Heute bin ich aus einem Flugzeug gefallen.
Ich weiss nicht ob ich mich hier im Blog dazu geaeussert habe, aber als ich herkam, war mir ziemlich klar, dass das ganze Adrenalin-Angebot, das in Neuseeland so gross geschrieben wird, nichts fuer mich ist. Skydiving, Bungeejumping, und Konsorten, bleibt mir fern.
Nuja. Was interessiert mich mein Geschwaetz von gestern.
Irgendwann vor ein paar Wochen kam mir ploetzlich dieser Gedanke. Eigentlich bist du noch nicht zu alt fuer ein paar Dummheiten. Also doch Fallschirmspringen?
Und so sind wir denn von Mt. Cook nach Sueden gefahren und zurueck nach Wanaka, dort hab ich mich noch mal einen Tag am See mental vorbereitet, naja, und dann ...
.
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Es war so der Hammer. Nochmal nochmal !!!!
Mit Worten kann man das gar nicht sagen, das Gefuehl des Fallens war nach 10 Sekunden schon normal (aber diese zehn Sekunden lang hab ich ganz schoen gekreischt, wahrscheinlich habt ihr mich gehoert und euch gewundert wo der Laerm herkommt), und dann wars auch schon ganz schnell wieder vorbei.
Aber so IIIIIIIRRRRRRRRRRRRREEEEEEEE !!!!!
Fotos kommen spaeter ins Picasa. Und wenn ihr lieb seid, zeig ich euch auch mal mein Video :-D
Ich weiss nicht ob ich mich hier im Blog dazu geaeussert habe, aber als ich herkam, war mir ziemlich klar, dass das ganze Adrenalin-Angebot, das in Neuseeland so gross geschrieben wird, nichts fuer mich ist. Skydiving, Bungeejumping, und Konsorten, bleibt mir fern.
Nuja. Was interessiert mich mein Geschwaetz von gestern.
Irgendwann vor ein paar Wochen kam mir ploetzlich dieser Gedanke. Eigentlich bist du noch nicht zu alt fuer ein paar Dummheiten. Also doch Fallschirmspringen?
Und so sind wir denn von Mt. Cook nach Sueden gefahren und zurueck nach Wanaka, dort hab ich mich noch mal einen Tag am See mental vorbereitet, naja, und dann ...
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Es war so der Hammer. Nochmal nochmal !!!!
Mit Worten kann man das gar nicht sagen, das Gefuehl des Fallens war nach 10 Sekunden schon normal (aber diese zehn Sekunden lang hab ich ganz schoen gekreischt, wahrscheinlich habt ihr mich gehoert und euch gewundert wo der Laerm herkommt), und dann wars auch schon ganz schnell wieder vorbei.
Aber so IIIIIIIRRRRRRRRRRRRREEEEEEEE !!!!!
Fotos kommen spaeter ins Picasa. Und wenn ihr lieb seid, zeig ich euch auch mal mein Video :-D
Von der Stadt in die Berge - Dunedin, Mt. Cook
Jaja, der Regen hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass sich der Sommer dem Ende zuneigt. Wir hatten also faule Tage in Dunedin im Hostel Jolly Poacher, die haben sogar ne kleine 2-Mann-Sauna im Hof, die wir fleissig genutzt haben. James hat wieder Muffins gebacken - yummy! und so verging die Zeit. Ein kurzer Ausflug in die Stadt, mal wieder Kino (Run Fatboy Run, mit meinem UK-Lieblingskomiker Simon Pegg). Am dritten Tag kam endlich die Sonne zurueck, und wir haben unsere Stadterkundung fortgesetzt, ich hab mir die Uni angeschaut (und mal wieder Lust auf "the hustle and bustle" bekommen) und war im Otago Museum. Das war nicht ganz so aufregend wie das in Welly, aber trotzdem ganz nett. Danach haben wir uns ein bisschen Natur auf der Otago Peninsula (gegenueber Dunedin) gegoennt, und waren schoen spazieren und auf Baeume klettern, verstecken spielen usw. Mein inneres Kind hat viel Spass in Neuseeland. Dann sind wir zur steilsten Strasse der Welt gefahren (Baldwin Street, der englische Wiki-Eintrag ist besser), eine sehr merkwuerdige Sehenswuerdigkeit in Dunedins Vororten. James ist einmal rauf und runter gerannt, konnte den Gutbuster-Rekord jedoch nicht brechen. Mir hat hochspazieren gereicht.
So, nun aber genug Stadtleben, und zurueck auf die Strasse. Wir fahren die Kueste hoch nach Norden, kochen lecker Huehnchen-Erdnuss-Satay am Strassenrand (Ich liebe dieses Leben!) und erreichen die Moreaki Boulders spaet abends. Die Moeraki Boulders sind kugelrunde Felsen, die aussehen wie Koetel von ausserirdischen Riesenkarnickeln. Oder vielleicht sind es auch Eier von ausserirdischen Osterhasen, wer weiss. (Echte Infos hier) Direkt neben denen haben wir TinyB aufgebaut, so dass wir am naechsten Morgen kurz nach Sonnenaufgang die ersten sind und Fotos ohne andere Touris machen koennen. Gelingt uns gerade so. Ist ein beliebtes Fotomotiv, und es gibt ein Cafe und das war bereits voll um neun, als wir zurueckkamen. Dann weiter nach Norden, ins beschauliche Kuestenstaedtchen Oamaru, wo man Pinguine beobachten kann. Es gibt hier zwei Arten von P., den blauen und den superseltenen GelbaugenP. Fuer die blauen haben sie eine Kolonie gebaut, und man kann sie nur abends beobachten, wenn sie vom Jagen zurueckkommen, und das kostet dann schon wieder Geld. Zu den gelben kann man wandern, aber eben auch nur abends und der Wanderweg wird wegen der Bezahlbeobachtung der blauen geschlossen. Und so wandern wir einfach ein bisschen rum, schauen uns pinguinlose Felsen an und vergessen die Tierbeobachtung. Oh, und bei unserem anschliessenden kleinen Stadtbummel goenne ich mir Lamm, immerhin bin ich in NZ und so. Und dann gehts weg von der Kueste zurueck zu den Alpen, denn wir muessen uns ja noch den Mt. Cook von nahem anschauen. Unterwegs ist Bombenwetter und wir machen zahlreiche Fotostopps (Ich habe bestimmt mehr als hundert Fotos mit Mt. Cook, das Aussortieren wird bestimmt lustig). Erreichen den Beginn der Wanderwege gegen Abend, und schlagen unser Zelt auf dem DOC-Campingplatz auf. Besteigen koennen wir den Berg natuerlich nicht, dazu braucht man echte Alpinausruestung und -erfahrung, und muss mit Guides gehen (Edmund Hillary hat hier fuer seine Everestbesteigung trainiert). Aber es gibt einige sehr schoene Wanderwege (Infobroschyre)mit Blick auf den Berg und einen von denen - den einfachsten mit ohne nennenswerten Aufstieg - suchen wir uns fuer den naechsten Tag aus. Kalt ist es aber, kaaaaalt, kaelter als auf dem Arthurs Pass und selbst DoubleVeBe (meine Waermflasche) haelt nicht laenger als 3 h durch. Wir bibbern ziemlich in dieser Nacht und erwarten die Sonne sehnsuechtig. Und dann gehts Wandern, Swingbridge-Schwingen, Ueber-Felsen-Klettern im Hooker Valley. Eine kleine Muffinpause am Hooker Lake, wo der Wanderweg endet, und dann verlassen wir mal wieder das Ratwheel (wie ueblich busy busy), und klettern an der Flanke des Bergs am See entlang ueberwinden Wasserfaelle und steile Felsgrate und finden einen wunderschoenen Platz wo wir ganz allein sitzen koennen und den Berg anschauen (nicht das wir bemerkenswert naeher rangekommen waeren, aber schoen). Ich baue mein erstes (und einziges) Felsmemorial (siehe Foto) und dann gehts den ganzen Weg wieder zurueck.

Und dann verlassen wir den Berg. Bye Bye, Aoraki, der die Wolken durchbricht.
So, nun aber genug Stadtleben, und zurueck auf die Strasse. Wir fahren die Kueste hoch nach Norden, kochen lecker Huehnchen-Erdnuss-Satay am Strassenrand (Ich liebe dieses Leben!) und erreichen die Moreaki Boulders spaet abends. Die Moeraki Boulders sind kugelrunde Felsen, die aussehen wie Koetel von ausserirdischen Riesenkarnickeln. Oder vielleicht sind es auch Eier von ausserirdischen Osterhasen, wer weiss. (Echte Infos hier) Direkt neben denen haben wir TinyB aufgebaut, so dass wir am naechsten Morgen kurz nach Sonnenaufgang die ersten sind und Fotos ohne andere Touris machen koennen. Gelingt uns gerade so. Ist ein beliebtes Fotomotiv, und es gibt ein Cafe und das war bereits voll um neun, als wir zurueckkamen. Dann weiter nach Norden, ins beschauliche Kuestenstaedtchen Oamaru, wo man Pinguine beobachten kann. Es gibt hier zwei Arten von P., den blauen und den superseltenen GelbaugenP. Fuer die blauen haben sie eine Kolonie gebaut, und man kann sie nur abends beobachten, wenn sie vom Jagen zurueckkommen, und das kostet dann schon wieder Geld. Zu den gelben kann man wandern, aber eben auch nur abends und der Wanderweg wird wegen der Bezahlbeobachtung der blauen geschlossen. Und so wandern wir einfach ein bisschen rum, schauen uns pinguinlose Felsen an und vergessen die Tierbeobachtung. Oh, und bei unserem anschliessenden kleinen Stadtbummel goenne ich mir Lamm, immerhin bin ich in NZ und so. Und dann gehts weg von der Kueste zurueck zu den Alpen, denn wir muessen uns ja noch den Mt. Cook von nahem anschauen. Unterwegs ist Bombenwetter und wir machen zahlreiche Fotostopps (Ich habe bestimmt mehr als hundert Fotos mit Mt. Cook, das Aussortieren wird bestimmt lustig). Erreichen den Beginn der Wanderwege gegen Abend, und schlagen unser Zelt auf dem DOC-Campingplatz auf. Besteigen koennen wir den Berg natuerlich nicht, dazu braucht man echte Alpinausruestung und -erfahrung, und muss mit Guides gehen (Edmund Hillary hat hier fuer seine Everestbesteigung trainiert). Aber es gibt einige sehr schoene Wanderwege (Infobroschyre)mit Blick auf den Berg und einen von denen - den einfachsten mit ohne nennenswerten Aufstieg - suchen wir uns fuer den naechsten Tag aus. Kalt ist es aber, kaaaaalt, kaelter als auf dem Arthurs Pass und selbst DoubleVeBe (meine Waermflasche) haelt nicht laenger als 3 h durch. Wir bibbern ziemlich in dieser Nacht und erwarten die Sonne sehnsuechtig. Und dann gehts Wandern, Swingbridge-Schwingen, Ueber-Felsen-Klettern im Hooker Valley. Eine kleine Muffinpause am Hooker Lake, wo der Wanderweg endet, und dann verlassen wir mal wieder das Ratwheel (wie ueblich busy busy), und klettern an der Flanke des Bergs am See entlang ueberwinden Wasserfaelle und steile Felsgrate und finden einen wunderschoenen Platz wo wir ganz allein sitzen koennen und den Berg anschauen (nicht das wir bemerkenswert naeher rangekommen waeren, aber schoen). Ich baue mein erstes (und einziges) Felsmemorial (siehe Foto) und dann gehts den ganzen Weg wieder zurueck.
Und dann verlassen wir den Berg. Bye Bye, Aoraki, der die Wolken durchbricht.
Saturday, March 1, 2008
Kaelte, Naesse, Dunkelheit - Fjordland, Invercargill, Catlins
Oh, keine Sorge, mit diesem Titel wird kein Negativ-Blogeintrag eingeleitet, oh nein, ein sehr positiver, zumindest zum Anfang. Aber kalt wars, in den Fjorden, und dunkel auch. Na, und nass is tauchen immer. Also, vom Anfang. Nachdem wir von Queenstown aus nen kurzen Abstecher zum River Anduin / Argonauthen / Pillars of the King Set gemacht haben - und zum aeltesten kommerziellen Bungee-Jump der Welt - gings zu den Fjorden im Suedwesten der Suedinsel. Wir naehern uns wie ueblich langsam und ueber die Backroads - dem Fjordland. Die Feldwege fuehren uns zu den Mavora Lakes, einer wunderschoenen Region mit kaum Touristen (die als Set fuer Fangorn und die Trennung der Gefaehrten diente). Wirklich wunderschoen, inkl. Killerswingbridge (v.a. mit dem Wind...) und Waldspaziergang. Danach erreichen wir Te Anau, am Lake Te Anau, dem Eintrittspunkt fuer die Fjordtouren. Uns ist das alles viel zu touristisch aber wenigstens sind wir nur auf tauchexpedition und nicht auf Touriboot. Wir schlafen wieder im Auto, weils furchtbar frueh losgeht und dann fahren wir und fahren und fahren, mit Sonnenaufgang und ueber einen kleinen Pass (1000m) und durch einen langen Tunnel mit witziger Geschichte, der ist naemlich abgesehen von einigen Ueberholbuchten einspurig, und vor ein paar Jahren fuhren ein Bus und ein Camper aufeinanderzu, und haben sich ineinander verkeilt. Sie wurden als ein grosser Klumpen Schrott mit aufgerissenen Seiten rausgeschleppt. Hihi. Seitdem hats ne Ampel. Dann erreichen wir den Milford Sound und rauf aufs Boot und rin ins Vergnuegen. Zuerst mal ist die Namensgebung falsch, denn es ist kein Sound sondern ein Fjord, ein durch einen Gletscher geformtes Gebiet. Ja, so ist das. Dann also tauchen. Das hiess Doppel-7mm-Anzug an, und ab ins 10 Grad kaltes Suesswasser, Augen zu und runter, denn Sicht in dieser Schicht = 0. Nach 5m gabs ne Mischschicht die aussieht wie Glibber (sich aber doch wie wasser anfuehlt) und dann Salzwasser, spuerbar waermer (16 Grad) mit 8m Sicht, also gar nicht so uebel. Hatte zwei schoene Tauchgaenge, mit lustigen Anemonen, wunderschoenen schwarzen Korallenbaeumen - die oh Sprachwunder, naemlich weiss sind! und aussehen wie schneebedeckte Weihnachtsbaeume - riesigen Hummern, die bedrohlich aus ihrer Hoehle rauswinkten und und und. Fische halt. Schoen. Hatte viel Spass mit Nicola, meiner Tauchbuddyenglaenderin ... Und gegen nachmittag wurden dann auch die Wolken duenner und es reichte sogar fuer ne Handvoll Fotos vom Milford Sound, der schon bombastisch ist, aber eben auch regenreich. Dann haben wir den ganzen Nachmittag im nichtexistenten Ort Milford abgehangen, um vor der Ueberquerung des Bergs unseren Stickstoff loszuwerden, und denn gings back nach Te Anau, und rueckzu war ich auch wach genug, um die Landschaft anzuschauen. Haben einen irren Wasserfall angeschaut, der die ihn umgebenen Felsen mit schonen Loechern und Formen verziert hat. Haben Keas dabei beobachtet, wie sie Autos auseinandernehmen. Haben die Berge doppelt gesehen - in den Mirror Lakes. In Te Anau sind wir dann in unser Auto umgestiegen und weiter nach Manapouri gefahren, wo wir im Possum Lodge Hostel uebernachten, damit mich eine heisse Dusche wieder schoen warm und sauber machen kann. Ganz gemuetlich aber nicht sehr freundlich, aber eben ein Bett. Immer gern gesehen. Naechsten Tag spazieren wir ein wenig am Manapouri-See rum und dann gehts auf die Southern Scenic Route. Wie ueblich folgen wir dem einen oder anderen Sightseeing-Hinweis, um die Fahrerei aufzulockern und finden die Clifdon Sandstein Hoehlen, in denen man ohne Geld und ohne Fuehrer auf eigene Faust wandern kann - Wir verbringen eine fantastische Stunde unter der Erde, mit Stalakti/miten, muessen um einen kleinen See rum, dessen Ufer leider nicht trocken ist = barfuss in knoecheltiefem eiskalten Wasser, dann ueber ein paar Leitern und raus sind wir. Das war so aufregend und schoen. Caving macht Spass. Nach einer Mittagspause an der alten Clifdon Bridge gings wieder an die Kueste, Waewae Bay mit der kleinen Insel Monkey Island, aber zu viele Camper, also sind wir weitergefahren, ohne auf die Ebbe zu warten (bei der man auf die Insel raufkann). Haben dann einen einsamen Strand fuer TinyB gefunden, aber die Nacht war stuermisch und nass, und nicht sonderlich gemuetlich. Seitdem ist das Wetter eigentlich nicht mehr sehr ueberzeugend gewesen, man spuert, dass sich der Sommer dem Ende zuneigt. Ich konnte mich nicht mal schwimmend von der Tasman Sea verabschieden. Naja, naechste Station war Invercargill, die suedlichste Stadt mit ihrem Hafen Bluff. viele Kiwis fragen immer, was willste denn in Invercargill, denn hier gibt es eigentlich nicht viel (kanpp 50.000 Ew., keine Industrie, nur Schaf- und Milchwirtschaft, aber ne kleine Uni, und auch wenns nicht so schick und victorianisch ist, fand ichs jetzt nicht so furchtbar da, uebersichtlich zwar aber nicht unangenehm. Wir verbringen den nassen Mittag im Kino (Bucket List) verbracht und den nachmittag bummelnd in der Stadt - v.a. auf der Suche nach ner Ersatz-Kaffee-und-Muesli-Schuessel, eine zerbrochen ist. Garnicht so leicht. Nach diesem recht chilligen Stadtnachmittag goennen wir uns Steak und Schokokuchen, mmhhhhh und haengen noch ne Weile mit Mel (Hostelgal) & ihren Freunden ab, um etwas ueber das Leben in Invercargill zu erfahren. Man muss nur wissen wie man sich wohlfuehlt, dann ist hier ein guter Platz fuer Studis. Unser Abstecher nach Bluff am naechsten Morgen war dann wieder grau und langweilig, naja, was erwartet man vom suedlichen Ende des Highways - von Cape Reinga (ihr erinnert euch?) nach hier sinds 1400 km auf direktem Weg. Grins. Suedlich von hier liegt Stewart Island, aber Faehre und UeNachtung sind teuer und fuer Tierbeobachtungstouren ist das Wetter zu eklig, daher wieder zurueck nach I., shoppen und ab in die Catlins. Die Catlins sind die Regenwald- und Kuestenregionen im Sueden der Insel, und beherbergen einige nette Fleckchen, Wasserfaelle, Straende, Klippen und Viecher (Gelbaugenpinguin, Seeloewen...) Wir verbringen zwei total verregnete Tage hier, lassen uns von (recht einschuechternd grossen) Seeloewen anbruellen, verpassen die Pinguine wegen dem Wetter, aber gucken uns Leuchttuerme, Wasserfaelle und Felsen und riesige Hoehlen (Cathedral Caves, diesmal mit bezahlen, was wir garnicht lustig finden) und alles an und es ist bestimmt total schoen hier - wenns Wetter besser ist. Aber so ist das eben, Regenwald braucht Regen. Oh, und wir surfen auch mal wieder auf dem letzten Tropfen Benzin, aber noch immer verpassen wir die Chance, zur Tanke zu trampen. Putu ist einfach zu zuverlaessig.
Ja, und dann verlassen wir die Catlins und fahren nach Dunedin (falls ihr, wie ich anfangs, an der Aussprache verzweifelt, versuchts damit "Danniidin"). Nuja, und da sitz ich jetzt im Regen, schon den zweiten Tag. Schoen ist die Stadt auf alle Faelle, von dem was ich gesehen habe. Mal gucken, ob Petrus morgen etwas netter ist, und wir noch ein bisschen rumbummeln koennen. Jetzt geh ich mal ins Kino, was soll man sonst machen mit dem Regen. Heul... Neinein keine sorge, alles ist gut :-D
Ja, und dann verlassen wir die Catlins und fahren nach Dunedin (falls ihr, wie ich anfangs, an der Aussprache verzweifelt, versuchts damit "Danniidin"). Nuja, und da sitz ich jetzt im Regen, schon den zweiten Tag. Schoen ist die Stadt auf alle Faelle, von dem was ich gesehen habe. Mal gucken, ob Petrus morgen etwas netter ist, und wir noch ein bisschen rumbummeln koennen. Jetzt geh ich mal ins Kino, was soll man sonst machen mit dem Regen. Heul... Neinein keine sorge, alles ist gut :-D
Saturday, February 23, 2008
Jade, Eis und Berge - Hokitika, Glaciers, Queenstown
Nun haben wir also wie Hannibal nur ohne Elefanten die Alpen ueberquert, von jetzt an gehts wieder die Westkueste runter (welcome back to sandfly country, grrrrrr). Erste Station, Hokitika, Jade Capital. Der Grossteil der Jadegeschaefte hier sind in der Hand von Chinesen, daher kaufen wir hier nix, und bummeln nur. sammeln ein paar gruene Steine am Strand, gehen in ein Jade-Workshop und fragen "is das greenstone?" "Nein" "und das?" "Nein" "und das?" "Nein" "und das?" bis sie uns rausschmeissen, freundlich natuerlich, und mit einer erklaerung, wie man am strand erkennt, obs Jade ist (btw: Jade = Greenstone = Pounamu). Dann gibts noch Pizza - lecker! und dann schlafen wir mal wieder im Auto am Fluss. Naechsten Tag tun wir mal wieder was fuer die Fitness und schwimmen ne runde - haben die Schwimmhalle teilweise ganz fuer uns allein, besuchen noch mal den Jade-Carver, und dann gehts auch schon weiter - klingt als haetten wir nicht viel gemacht aber irgendwie wars doch schon 4, ich glaub hier gibts irgendwo ein Zeitloch. Kurze Station in Ross, einer alten Goldgraeberstadt, wo ich an den Pranger komme - Foto folgt - und dann goennen wir uns eine Pause in einem kleinen Hostel am River Kakapotahi. Das war ehemals die alte Kirche von Ross, der neue Besitzer hat sie mit einem der grossen Umzugstransporter an seinen Lieblingsplatz gebracht und dort zu nem Hostel umbauen lassen. Ja, so machen das die Kiwis. Sie kaufen ein Haus, dann suchen sie sich ein schoenes Stueck Land und schleppen ihr Haus dorthin. Irres Volk. Das Hostel ist wirklich schoen, mit umfassender Schallplattensammlung, Kamin, und wunderschoener Natur. Wir backen Muffins, spielen Pool, sammeln (und essen) frische Muscheln und chillen fuer 2 Tage hier. Mal Ruhe. Mal nicht Autofahren. Scheeeee! Aber weiter weiter keine Zeit, naechste Station Gletscher. Nein, wir lassens ruhig angehen, geniessen die Landschaft und naehern uns langsam dem schnellsten Gletscher der Welt, Franz Josef, der mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 5 Metern pro Tag den Berg runterrast. Schon beeindruckend, wenn man in dem Flussbett rumklettert, wo der Gletscher noch von 100 Jahren war. Weil wir mal wieder anders sind als die anderen, wandern wir BARFUSS zum (wie heisst das auf deutsch) Terminal Face des Gletschers. Aber nicht auf Eis, die Touren auf die Gletscher selbst sind mal wieder zu teuer fuer zuwenig gebotenes, und alleeene is des denn doch n bueschen gefaerhlich ("Respect the Glacier!"). und auf Eis laufen kann ich auch naechsten Winter (ausser wenn die globale Erwaermung es verhindert). Dann gehts weiter zum Fox Glacier, wo wir unser Zelt am nahe gelegenen Lake Matheson aufschlagen. Das ist einer der am haeufigsten fotografierten Stellen in NZ, denn abends und morgens, wenn es noch keine Tageswolken und keinen Wind gibt, spiegeln sich im Lake Matheson der Mt. Tasman und der Mt. Cook (Aoraki). Der Parkplatz ist total voll, und waehrend wir in Ruhe essen, mit Blick auf diese beiden Berge, rotgefaerbt von der untergehenden Sonne, rennen (woertlich: rennen) sie scharenweise an uns vorbei, klammern sich an ihre Kameras, und rufen sich gegenseitig zu "noch 20 minuten, dann gibts die beste Spiegelung". Irre. Wir spazieren erst am naechsten Tag um den See und von der Spiegelung hab ich ne Postkarte gekauft. Auch ok. Schoener Spaziergang und schoene Landschaft, wirklich, und Mt. Cook sieht mit seinen 3754m und seinem schneebedeckten Gipfel schon beeindruckend aus, aber trotzdem fragen wir uns: Reisen all diese Menschen genauso begeistert mit offenen Muendern und "wow irre" rufend durch Europa, und finden sie die Alpen auch beeindruckend, oder ist das alles nur so toll, weil am anderen Ende der Welt? Ich beschliesse mal wieder, mir Deutschland mit so staunenden Augen anzuschauen, und ein bisschen oefter die Schoenheiten vor der eigenen Haustuer zu bewundern. Ja, NZ ist sehr schoen, aber nicht so fremd in seiner Art - schon fremd aber nicht so - und ich glaube fast Deutschland hat viele genauso schoene Plaetze. Nur dass die Leute nicht so deswegen ausrasten. Anyway, nun also noch zu diesem Gletscher gewandert, bis ziemlich dicht unter das Ende, und ohne Witz, man kann die Bewegung des Eises HOEREN! So, ein Haken hinter Gletscher. Naechste Station Queenstown. Runter nach Sueden, ein letzter Blick auf die Tasman Sea, dann wieder rin in die Alpen, ueber den Haast Pass (654m). Das ist eine sehr schoene Strecke hier und rundrum gibt es viele Wanderwege und Huetten, und es ist nicht so ueberlaufen wie andernorts. Wir halten und spazieren mehrmals, schauen uns Berge und Fluesse und Wasserfaelle an, uebernachten in der Einsamkeit (Makaroa River) kurz hinter dem Pass, spazieren am naechsten morgen auf dem Bridle Track (auf dem Weg haben sie vor Existenz der Passstrasse Waren ueber die Alpen nach Sueden gebracht) und finden eine Swing Bridge nur fuer uns - wo wir nicht angeschnauzt werden, weil wir sie zum Schwingen bringen. Hurra.
Dann gehts nach Wanaka, am wunderschoenen Lake Wanaka. Dies ist das kommerziellste Skigebiet der Suedinsel - die Bevoelkerung von 3000 Einwohnern steigt im Winter auf 20000 - davon kaum einer noch ein Einheimischer, die fliehen alle. Ist um diese Jahreszeit aber ganz nett hier. Und hier gibt es Puzzling World, meine Hauptempfehlung fuer Wanaka: Illusionen, Verwirrung der Sinne, Raetsel und ein 3D Labyrinth, indem ich mich ganz shcoen boese verlaufen habe. Das war toll. Dann noch ne Uebernachtung in den Bergen und nun bin ich in Queenstown. Landschaftlich wunderbar: Berge, Seen, Fluesse, herrlich, die Sonne scheint. Aber total ueberlaufen, denn hier ist Adrenalin City, die Stadt mit dem aeltesten kommerziellen Bungie Centre der Welt, voller Attraktionen und adrenalinsuechtiger Youngsters (bin ich alt?), und natuerlich auch wieder Skigebiet, bin froh dass ich im Sommer hier bin. Ich werd jetzt auch mal losziehen, am See spazieren gehen, angemessene Aktivitaet fuer mein Alter ;o)
Und dann wirds wieder ne Weile ruhig um mich werden, denn von hier aus verschwinde ich ins Fjordland, mal sehen wann ich von da aus wieder auftauche (Tauchen wird so eisig sein, aber ich will ja nicht rumheulen).
Blubb blubb von hier
Dann gehts nach Wanaka, am wunderschoenen Lake Wanaka. Dies ist das kommerziellste Skigebiet der Suedinsel - die Bevoelkerung von 3000 Einwohnern steigt im Winter auf 20000 - davon kaum einer noch ein Einheimischer, die fliehen alle. Ist um diese Jahreszeit aber ganz nett hier. Und hier gibt es Puzzling World, meine Hauptempfehlung fuer Wanaka: Illusionen, Verwirrung der Sinne, Raetsel und ein 3D Labyrinth, indem ich mich ganz shcoen boese verlaufen habe. Das war toll. Dann noch ne Uebernachtung in den Bergen und nun bin ich in Queenstown. Landschaftlich wunderbar: Berge, Seen, Fluesse, herrlich, die Sonne scheint. Aber total ueberlaufen, denn hier ist Adrenalin City, die Stadt mit dem aeltesten kommerziellen Bungie Centre der Welt, voller Attraktionen und adrenalinsuechtiger Youngsters (bin ich alt?), und natuerlich auch wieder Skigebiet, bin froh dass ich im Sommer hier bin. Ich werd jetzt auch mal losziehen, am See spazieren gehen, angemessene Aktivitaet fuer mein Alter ;o)
Und dann wirds wieder ne Weile ruhig um mich werden, denn von hier aus verschwinde ich ins Fjordland, mal sehen wann ich von da aus wieder auftauche (Tauchen wird so eisig sein, aber ich will ja nicht rumheulen).
Blubb blubb von hier
Sunday, February 17, 2008
Von West nach Ost und zurueck - Harwoods Hole, Greymouth, Kaikoura, Arthur's Pass
Oh, mann, soviel aufzuholen. Ich bin ja inzwischen schon in Queenstown, aber ich glaube nicht dass dieser Blogeintrag soweit kommt. Nach dem wunderbaren Asbestos Track sind wir wieder ueber den Takaka Hill zum Harwoods Hole gefahren. Das ist ein Hoehlensystem, dessen Eingang als 50 Meter tiefe Felsschlucht beginnt, von deren Boden es 183 m in die Tiefe geht. Dorthin sind wir also gefahren, und unterwegs an einem kleinen Hippiefestival vorbeigekommen, wo wir Niko (ex-pickled-parrot) trafen. Sie wollte uns ueberreden zu bleiben, aber wir waren ziemlich fertig von all den vorherigen Aktivitaeten und hatten keine Lust. Stattdessen haben wir in dem sehr schoenen Waeldchen rund ums Harwood Hole in den Haengematten gelegen und geschlafen. (Das Gebiet diente als Set fuer die Flucht aus Bree ("Chestnut Forest").) Mehr ging dann auch nicht , doch aus unserer fruehen und geruhsamen Nacht wurde leider nichts, da uns ca. 300 Millionen Muecke ueberfallen und bei lebendigem Leib aufgefressen haben. Um 6 Uhr morgens verlassen wir endlich das Zelt. Der Vorteil: wir sind die ersten und ganz allein am Harwoods Hole (wunderschoene morgendliche Wanderung durch diesen mystischen Wald), wo wir ueber Felsen kraxeln um ganz bis runter gucken zu koennen (geht natuerlich nicht) und Echos hervorlocken. Irre Landschaft. Dann ausgiebiges Arme-Ritter-Fruehstueck (das hat mein Vati manchmal fuer mich gemacht, da musste ich dran denken...) und weiter gehts nach Motueka. Eine weitere der ehemals kleinen, verschlafenen Staedtchen, die inzwischen sehr lebendig sind, voller Cafes und Geschaefte - und Touristen. Aber immer noch sehr schoen. Wir lassen uns von einer netten Lady aus einem Pois&Toys-Geschaeft nen neuen Poitrick zeigen und unterhalten uns mit nem Maori, der Schueler und (Langzeit)-Touristen Maorisprache, -kultur, -tanz, -gesang beibringt. Wenn ich laenger haette, wuerd ich ne Weile hier bleiben und Poitaenze lernen... Schnueff. Naja. Wir goennen uns mal wieder ne Dusche und waschen auch mal Waesche (Mit der Zeit stoert einen das Dreckigsein gar nicht mehr so sehr. Ich kann mir echt nicht vorstellen, in wenigen Wochen geschniegelt und gebuegelt an der Uni rumzuhorsten...) und dann gehts quer durch das Land in Richtung Westkueste. Unterwegs campen wir kurz hinter Wakefield, weil der Ort genauso heisst wie James's Heimatort, und am naechsten Tag schleppen wir uns mal wieder auf dem letzten Tropfen Benzin nach Westport - der Gedanke einen Kanister zu kaufen wird immer attraktiver. Westport ist ein weiterer der 3-Strassen-Orte der Suedinsel, und nicht ganz so schnuckelig - oder liegt das am Regen? Wir laufen einmal kurz durch und fahren dann ans Cape Foulwind, wo wir zu ner Robbenkolonie spazieren und Robben von oben beobachten. Die Babys sind so knuffig, wenn sie auf den Felsen rumkraxeln und runterpurzeln. Von dort aus gehts nach Sueden in Richtung Pancake Rocks. Wir erreichen sie am naechsten Tag - auch wenn weder James und ich uns an den Uebernachtungsort erinnern koennen. Anyway, Punakaiki ist total ueberflutet von Touris, wir horsten also einmal um den Besichtigungspfad herum, schoene Felsen, wildes Meer, fertig. Ach ja, Pancakes weil die Felsen aussehen wie Pfannkuchenstapel (siehe Fotos). Dann gehts weiter nach Sueden. Naechste Station Greymouth. Nicht viel groesser als Westport aber schoener und lebendiger (oder liegt das an der Sonne?). Wir bummeln, schauen dem TransScenic-Zug zu, der hier durchkommt und dann die Alpen ueberquert, trinken Kaffee, essen den besten Cheese Cake und finden einen richtig schoenen Jade-Workshop. Er wird zwar nicht von Maori betrieben, sondern von Pakeha (Vater und Sohn), ist aber trotzdem alles NZ-Jade und nicht von Chinesen aufgekauft und importiert. Wirklich mal ein schoenes Geschaeft.
Und weiter. Die Westkueste der Suedinsel ist eine wunderschoene Landschaft, sie hat jedoch einen gewaltigen Nachteil: Sandflies. Wir sind beide extrem allergisch auf deren Bisse und jucken uns fast zu Tode. Haben inzwischen schon Antihistamin-Pillen gekauft, weil man so viele Bisse gar nicht mit Creme behandeln kann. Wir beschliessen also eine Auszeit und fahren ueber die Alpen nach Osten. Hinzu ueber den Lewis-Pass, eine recht bescheidene, eher huegelige als alpine Landschaft. Man erkennt erst, dass man gerade einen "Pass" ueberquert hat, wenn man rafft, dass sich die Vegetation aendert. Auf der Westseite sind die Alpen mit dichten Bush (=Waldland) bewachsen, auf der Ostseite ist es nur Grasland, und das eher trocken (die Wolken von der Tasman Sea regnen sich ab, und danach faellt der Wind als Foehn auf der anderen seite runter, und macht alles schoen warm...) Wir schlafen in den Alpen am River Hope (Waiau) in einem richtig schoenen Rastplatz. Ich probiere zum ersten mal die Leuchtpois und es ist sooooo cool. Weiter nach Osten machen wir einen kleinen Abstecher zu den wichtigsten (einzigen?) heissen Quellen auf der Suedinseln in Hanmer Springs (Ski- und Erholungsgebiet). Wir gehen aber nicht rein, weil zu sehr auf Touri-Spa gemacht. Landschaftlich schoen, aber der Ort selber eher nicht so. Putu macht mal wieder Probleme (hoert einfach auf zu fahren). Wir haben schon festgestellt dass er kein schlechtes Wetter mag, in nasse (und morgendlichen) Stunden verweigert er schon mal den Dienst. Gutzureden und ne kleine Pause helfen aber, und weil er so lieb ist verzeihen wir natuerlich solche Spirenzchen. Er bringt uns denn auch wohlbehalten bis nach Kaikoura, der Whale-Watching-Zentrale schlechthin, wo wir ne Waltour fuer den naechsten Morgen (6 Uhr!!) buchen. Hier hat sich ne dicke Firma alles aufgekauft, es gibt nur einen Anbieter und der will 130 NZD fuer die Tour! Ist mir gleich unsympathisch, aber nu sind wir einmal hier. Wir spazieren bis zum Ende der Kaikoura Halbinsel - wo man zwischen Robben rumlaufen (oder auch rumrobben) kann. das war so irre. Die gucken aber ganz schoen genervt, wenn man sie bei ihren Nickerchen stoert.
Wir schlafen denn grad vor dem Whaling Centre im Auto (6 Uhr morgens!!), aber nachts hats ein irres Gewitter und ihr ahnt es schon: umsonst aufgestanden, Tour gecancelt. Versuchts mal heut nachmittag. Naja, mehr Schlaf halt, mehr Stadtbummel, Gelegenheit fuer den letzten Blogeintrag. Nachmittags ists auch net besser, also buch ich mal fuer den naechsten Tag, aber unter Vorbehalt. Wir essen Sea Food vom Grill (trampen dafuer ans andere Ende der Halbinsel (Putu ist immer noch als Schlafplatz eingerichtet und daher nicht fahrtauglich) und zurueck, aber lecker...) Kurz vorm Schlafengehen beobachten wir noch n paar Delfine in der Bucht, aber Delfine sind ja meiner Ansicht nach eh ueberschaetzt (Oh die sind ja so knuffig, es ist einfach zu leicht, sie liebzuhaben. Da lob ich mir doch lieber die Seekuh - auch wenn ich immer noch keine live gesehen habe.Also nicht dass ich Delfine hasse, aber man muss es ja nicht uebertreiben.) Nachdem das Wetter am naechsten Tag immer noch nicht besser ist, lass ichs dann doch mit der Waltour. Frueh morgens fahren noch Boote raus und die Leute kommen ziemlich blass und nass zurueck - und freuen sich weil sie 2 (zwei!) Wale gesehen haben (2 Wale fuer 130$?!), nee, du, lass mal. Das klappt auch mal anders. Ausserdem nimmt der Wind zu (30 Knoten mit erwarteten Spitzengeschwindigkeiten von 40 Knoten - wuerd ich ja schon mitmachen aufm Boot, rein aus Spass, aber nich fuer Geld... Also gehts wieder auf die Strasse, zuerst nach Sueden richtung Christchurch (wir haben Hitcher Nr. 4, Carol aus Kalifornien, sehr suess, sehr gespraechig, sehr unterhaltsam, biegen aber vor Christchurch nach Westen ab und fahren auf den Arthur's Pass. Das is schon eher ne alpine Strecke. Steigt erst langsam und dann doch recht heftig an. Da es immer noch regnet - langsam krieg ich schlechte Laune - uebernachten wir fruehzeitig auf einem recht windigen Parkplatz im "Korowai/Torlesse Tussock Land" (ich find den Namen so witzig). Oh, unsere kaelteste Nacht, es war definitiv unter 10 Grad wenn nicht gar unter 5... Gut dass wir den Regen abgewartet haben, denn auf m Pass wollten wir doch lieber mal n bissel Sicht haben. Und wir haben Glueck, die Sonnenstrahlen kitzeln uns wach am naechsten Morgen und unsere kleine Wanderung in Arthur's Pass (hoechstgelegener Ort NZ (924m (jaja, "Alpen" ;)) ist wirklich schoen - Devil's Punchbowl Falls, geile Landschaft und wieder ein bisschen Gelegenheit, um auf Felsen rumzuklettern und Treppen runterzurennen und dabei zu kreischen wie ein Psycho, damit alle beseite gehen und wir niemanden umrennen. hihihi. Aufm Pass machen wir ein paar Fotos (36) von den Keas - den einzigen alpinen Papageien der Welt - um deren rote Federn auf Bild zu kriegen. Sind aber eher erfolglos. Dann gehts nur noch bergab, und schon sind wir wieder an der Westkueste.
So, ich mach hier mal Schluss. Der Rest kommt andermal.
Und weiter. Die Westkueste der Suedinsel ist eine wunderschoene Landschaft, sie hat jedoch einen gewaltigen Nachteil: Sandflies. Wir sind beide extrem allergisch auf deren Bisse und jucken uns fast zu Tode. Haben inzwischen schon Antihistamin-Pillen gekauft, weil man so viele Bisse gar nicht mit Creme behandeln kann. Wir beschliessen also eine Auszeit und fahren ueber die Alpen nach Osten. Hinzu ueber den Lewis-Pass, eine recht bescheidene, eher huegelige als alpine Landschaft. Man erkennt erst, dass man gerade einen "Pass" ueberquert hat, wenn man rafft, dass sich die Vegetation aendert. Auf der Westseite sind die Alpen mit dichten Bush (=Waldland) bewachsen, auf der Ostseite ist es nur Grasland, und das eher trocken (die Wolken von der Tasman Sea regnen sich ab, und danach faellt der Wind als Foehn auf der anderen seite runter, und macht alles schoen warm...) Wir schlafen in den Alpen am River Hope (Waiau) in einem richtig schoenen Rastplatz. Ich probiere zum ersten mal die Leuchtpois und es ist sooooo cool. Weiter nach Osten machen wir einen kleinen Abstecher zu den wichtigsten (einzigen?) heissen Quellen auf der Suedinseln in Hanmer Springs (Ski- und Erholungsgebiet). Wir gehen aber nicht rein, weil zu sehr auf Touri-Spa gemacht. Landschaftlich schoen, aber der Ort selber eher nicht so. Putu macht mal wieder Probleme (hoert einfach auf zu fahren). Wir haben schon festgestellt dass er kein schlechtes Wetter mag, in nasse (und morgendlichen) Stunden verweigert er schon mal den Dienst. Gutzureden und ne kleine Pause helfen aber, und weil er so lieb ist verzeihen wir natuerlich solche Spirenzchen. Er bringt uns denn auch wohlbehalten bis nach Kaikoura, der Whale-Watching-Zentrale schlechthin, wo wir ne Waltour fuer den naechsten Morgen (6 Uhr!!) buchen. Hier hat sich ne dicke Firma alles aufgekauft, es gibt nur einen Anbieter und der will 130 NZD fuer die Tour! Ist mir gleich unsympathisch, aber nu sind wir einmal hier. Wir spazieren bis zum Ende der Kaikoura Halbinsel - wo man zwischen Robben rumlaufen (oder auch rumrobben) kann. das war so irre. Die gucken aber ganz schoen genervt, wenn man sie bei ihren Nickerchen stoert.
Wir schlafen denn grad vor dem Whaling Centre im Auto (6 Uhr morgens!!), aber nachts hats ein irres Gewitter und ihr ahnt es schon: umsonst aufgestanden, Tour gecancelt. Versuchts mal heut nachmittag. Naja, mehr Schlaf halt, mehr Stadtbummel, Gelegenheit fuer den letzten Blogeintrag. Nachmittags ists auch net besser, also buch ich mal fuer den naechsten Tag, aber unter Vorbehalt. Wir essen Sea Food vom Grill (trampen dafuer ans andere Ende der Halbinsel (Putu ist immer noch als Schlafplatz eingerichtet und daher nicht fahrtauglich) und zurueck, aber lecker...) Kurz vorm Schlafengehen beobachten wir noch n paar Delfine in der Bucht, aber Delfine sind ja meiner Ansicht nach eh ueberschaetzt (Oh die sind ja so knuffig, es ist einfach zu leicht, sie liebzuhaben. Da lob ich mir doch lieber die Seekuh - auch wenn ich immer noch keine live gesehen habe.Also nicht dass ich Delfine hasse, aber man muss es ja nicht uebertreiben.) Nachdem das Wetter am naechsten Tag immer noch nicht besser ist, lass ichs dann doch mit der Waltour. Frueh morgens fahren noch Boote raus und die Leute kommen ziemlich blass und nass zurueck - und freuen sich weil sie 2 (zwei!) Wale gesehen haben (2 Wale fuer 130$?!), nee, du, lass mal. Das klappt auch mal anders. Ausserdem nimmt der Wind zu (30 Knoten mit erwarteten Spitzengeschwindigkeiten von 40 Knoten - wuerd ich ja schon mitmachen aufm Boot, rein aus Spass, aber nich fuer Geld... Also gehts wieder auf die Strasse, zuerst nach Sueden richtung Christchurch (wir haben Hitcher Nr. 4, Carol aus Kalifornien, sehr suess, sehr gespraechig, sehr unterhaltsam, biegen aber vor Christchurch nach Westen ab und fahren auf den Arthur's Pass. Das is schon eher ne alpine Strecke. Steigt erst langsam und dann doch recht heftig an. Da es immer noch regnet - langsam krieg ich schlechte Laune - uebernachten wir fruehzeitig auf einem recht windigen Parkplatz im "Korowai/Torlesse Tussock Land" (ich find den Namen so witzig). Oh, unsere kaelteste Nacht, es war definitiv unter 10 Grad wenn nicht gar unter 5... Gut dass wir den Regen abgewartet haben, denn auf m Pass wollten wir doch lieber mal n bissel Sicht haben. Und wir haben Glueck, die Sonnenstrahlen kitzeln uns wach am naechsten Morgen und unsere kleine Wanderung in Arthur's Pass (hoechstgelegener Ort NZ (924m (jaja, "Alpen" ;)) ist wirklich schoen - Devil's Punchbowl Falls, geile Landschaft und wieder ein bisschen Gelegenheit, um auf Felsen rumzuklettern und Treppen runterzurennen und dabei zu kreischen wie ein Psycho, damit alle beseite gehen und wir niemanden umrennen. hihihi. Aufm Pass machen wir ein paar Fotos (36) von den Keas - den einzigen alpinen Papageien der Welt - um deren rote Federn auf Bild zu kriegen. Sind aber eher erfolglos. Dann gehts nur noch bergab, und schon sind wir wieder an der Westkueste.
So, ich mach hier mal Schluss. Der Rest kommt andermal.
Sunday, February 10, 2008
Kiwi! Kayak! Kurioses! - Marlborough Sounds, Abel Tasman, Golden Bay
Faehre Sonntag, 03.02.08 19:00 ab Wellington - an Picton 22:15
Schlafen in Putu, auf dem Marina Parkplatz in Picton und bummeln den naechsten Tag da ein bisschen rum. James findet endlich ne Haengematte aus Fallschirmseide, die sind in NZ so schwer zu kriegen und seine ist irgendwo in der Post verlorengegangen. Dann gehts entlang der Marlborough Sounds (eine Region aus Meerengen, Buchten, Inseln, Bergen, siehe: Google Maps) zum Kenepuru Sound, wo wir Kayaken wollen. Die Strecke ist echt schoen, ueber den Queen Charlotte Drive und die Kenepuru Rd., sehr kurvig aber schoene Aussichten und Waelder und hach ja. Als wir ankommen, ist der Kayakverleih in Portage (3 Haeuser, 4?) schon zu und wir suchen uns einen kleinen DOC-Campingplatz. An diesem Abend wird uns beschert, was kaum einer kriegt: in der Daemmerung laufen zwei kleine Kiwis an uns vorbei! Wir drehen total durch und tanzen und singen - hab ich schon erwaehnt dass ich Kiwi-obsessed bin? So fantastisch. (Unser Tramper nach Nelson am naechsten Tag, Heiko, daempft unsere Stimmung, und meint es koennten auch Wekas gewesen sein, die es auf dem Queen Charlotte Drive massenweise gibt, aber nach Vergleich mehrerer Fotos - und inzwischen auch live-und-direkt-Kontakt mit Wekas - sind wir sicher, dass es keine Wekas waren...) WIR HABEN KIWIS GESEHEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ok, genug der Ueberschwenglichkeit. In der Nacht faengts an zu regnen und die Bedingungen sind nicht Kayaktauglich also wieder zurueck, ab nach Nelson. Unterwegs wechselt das Wetter mal wieder (tut es in NZ staendig, sie sagen, man kann hier 4 Jahreszeiten an einem Tag haben) und wir bereuen, frueh aufgestanden zu sein. Zu spaet nun, also bummeln in Nelson, und weiter nach Marahau, einem der Eintrittspunkte zum Abel Tasman National Park, einem golden-gruenen Kuestenstreifen. Kleiner tip aus der Erfahrung unseres ersten Abends dort: ein scheinbar trockenes Bachbett kann sich mit der Flut in einen Bach verwandeln, also dort nicht das Zelt aufbauen ;) Keine Angst, es hat uns nicht weggespuelt, wir haben waehrend des Abendessens TinyB ans etwas hoeher gelegene Ufer evakuiert.
Nun aber Kayak. Allerdings erst einen Tag spaeter, da alle Kayaks ausgebucht sind. Wir spazieren ein wenig in den Park hinein, haengen in unseren Haengematten rum, und putzen abends ein paar Kayaks fuer ne kostenlose uebernachtung im Nationalpark. Am naechsten Tag gehts also auf zu einer 2-Tages-Tour, und es ist toll. Paddeln, Schwimmen, Schlafen am Strand, Paddeln. Gegen nachmittag spueren wir aber schon dass wir keine Ausdauerspezis sind und freuen uns auf unseren Zeltplatz. Aus sonderbaren Gruenden jedoch paddeln wir daran vorbei, die Straende sehen alle gleich aus und unsere Zeitschaetzung von Anchorage Bay nach Bark Bay ist wohl komplett daneben. Danach kommen aber nur noch Felsen und so quaelen wir uns weiter und weiter und kommen mit letzter Kraft in der Bucht gegenueber Tonga Island an (abends um 6). Wir sind total im Arsch und schlafen bereits 2 Stunden spaeter. Ja, paddeln ist toll, aber auch total schrecklich. vor allem da wir am naechsten Tag den ganzen Weg zurueck muessen. Hier eine kleine Karte, um euch mal die Distanz vor Augen zu fuehren. Auf Tonga Island gibts auch ne Seehundkolonie, aber noch mehr Seemeilen, NOOOOOWAYYY! Also zurueck, mit gelegentlichen kurzen Pausen um die Schultern zu erholen (auauauaua). Trotzdem ist es rueckzu leichter, denn wir haben den wind im ruecken, immer ein Vorteil, im Kayak wie im Leben. Kommen gegen 4 wieder in Marahau an und fluechten so schnell wie moeglich mit unserem Auto, nicht dass wir noch mehr Kayaken muessen. Wir fahren ueber den sehr schoenen Takaka Hill (760m) - und haben kaum noch Benzin. also wird es eine Anfeuerfahrt, wir feuern Putu an, bis zum Gipfel durchzuhalten, und belohnen ihn mit ganglosem Runterrollen auf der anderen Seite. Bummeln ein bisschen durch das sehr schoene (Kuenstler-)Staedtchen Takaka, und fahren zu den stillen Frischwasserquellen (Te Waikoropupu Springs, kurz Pupu Springs) kurz hinter Takaka. Friedlich. ganz in der Naehe bauene wir das Zelt auf und goennen uns eine Runde erholsamen Schlaf.
Es folgt einer der geschaeftigsten Tage, denn wir fahren zuerst zum noerdlichsten Staedtchen auf der Suedinsel - Collingwood - wo wir einen ueber 100 Jahre alten Friedhof besichtigen und selbstgemachte Schokolade in einem pinkigen Haeuschen kaufen (Rosy Glow Chocolaterie). Den Farewell Spit (noerdlichsten Punkt) schenken wir uns, denn nach der Kayaktour wollen wir NICHT wandern, und befahren duerfen den nur touribusse. Also zurueck nach Takaka, dort besichtigen wir ein natuerliches Felslabyrinth, das von einem liebenswerten alten Englaender betrieben wird, und mit ein bisschen Fantasie und Kindlichkeit ist das ganz knuffig. Dann gehts in ne Lachsfarm, wo wir einen Lachs angeln wollen. mit Hilfe eines Paerchens (John und Marie) aus Auckland, die ein paar brocken futter rund um meinen Haken schmeissen, beisst einer innerhalb von 5 minuten. Nicht grade ne bombastische Anglererfahrung - aber, ich habe einen Fisch gefangen. toeten konnte ich ihn mal wieder nicht, auch das erledigt John fuer uns. wir lassen uns den Lachs raeuchern, in Ingwer und Koriander, yummy. Und dann gehts in Cobb Valley, zu einem total unbekannten Wanderweg, dem Asbestos Track. Selbst einige Einheimische in der Region schauten uns fragend an wenn wir uns danach erkundigten. Ich werde hier nicht weiter dazu berichten, denn es ist nicht nur ein wunderschoener 2-stuendiger Wanderweg, sondern es ist auch eine wahre (Liebes-)Geschichte damit verbunden. Allerdings sollte das nicht zu einer der massivbetourten Region werden, nicht in den Lonely Planet kommen, sondern ein Geheimtipp bleiben, daher erzaehl ich euch die Geschichte lieber persoenlich. Wir sind also noch am selben Abend dort gewandert, hatten Salat und unseren Lachs dabei, hatten ein geniales Abendessen und eine nasskalte Nacht in der totalen Einsamkeit. Schoen.
Damit endet mein erstes Suedinsel-Posting. Fuer alle weiteren Abenteuer muss ich erst mal mein Tagebuch aktualisieren, aber dafuer ist ja immer keine Zeit! Fotos muss ich auch noch laden aber dazu komm ich heute nicht.
Ich drueck euch alle, denk oft an euch, einzeln natuerlich ;)
@Diana: haste meine sms bekommen oder gehts dir wie MiPa?
Schlafen in Putu, auf dem Marina Parkplatz in Picton und bummeln den naechsten Tag da ein bisschen rum. James findet endlich ne Haengematte aus Fallschirmseide, die sind in NZ so schwer zu kriegen und seine ist irgendwo in der Post verlorengegangen. Dann gehts entlang der Marlborough Sounds (eine Region aus Meerengen, Buchten, Inseln, Bergen, siehe: Google Maps) zum Kenepuru Sound, wo wir Kayaken wollen. Die Strecke ist echt schoen, ueber den Queen Charlotte Drive und die Kenepuru Rd., sehr kurvig aber schoene Aussichten und Waelder und hach ja. Als wir ankommen, ist der Kayakverleih in Portage (3 Haeuser, 4?) schon zu und wir suchen uns einen kleinen DOC-Campingplatz. An diesem Abend wird uns beschert, was kaum einer kriegt: in der Daemmerung laufen zwei kleine Kiwis an uns vorbei! Wir drehen total durch und tanzen und singen - hab ich schon erwaehnt dass ich Kiwi-obsessed bin? So fantastisch. (Unser Tramper nach Nelson am naechsten Tag, Heiko, daempft unsere Stimmung, und meint es koennten auch Wekas gewesen sein, die es auf dem Queen Charlotte Drive massenweise gibt, aber nach Vergleich mehrerer Fotos - und inzwischen auch live-und-direkt-Kontakt mit Wekas - sind wir sicher, dass es keine Wekas waren...) WIR HABEN KIWIS GESEHEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ok, genug der Ueberschwenglichkeit. In der Nacht faengts an zu regnen und die Bedingungen sind nicht Kayaktauglich also wieder zurueck, ab nach Nelson. Unterwegs wechselt das Wetter mal wieder (tut es in NZ staendig, sie sagen, man kann hier 4 Jahreszeiten an einem Tag haben) und wir bereuen, frueh aufgestanden zu sein. Zu spaet nun, also bummeln in Nelson, und weiter nach Marahau, einem der Eintrittspunkte zum Abel Tasman National Park, einem golden-gruenen Kuestenstreifen. Kleiner tip aus der Erfahrung unseres ersten Abends dort: ein scheinbar trockenes Bachbett kann sich mit der Flut in einen Bach verwandeln, also dort nicht das Zelt aufbauen ;) Keine Angst, es hat uns nicht weggespuelt, wir haben waehrend des Abendessens TinyB ans etwas hoeher gelegene Ufer evakuiert.
Nun aber Kayak. Allerdings erst einen Tag spaeter, da alle Kayaks ausgebucht sind. Wir spazieren ein wenig in den Park hinein, haengen in unseren Haengematten rum, und putzen abends ein paar Kayaks fuer ne kostenlose uebernachtung im Nationalpark. Am naechsten Tag gehts also auf zu einer 2-Tages-Tour, und es ist toll. Paddeln, Schwimmen, Schlafen am Strand, Paddeln. Gegen nachmittag spueren wir aber schon dass wir keine Ausdauerspezis sind und freuen uns auf unseren Zeltplatz. Aus sonderbaren Gruenden jedoch paddeln wir daran vorbei, die Straende sehen alle gleich aus und unsere Zeitschaetzung von Anchorage Bay nach Bark Bay ist wohl komplett daneben. Danach kommen aber nur noch Felsen und so quaelen wir uns weiter und weiter und kommen mit letzter Kraft in der Bucht gegenueber Tonga Island an (abends um 6). Wir sind total im Arsch und schlafen bereits 2 Stunden spaeter. Ja, paddeln ist toll, aber auch total schrecklich. vor allem da wir am naechsten Tag den ganzen Weg zurueck muessen. Hier eine kleine Karte, um euch mal die Distanz vor Augen zu fuehren. Auf Tonga Island gibts auch ne Seehundkolonie, aber noch mehr Seemeilen, NOOOOOWAYYY! Also zurueck, mit gelegentlichen kurzen Pausen um die Schultern zu erholen (auauauaua). Trotzdem ist es rueckzu leichter, denn wir haben den wind im ruecken, immer ein Vorteil, im Kayak wie im Leben. Kommen gegen 4 wieder in Marahau an und fluechten so schnell wie moeglich mit unserem Auto, nicht dass wir noch mehr Kayaken muessen. Wir fahren ueber den sehr schoenen Takaka Hill (760m) - und haben kaum noch Benzin. also wird es eine Anfeuerfahrt, wir feuern Putu an, bis zum Gipfel durchzuhalten, und belohnen ihn mit ganglosem Runterrollen auf der anderen Seite. Bummeln ein bisschen durch das sehr schoene (Kuenstler-)Staedtchen Takaka, und fahren zu den stillen Frischwasserquellen (Te Waikoropupu Springs, kurz Pupu Springs) kurz hinter Takaka. Friedlich. ganz in der Naehe bauene wir das Zelt auf und goennen uns eine Runde erholsamen Schlaf.
Es folgt einer der geschaeftigsten Tage, denn wir fahren zuerst zum noerdlichsten Staedtchen auf der Suedinsel - Collingwood - wo wir einen ueber 100 Jahre alten Friedhof besichtigen und selbstgemachte Schokolade in einem pinkigen Haeuschen kaufen (Rosy Glow Chocolaterie). Den Farewell Spit (noerdlichsten Punkt) schenken wir uns, denn nach der Kayaktour wollen wir NICHT wandern, und befahren duerfen den nur touribusse. Also zurueck nach Takaka, dort besichtigen wir ein natuerliches Felslabyrinth, das von einem liebenswerten alten Englaender betrieben wird, und mit ein bisschen Fantasie und Kindlichkeit ist das ganz knuffig. Dann gehts in ne Lachsfarm, wo wir einen Lachs angeln wollen. mit Hilfe eines Paerchens (John und Marie) aus Auckland, die ein paar brocken futter rund um meinen Haken schmeissen, beisst einer innerhalb von 5 minuten. Nicht grade ne bombastische Anglererfahrung - aber, ich habe einen Fisch gefangen. toeten konnte ich ihn mal wieder nicht, auch das erledigt John fuer uns. wir lassen uns den Lachs raeuchern, in Ingwer und Koriander, yummy. Und dann gehts in Cobb Valley, zu einem total unbekannten Wanderweg, dem Asbestos Track. Selbst einige Einheimische in der Region schauten uns fragend an wenn wir uns danach erkundigten. Ich werde hier nicht weiter dazu berichten, denn es ist nicht nur ein wunderschoener 2-stuendiger Wanderweg, sondern es ist auch eine wahre (Liebes-)Geschichte damit verbunden. Allerdings sollte das nicht zu einer der massivbetourten Region werden, nicht in den Lonely Planet kommen, sondern ein Geheimtipp bleiben, daher erzaehl ich euch die Geschichte lieber persoenlich. Wir sind also noch am selben Abend dort gewandert, hatten Salat und unseren Lachs dabei, hatten ein geniales Abendessen und eine nasskalte Nacht in der totalen Einsamkeit. Schoen.
Damit endet mein erstes Suedinsel-Posting. Fuer alle weiteren Abenteuer muss ich erst mal mein Tagebuch aktualisieren, aber dafuer ist ja immer keine Zeit! Fotos muss ich auch noch laden aber dazu komm ich heute nicht.
Ich drueck euch alle, denk oft an euch, einzeln natuerlich ;)
@Diana: haste meine sms bekommen oder gehts dir wie MiPa?
Saturday, February 2, 2008
Lost Highway - Taranaki - Wellywood
Nein, es geht nicht um David Lynch. Eigentlich heisst der SH43 Forgotton World Highway aber irgendwie sagen alle Lost Highway. Eine Strasse durch das Nirgendwo zwischen Tongariro/National Park und Taranaki. Die Strasse dient als Heritage Trail und ueberall stehen Schilder mit Geschichten aus den Orten der Vergangenheit. Anfangs dachte ich, dass hier Maorigeschichte zu holen ist, aber es geht immer nur um die Pakeha (Weissen), denn die Maori haben dieses Gebiet kaum besiedelt. Hier die Geschichte mit dem Grund dafuer: Der Berg Taranaki an der Westkueste war ein Mitglied des Stamms der Vulkane, die im Zentrum der Nordinsel leben. Doch er verfuehrte die schoene Pihanga, die Frau des Haeuptlings Tongariro, und als Tongariro ihn mit ihr erwischte musste er fliehen. Heute steht er an der Westkueste und verbirgt sein Haupt (meistens) in einer Wolke aus Traenen. Bei seiner Flucht hinterliess Taranaki eine brennende Narbe im Land. Tongariro fuellte die Narbe mit Wasser, um sie abzukuehlen - so entstand der Fluss Whanganui. Die Maori haben das Land zwischen Pihanga und Taranaki nie wirklich besiedelt, da sie eine Wiedervereinigung der beiden Vulkane in einer gigantischen Eruption fuerchteten.
Daher erzaehlt der Lost Highway viele Geschichten ueber die Versuche der Pakeha, das Land zu besiedeln, Strassen ueber die Bergruecken zu bauen, etc. Unteranderem gibt es hier die Republik Whangamomoana, ein kleines Nest, indem nur noch 40 Leute leben - der Dorfpub war jedoch brechend voll. Republik ist uebrigens ernst gemeint: als 1988 die ganze Region umstrukturiert werden sollte wollten die Bewohner entgegen der amtlichen Entscheidung im Taranaki District bleiben, und erklaerten sich, als ihre Einwaende ungehoert blieben, kurzerhand zu einer Republik. Man kann heute noch Visa kriegen, auch wenn das alles in Wirklichkeit nur fuer 1 Tag rechtswirksam war. Am Abend erreichten wir Mt. Taranaki. Ein echter Postkartenberg, nicht jedoch am naechsten Morgen, als wir auf ihm rumwandern wollen: es ist mal wieder neblig und nass und eklig und man kann nicht mal den Fuss des Berges sehen. Also skip Taranaki und straight to Parihaka. Das ist ein Pa (Maorisiedlung) mit grosser Geschichte. Wir sind ueber einen Song daraufgestossen (The Herbs & Tim Finn: Parihaka - suche noch immer nach nem Link), es geht um friedliche Revolution und Freiheit usw. Bitte lest erst mal hier http://en.wikipedia.org/wiki/Parihaka, dann muss ich nicht alles selber schreiben. Jedenfalls finden wir also das Dorf (das Peace Festival ist seit ein paar Tagen vorbei und Parihaka verschwindet wieder (keine Strassenschilder...) und wollen da vielleicht jemanden treffen der uns ein bisschen was erzaehlt, ins Marae einlaedt, usw. Das Dorf wirkt jedoch ganz sonderbar, wir treffen nur Kinder - und fuehlen uns wie in einem bizarren Film. Nach einer Weile erfahren wir schliesslich, dass die Erwachsenen in einer Dorfversammlung sind, und wie immer ist unser Timing perfekt: die meisten Menschen haben Parihaka verlassen und leben inzwischen in New Plymouth. Einmal im Monat kommen sie zu einer Geschichtsbewahrenden Versammlung zusammen, und die ist gerade wenn wir da sind. Wir finden den Kaumatua, der sich fuer uns die Zeit nimmt, die Geschichte der friedlichen Revolution und der Propheten Te Whiti und Tohu (tatsaechlich ist der Kaumatua ein direkter Nachfahre Te Whitis). Klasse. Leider muessen die Elders wieder los, weil sie noch nach New Plymouth muessen, daher werden wir auch nicht ins Marae eingeladen (Maori-Versammlungshaus, das man nur auf ausdrueckliche Einladung hin betreten darf). Trotzdem sehr intensiv, weil direkt, lebendig, echt.
Nach all der Landesinnerenerfahrung sind wir nun also wieder an der Kueste wo wir uns eine Reihe schoener Sonnenuntergaenge goennen. Wir lassens locker angehen, geniessen die Sonne, schwimmen. Ausserdem waren wir in Wanganui, einem suessen Staedtchen am Fluss Whanganui, wo wir wieder ein bisschen bummeln und den lokalen Teenies dabei zuschauen, wie sie von der Bruecke in den Fluss springen - in Deutschland wuerde jeder zweite Autofahrer anhalten und den kids erzaehlen, dass sie das zu lassen haetten, wegen Gefahr und so. oder habt ihr schon mal kinder von bruecken springen sehen? Gegen Abend haben wir endlich unseren ersten Hitchhiker aufgegabelt. Auf der ganzen Nordinsel haben wir nur zwei gesehen, und bei der ersten hab ich zu spaet reagiert, als wir gewendet hatten, hatte schon ein anderes Auto angehalten. Nu, aber jetzt. Er hiess John (18) aus Schweden und wollte nach Wellington. Wir haben ihn mitgenommen und ihm dann eroeffnet, dass wir erst morgen nach Welly fahren und heute noch am Strand uebernachten, er aber herzlich eingeladen ist, mit uns zu essen, in Putu zu schlafen usw. Er war anfangs etwas irritiert aber dann wurde es doch sehr lustig, immerhin war er grad ne Woche in NZ, da kann mans ruhig langsam angehen lassen. Ausserdem hatte er so die Moeglichkeit, sein erstes Mal dieses Jahr schwimmen zu gehen. Und er hatte mit Putu in dieser Nacht echt das bessere Bett, abends wurde es so stuermisch, dass es uns das Zelt ueberm Kopf weggeweht hat und wir umziehen mussten, um einen geschuetzteren Platz zu finden.
Und dann waren wir auch schon in Wellington, waren bummeln und sassen in Cafes, haben uns mit drei Ex-Pickled-Parrot-Bewohnerinnen getroffen und haben Pois gekauft - @Iris : Ja, ich versuche nun doch mein Glueck, aber es geht nicht leicht, das kann ich dir sagen. Wellington ist schoener als Auckland, alternativ, jung, lebendig. Und KLEIN (250.000 Einwohner!). So hat man all das Leben der Grossstadt und ist in ner halben Stunde schon wieder an einsamen Straenden. Die erste Nacht haben wir in Putu auf dem Lookout auf dem Mt. Victoria geschlafen. Schoene Aussicht, aber der Nachteil: Am naechsten Morgen wachte ich um 6 auf, weil jemand kontinuierlich " HEADS SHOULDERS KNEES FEET SHOULDERS KNEES FEET HEAD ..." rief. Das waren die Vorderarbeitfitnessfreaks und ihr trainer, die hier erwaermung machten und dann auf dem lookout rumjoggten. Da lagen wir also, Kofferraumklappe offen, kippe und cookies im Mund und schauten ihnen beim Sichquaelen zu. Das war lustig... Dann waren wir in ner oeffentlichen Dusche duschen - die ganzen oeff.sanis sind durch die Bank angenehm, sauber und kostenlos, ganz anders als in D. Anyway, kurz zuvor haben wir mal wieder die AA (=ADAC) benoetigt, denn dummerweise waren die tueren des Autos zu und der schluessel noch drin (@Jan, der ist fuer dich ;). Diese Mitgliedschaft hat sich bisher schon echt gelohnt. Nach einem ausgiebigen Fruehstueck am Strand waren wir dann im renommiertesten Museum NZs, Te Papa, und haben uns interaktiv ueber Vulkane, Erdbeben und die Tierwelt informiert. Das war ein Stockwerk, die anderen haben wir nicht geschafft, soviel Info und soooo riesig (und ich werd wohl auch den Maoriteil nicht zu sehen bekommen, weil ich mich bei Sonne einfach keine Stunden im Museum rumtreiben will - naechstes mal). nach noch ein bisschen bummeln und kaffeetrinken fahren wir gegen Abend Richtung Sueden, um am naechsten Morgen eine Seehundkolonie suedwestlich von Welly aufzusuchen. Leider ist mein Auto nicht Offroadtauglich (auch wenn sonst das beste ever!) und die strasse war noch nicht fertig, daher haben wir am dann irgendwo am Strand geschlafen und es am naechsten Morgen auch bleiben lassen, weil es soooooo heiss war dass wir keinen Bock auf 3h Wanderung hatten. War wohl gut so, denn wie wir spaeter erfahren, ist das nur Maennchenkolonie, und die muessen um die Jahreszeit ihre Familien ernaehren, die in einer anderen Kolonie im Osten leben, und sind daher sowieso nie zuhause, sondern auf der Jagd. Und auf der Suedinsel kann man auch noch Robben sehen, also was solls. Nach nem faulen Morgen am Strand gabs wieder in bissi Sightbummeln in Welly, vor allem im botanischen Garten und abends hab ich mich dann mit ner Flugzeugbekanntschaft und ihrem Freund getroffen (Anne & Tom, DANKE fuer alles!!!), die uns grad in ihr Haus eingeladen haben. Das liegt voll schoen mitten im gruenen am Hang mit Blick auf die Bucht und ist gleichzeitig nur 5 min vom Zentrum entfernt. Geile Stadt! Den naechsten Tag lieg ich mit Kopfweh flach, daher war ich ganz faul. Anne und Tom arbeiten bei Weta (LOTR-Fans wissen bescheid) und sind Grafikdesigner, ist die Welt nicht klein. Haben natuerlich einige nette Insidergeschichten drauf. Dieses Wochenende war grosses Rugby-Event in Welly (Sevens) und die ganze Stadt war total verrueckt. Die Wellingtonesen verkleiden sich wohl zu so ziemlich jeder Gelegenheit und da waren sie massenweise in Kostuemen, in den Kneipen auf den Strassen und betrunken um 1. Wir haben uns mit einer weiteren Flughafenbekanntschaft von Anne in einer Kneipe getroffen und hatten einen superwitzigen Nachmittag mit ganz vielen Locals. Daher eben auch kein Museum mehr, denn so ein bisschen echtes Leben ist doch auch einiges wert.
derzeit warte ich auf James, der die letzten Tage auf nem Festival in Rotovegas (Rotorua im Volksmund) war und sobald der zurueck ist heute abend gehts mit der Faehre auf die Suedinsel. Bin gespannt.
Fotos: http://picasaweb.google.com/Celebdae13/WestCoastWellington
END OF NORTH ISLAND REPORT
p.s. fuer LOTR-Location-Sucher: die einzigen Staetten die ich hier gesehen habe ist das Kino, wo die Premiere war und das Set Flucht aus dem Auenland (wo sie sich vor dem schwarzen Reiter unter ner Wurzel verstecken) (Mt. victoria). Die Sets sind eh alle wieder in Urzustand zurueckversetzt worden, und ich will hier auch nicht total geeky rumhorsten. Es gibt auch Touren, aber ich bin nicht der Typ der wie ein Depp vor dem Chocolate Fish Cafe steht und Fotos macht nur weil Eliah Wood hier gerne gegessen hat. Wenn ich auf meiner Tour an ner Landschaft vorbeikomme, die als Set verwendet wurde, guck ich schon mal hin, aber ich schaff eh schon zu wenige Orte, da is mir zu stressig, nach denen Ausschau zu halten.
Daher erzaehlt der Lost Highway viele Geschichten ueber die Versuche der Pakeha, das Land zu besiedeln, Strassen ueber die Bergruecken zu bauen, etc. Unteranderem gibt es hier die Republik Whangamomoana, ein kleines Nest, indem nur noch 40 Leute leben - der Dorfpub war jedoch brechend voll. Republik ist uebrigens ernst gemeint: als 1988 die ganze Region umstrukturiert werden sollte wollten die Bewohner entgegen der amtlichen Entscheidung im Taranaki District bleiben, und erklaerten sich, als ihre Einwaende ungehoert blieben, kurzerhand zu einer Republik. Man kann heute noch Visa kriegen, auch wenn das alles in Wirklichkeit nur fuer 1 Tag rechtswirksam war. Am Abend erreichten wir Mt. Taranaki. Ein echter Postkartenberg, nicht jedoch am naechsten Morgen, als wir auf ihm rumwandern wollen: es ist mal wieder neblig und nass und eklig und man kann nicht mal den Fuss des Berges sehen. Also skip Taranaki und straight to Parihaka. Das ist ein Pa (Maorisiedlung) mit grosser Geschichte. Wir sind ueber einen Song daraufgestossen (The Herbs & Tim Finn: Parihaka - suche noch immer nach nem Link), es geht um friedliche Revolution und Freiheit usw. Bitte lest erst mal hier http://en.wikipedia.org/wiki/Parihaka, dann muss ich nicht alles selber schreiben. Jedenfalls finden wir also das Dorf (das Peace Festival ist seit ein paar Tagen vorbei und Parihaka verschwindet wieder (keine Strassenschilder...) und wollen da vielleicht jemanden treffen der uns ein bisschen was erzaehlt, ins Marae einlaedt, usw. Das Dorf wirkt jedoch ganz sonderbar, wir treffen nur Kinder - und fuehlen uns wie in einem bizarren Film. Nach einer Weile erfahren wir schliesslich, dass die Erwachsenen in einer Dorfversammlung sind, und wie immer ist unser Timing perfekt: die meisten Menschen haben Parihaka verlassen und leben inzwischen in New Plymouth. Einmal im Monat kommen sie zu einer Geschichtsbewahrenden Versammlung zusammen, und die ist gerade wenn wir da sind. Wir finden den Kaumatua, der sich fuer uns die Zeit nimmt, die Geschichte der friedlichen Revolution und der Propheten Te Whiti und Tohu (tatsaechlich ist der Kaumatua ein direkter Nachfahre Te Whitis). Klasse. Leider muessen die Elders wieder los, weil sie noch nach New Plymouth muessen, daher werden wir auch nicht ins Marae eingeladen (Maori-Versammlungshaus, das man nur auf ausdrueckliche Einladung hin betreten darf). Trotzdem sehr intensiv, weil direkt, lebendig, echt.
Nach all der Landesinnerenerfahrung sind wir nun also wieder an der Kueste wo wir uns eine Reihe schoener Sonnenuntergaenge goennen. Wir lassens locker angehen, geniessen die Sonne, schwimmen. Ausserdem waren wir in Wanganui, einem suessen Staedtchen am Fluss Whanganui, wo wir wieder ein bisschen bummeln und den lokalen Teenies dabei zuschauen, wie sie von der Bruecke in den Fluss springen - in Deutschland wuerde jeder zweite Autofahrer anhalten und den kids erzaehlen, dass sie das zu lassen haetten, wegen Gefahr und so. oder habt ihr schon mal kinder von bruecken springen sehen? Gegen Abend haben wir endlich unseren ersten Hitchhiker aufgegabelt. Auf der ganzen Nordinsel haben wir nur zwei gesehen, und bei der ersten hab ich zu spaet reagiert, als wir gewendet hatten, hatte schon ein anderes Auto angehalten. Nu, aber jetzt. Er hiess John (18) aus Schweden und wollte nach Wellington. Wir haben ihn mitgenommen und ihm dann eroeffnet, dass wir erst morgen nach Welly fahren und heute noch am Strand uebernachten, er aber herzlich eingeladen ist, mit uns zu essen, in Putu zu schlafen usw. Er war anfangs etwas irritiert aber dann wurde es doch sehr lustig, immerhin war er grad ne Woche in NZ, da kann mans ruhig langsam angehen lassen. Ausserdem hatte er so die Moeglichkeit, sein erstes Mal dieses Jahr schwimmen zu gehen. Und er hatte mit Putu in dieser Nacht echt das bessere Bett, abends wurde es so stuermisch, dass es uns das Zelt ueberm Kopf weggeweht hat und wir umziehen mussten, um einen geschuetzteren Platz zu finden.
Und dann waren wir auch schon in Wellington, waren bummeln und sassen in Cafes, haben uns mit drei Ex-Pickled-Parrot-Bewohnerinnen getroffen und haben Pois gekauft - @Iris : Ja, ich versuche nun doch mein Glueck, aber es geht nicht leicht, das kann ich dir sagen. Wellington ist schoener als Auckland, alternativ, jung, lebendig. Und KLEIN (250.000 Einwohner!). So hat man all das Leben der Grossstadt und ist in ner halben Stunde schon wieder an einsamen Straenden. Die erste Nacht haben wir in Putu auf dem Lookout auf dem Mt. Victoria geschlafen. Schoene Aussicht, aber der Nachteil: Am naechsten Morgen wachte ich um 6 auf, weil jemand kontinuierlich " HEADS SHOULDERS KNEES FEET SHOULDERS KNEES FEET HEAD ..." rief. Das waren die Vorderarbeitfitnessfreaks und ihr trainer, die hier erwaermung machten und dann auf dem lookout rumjoggten. Da lagen wir also, Kofferraumklappe offen, kippe und cookies im Mund und schauten ihnen beim Sichquaelen zu. Das war lustig... Dann waren wir in ner oeffentlichen Dusche duschen - die ganzen oeff.sanis sind durch die Bank angenehm, sauber und kostenlos, ganz anders als in D. Anyway, kurz zuvor haben wir mal wieder die AA (=ADAC) benoetigt, denn dummerweise waren die tueren des Autos zu und der schluessel noch drin (@Jan, der ist fuer dich ;). Diese Mitgliedschaft hat sich bisher schon echt gelohnt. Nach einem ausgiebigen Fruehstueck am Strand waren wir dann im renommiertesten Museum NZs, Te Papa, und haben uns interaktiv ueber Vulkane, Erdbeben und die Tierwelt informiert. Das war ein Stockwerk, die anderen haben wir nicht geschafft, soviel Info und soooo riesig (und ich werd wohl auch den Maoriteil nicht zu sehen bekommen, weil ich mich bei Sonne einfach keine Stunden im Museum rumtreiben will - naechstes mal). nach noch ein bisschen bummeln und kaffeetrinken fahren wir gegen Abend Richtung Sueden, um am naechsten Morgen eine Seehundkolonie suedwestlich von Welly aufzusuchen. Leider ist mein Auto nicht Offroadtauglich (auch wenn sonst das beste ever!) und die strasse war noch nicht fertig, daher haben wir am dann irgendwo am Strand geschlafen und es am naechsten Morgen auch bleiben lassen, weil es soooooo heiss war dass wir keinen Bock auf 3h Wanderung hatten. War wohl gut so, denn wie wir spaeter erfahren, ist das nur Maennchenkolonie, und die muessen um die Jahreszeit ihre Familien ernaehren, die in einer anderen Kolonie im Osten leben, und sind daher sowieso nie zuhause, sondern auf der Jagd. Und auf der Suedinsel kann man auch noch Robben sehen, also was solls. Nach nem faulen Morgen am Strand gabs wieder in bissi Sightbummeln in Welly, vor allem im botanischen Garten und abends hab ich mich dann mit ner Flugzeugbekanntschaft und ihrem Freund getroffen (Anne & Tom, DANKE fuer alles!!!), die uns grad in ihr Haus eingeladen haben. Das liegt voll schoen mitten im gruenen am Hang mit Blick auf die Bucht und ist gleichzeitig nur 5 min vom Zentrum entfernt. Geile Stadt! Den naechsten Tag lieg ich mit Kopfweh flach, daher war ich ganz faul. Anne und Tom arbeiten bei Weta (LOTR-Fans wissen bescheid) und sind Grafikdesigner, ist die Welt nicht klein. Haben natuerlich einige nette Insidergeschichten drauf. Dieses Wochenende war grosses Rugby-Event in Welly (Sevens) und die ganze Stadt war total verrueckt. Die Wellingtonesen verkleiden sich wohl zu so ziemlich jeder Gelegenheit und da waren sie massenweise in Kostuemen, in den Kneipen auf den Strassen und betrunken um 1. Wir haben uns mit einer weiteren Flughafenbekanntschaft von Anne in einer Kneipe getroffen und hatten einen superwitzigen Nachmittag mit ganz vielen Locals. Daher eben auch kein Museum mehr, denn so ein bisschen echtes Leben ist doch auch einiges wert.
derzeit warte ich auf James, der die letzten Tage auf nem Festival in Rotovegas (Rotorua im Volksmund) war und sobald der zurueck ist heute abend gehts mit der Faehre auf die Suedinsel. Bin gespannt.
Fotos: http://picasaweb.google.com/Celebdae13/WestCoastWellington
END OF NORTH ISLAND REPORT
p.s. fuer LOTR-Location-Sucher: die einzigen Staetten die ich hier gesehen habe ist das Kino, wo die Premiere war und das Set Flucht aus dem Auenland (wo sie sich vor dem schwarzen Reiter unter ner Wurzel verstecken) (Mt. victoria). Die Sets sind eh alle wieder in Urzustand zurueckversetzt worden, und ich will hier auch nicht total geeky rumhorsten. Es gibt auch Touren, aber ich bin nicht der Typ der wie ein Depp vor dem Chocolate Fish Cafe steht und Fotos macht nur weil Eliah Wood hier gerne gegessen hat. Wenn ich auf meiner Tour an ner Landschaft vorbeikomme, die als Set verwendet wurde, guck ich schon mal hin, aber ich schaff eh schon zu wenige Orte, da is mir zu stressig, nach denen Ausschau zu halten.
Friday, January 25, 2008
Aktivitaeten und Geschichten - Taupo, Rotorua, Tongariro
Wir haben vom Nordland zu diesem Punkt 20 Tage gebraucht. die meisten Backpacker die wir bisher getroffen haben, reisen Auckland - Northland - Rotorua/Taupo, daher ist unser Weg ein ganz spezieller (wie koennte es anders sein ;o) und dauert eben ein bisschen laenger. Es ist noch immer grau, daher schlafen wir nochmal im Auto bevor wir Taupo ereichen. Der See ist wunderschoen, riesig, dunkelblau (zumindest zu dem Zeitpunkt zu dem wir ihn sehen). Die Stadt nicht so - nicht so blau, nicht gross und vor allem nicht so schoen - ist halt wieder ein Tourizentrum, voller Menschen und Attraktionen. Wir bummeln ein bisschen, schauen uns die Huka Falls an (aergern die anderen Leute indem wir 20 Minuten in einem beliebten Fotomotiv sitzen und rasten ;op) und fahren zu den Craters of the Moon (einem kleinen geothermisch-aktiven Tal) aber da NZ inzwischen absolut jedes dampfende Loch zu einer Bezahlattraktion gemacht hat schauen wir lieber von einem ehemaligen Aussichtspunkt von weitem drauf. Ehemalig weil er zwar noch im Lonely Planet zum Fotosmachen empfohlen wird, inzwischen aber mit einem NO ENTRY Schild versehen ist, man will ja schliesslich Geld, bevor man den Leuten die Groesse der Attraktion zeigt (Rundweg max. 10 Minuten ;) Den Rest des Nachmittags chillen wir unter Baeumen und backen unser Maoribrot (in Oel gebratener weissmehlteig, eignet sich gut fuer campingkocher). Schlafen tun wir auf nem kostenlosen Campingplatz grad ausserhalb von Taupo (Reids Farm). Wurde uns als Hippiekommune empfohlen, ist es aber nicht wirklich. Ja es gibt langzeitcamper hier, aber was an denen hippie sein soll keine Ahnung (James: "Das zeigt nur wieder dass das Wort Hippie heutzutage ueberhaupt nichts bedeutet und in den meisten Faellen eher als Beleidigung zu verstehen ist.") Ausfuerhliche Beschreibung eines ereignislosen Tags, gell? Aber wir haben auch was gemacht in Taupo: Wir sind mit dem Kayak auf den See gefahren und haben uns die Maori Rock Carvings (Felsschnitzereien) angeschaut. Wir sind mit einem sehr liebenswerten Guide (Brian, urspruenglich aus England, ehemals Lehrer, jetzt Geschichtenerzaehler und Kayaktourguide) rausgefahren, und da das Wetter nicht so prall war, warens nur wir zwei und er, wirklich gemuetlich. die Carvings sind sehr beeindruckend und mein Tagebuch enthaelt vier Seiten voller Geschichten dazu. Hauptsaechlich zeigen die Carvings Ngatoroirangi und den Taniwha. Ngatoroirangi war der "Schamane" und Navigator des immigrational Kanus, das die Staemme der Region nach Neuseeland brachte. (Die Staemme Neuseelands (Iwi) gehen immer auf eines der grossen Kanus (Waka) zurueck, das die Vorfahren von Hawaiiki nach Aotearoa brachte. Der Haeuptling und der Zauberer des Wakas sind wichtige Schutzgeister des Stammes.) Der Taniwha ist eine mythische Figur in Drachen-/Wal-Erscheinung, ein Wasserwesen, das einerseits eine Schutzfunktion fuer den ihm zugeordneten Stamm oder ein bestimmtes Gebiet hat und andererseits auch ein Monster ist, das Menschen angreift (siehe http://en.wikipedia.org/wiki/Taniwha).
Der Zauberer soll den See und die hier lebenden Menschen vor dem Taniwha bewahren, und der Taniwha soll die Carvings und das Land vor den Menschen bewahren. Es gibt auch ein Bild von der Prinzessin vom See, deren Stamm eines Tages von einem noerdlichen Iwi angegriffen wurde. Ihr Mann befahl ihr, sich schwimmend zu retten und sie schwamm durch den gesamten See und blieb die einzige Ueberlebende des Angriffs. Geschichten, so viele Geschichten.
Das war alles sehr beeindruckend, vor allem da die Meister, die diese Kunstwerke 1983 schufen, vorher nur Holz bearbeitet haben (Daher Felsschnitzereien)... Anyway, nach 4 Stunden Kayak und Geschichten bummeln wir noch einen halben Tag und brechen dann auf Richtung Rotorua, schauen uns unterwegs ein paar geothermische Zentren an (alle zu teuer) und campen im Regen kurz vor unserem Ziel. Da das Zelt gegen Morgen ziemlich durchnaesst ist, haben wir einen ganzen Morgen mit wenig Leuten auf den Strassen fuer Kaffee und Bummeln, dann bringen wir Putu mal wieder zum Autodoc, da seine Ruecklichter nicht funzen, ist aber in zehn Minuten erledigt, und jetzt haben wir ploetzlich auch Licht im Amatourenbrett. Wie doch alles zusammenhaengt. Wir checken im Spa Lodge Hostel ein, spielen ne Runde Monopoly (wie lange ist das her...) und trocknen Zelt und Schlafsaecke, bummeln wieder ne Runde als der Regen aufhoert. (Noch ne Geschichte: In Rotorua gibt es einen kochenden See. Vor Zeiten war dies ein normaler See, in dem ein Maorimaedchen jeden Tag badete. Eines Tages kam der Taniwha vom Grund des Sees und nahm sie mit sich. Der Mann des Maedchens schrie zu den Goettern, die den Taniwha bestraften indem sie den See zum kochen brachten. Seitdem dampft der See, und keiner kann mehr darin baden.) Abends haben wir einen der wichtigsten Kiwifilme angeschaut: Once were Warriors (http://imdb.com/title/tt0110729/), der war ganz schoen heftig aber definitiv empfehlenswert. Da Rotorua eines der wichtigsten Tourizentren NZs ist, beschliessen wir, hier unser schlimmstes Touriding zu machen und suchen einen der Maori Heritage Parks auf, Te Puia, einer Mischung aus Maorikulturmuseum und Geotherme. Wir sehen ein Maoritanzkonzert (ich glaub ich muss mir doch Pois kaufen und lernen damit umzugehen auch wenns lange dauert, es sieht einfach so cool aus), Blubberschlamm und den Geysir Pohutu, der bis zu 30 m hoch sein kann. So bringen wir den groessten Teil des Tages rum, auch wenn wir lieber "RealLife"-Maori-Kultur erleben wuerden, aber dazu werd ich mir auf der Suedinsel Homestays suchen. Im Souvenirshop hab ich mir noch ein Maorilegendenbuch gekauft, und spaeter festgestellt, dass es auf Maori (und Englisch) ist. Versuche jetzt was zu lernen, aber geht echt nicht leicht...
So, Kayak und Touritours, aber das wars noch nicht mit den Aktivitaeten. Am naechsten Tag war ich Zorbing. Beim Zorbing rollt man in einer 4-Meter-Plastikkugel einen Huegel hinunter. Dabei ist man festgeschnallt, so dass man sich nicht den Hals bricht, und dann gehts rund :o) Das war lustig. (Ich dachte mir halt, wenn ich mir den ganzen Kiwi-Adrenalinspass (Bungy und Skydive) spare, dann wenigstens das...) Danach waren wir noch in ein paar Stunden in der Kletterhalle, und obwohl meine Haende immer noch schweissnass sind wenn ich nur hochgucke, bin ich doch jede Wand die ich in Angriff genommen habe, bis ganz hoch gehorstet, sogar den Kamin, der war echt hart - also fuer mich zumindest. Abends sind wir dann rund um die Westseite von Lake Taupo zum Tongariro-Nationalpark gefahren und haben direkt im Eingang zum Tongariro-Crossing gezeltet. Darueber haben sich die 6Uhr-Crossing-Bewanderer koestlich amuesiert. Nach einem ausgiebigen Fruehstueck haben wir uns dann also in den Nationalpark aufgemacht, allerdings schenken wir uns die komplette Strecke des Tongariro Crossing, denn nur weil es alle machen, muessen wir das noch lange nicht auch tun. Wir wandern also entspannten Schrittes und werden von allen ueberholt, aber trotz meiner alten Raucherlunge, die schnauft wie eine Dampflock, hab ich dann doch die Haelfte der Ueberholer auf der Teufelsleiter wieder eingeholt und war ganz stolz auf mich. Dann sind wir auf den Ngauruhoe gestiegen (LOTR-Fans: Mount Doom) und haben oben auf einem Dampfauslass gesessen, um uns zu waermen. Leider war das Wetter noch immer nicht besser, d.h. die gesamte Besteigung erfolgte im Nebel und ich konnte nichts vom Lake Taupo, den Emerald Lakes und den anderen Vulkanen sehen. James war im Fruehling schon mal hier und hat mir wunderbare Fotos gezeigt, aber ich hatte mal wieder das Brett. Die Besteigung war trotzdem der Hammer, soooooo steil und rutschig. Die meisten leute nutzen als Abstieg die Schlitterbahn und rennen und rutschen eher als dass sie steigen. das fanden aber meine Knie nicht so lustig daher sind wir die Felsen runter und haben ungefaehr zehnmal solang gebraucht wie alle andern. Nach einem ausgiebigen Picknick und kurzen Nickerchen sind wir schoen langsam wieder zurueckgewandert - und haben insgesamt genauso lang gebraucht, wie durchschnittlich die gesamte Tour dauert. Wie wir das hingekriegt haben weiss ich allerdings auch nicht.
Und damit war unsere Zeit im Herzen der Nordinsel auch schon um, als naechstes steht der Forgotten World Highway auf dem Programm, der uns an die Westkueste fuehrt. Dazu aber ein andermal mehr.
Pics in http://picasaweb.google.de/Celebdae13/DasHerzDerNordinsel
Der Zauberer soll den See und die hier lebenden Menschen vor dem Taniwha bewahren, und der Taniwha soll die Carvings und das Land vor den Menschen bewahren. Es gibt auch ein Bild von der Prinzessin vom See, deren Stamm eines Tages von einem noerdlichen Iwi angegriffen wurde. Ihr Mann befahl ihr, sich schwimmend zu retten und sie schwamm durch den gesamten See und blieb die einzige Ueberlebende des Angriffs. Geschichten, so viele Geschichten.
Das war alles sehr beeindruckend, vor allem da die Meister, die diese Kunstwerke 1983 schufen, vorher nur Holz bearbeitet haben (Daher Felsschnitzereien)... Anyway, nach 4 Stunden Kayak und Geschichten bummeln wir noch einen halben Tag und brechen dann auf Richtung Rotorua, schauen uns unterwegs ein paar geothermische Zentren an (alle zu teuer) und campen im Regen kurz vor unserem Ziel. Da das Zelt gegen Morgen ziemlich durchnaesst ist, haben wir einen ganzen Morgen mit wenig Leuten auf den Strassen fuer Kaffee und Bummeln, dann bringen wir Putu mal wieder zum Autodoc, da seine Ruecklichter nicht funzen, ist aber in zehn Minuten erledigt, und jetzt haben wir ploetzlich auch Licht im Amatourenbrett. Wie doch alles zusammenhaengt. Wir checken im Spa Lodge Hostel ein, spielen ne Runde Monopoly (wie lange ist das her...) und trocknen Zelt und Schlafsaecke, bummeln wieder ne Runde als der Regen aufhoert. (Noch ne Geschichte: In Rotorua gibt es einen kochenden See. Vor Zeiten war dies ein normaler See, in dem ein Maorimaedchen jeden Tag badete. Eines Tages kam der Taniwha vom Grund des Sees und nahm sie mit sich. Der Mann des Maedchens schrie zu den Goettern, die den Taniwha bestraften indem sie den See zum kochen brachten. Seitdem dampft der See, und keiner kann mehr darin baden.) Abends haben wir einen der wichtigsten Kiwifilme angeschaut: Once were Warriors (http://imdb.com/title/tt0110729/), der war ganz schoen heftig aber definitiv empfehlenswert. Da Rotorua eines der wichtigsten Tourizentren NZs ist, beschliessen wir, hier unser schlimmstes Touriding zu machen und suchen einen der Maori Heritage Parks auf, Te Puia, einer Mischung aus Maorikulturmuseum und Geotherme. Wir sehen ein Maoritanzkonzert (ich glaub ich muss mir doch Pois kaufen und lernen damit umzugehen auch wenns lange dauert, es sieht einfach so cool aus), Blubberschlamm und den Geysir Pohutu, der bis zu 30 m hoch sein kann. So bringen wir den groessten Teil des Tages rum, auch wenn wir lieber "RealLife"-Maori-Kultur erleben wuerden, aber dazu werd ich mir auf der Suedinsel Homestays suchen. Im Souvenirshop hab ich mir noch ein Maorilegendenbuch gekauft, und spaeter festgestellt, dass es auf Maori (und Englisch) ist. Versuche jetzt was zu lernen, aber geht echt nicht leicht...
So, Kayak und Touritours, aber das wars noch nicht mit den Aktivitaeten. Am naechsten Tag war ich Zorbing. Beim Zorbing rollt man in einer 4-Meter-Plastikkugel einen Huegel hinunter. Dabei ist man festgeschnallt, so dass man sich nicht den Hals bricht, und dann gehts rund :o) Das war lustig. (Ich dachte mir halt, wenn ich mir den ganzen Kiwi-Adrenalinspass (Bungy und Skydive) spare, dann wenigstens das...) Danach waren wir noch in ein paar Stunden in der Kletterhalle, und obwohl meine Haende immer noch schweissnass sind wenn ich nur hochgucke, bin ich doch jede Wand die ich in Angriff genommen habe, bis ganz hoch gehorstet, sogar den Kamin, der war echt hart - also fuer mich zumindest. Abends sind wir dann rund um die Westseite von Lake Taupo zum Tongariro-Nationalpark gefahren und haben direkt im Eingang zum Tongariro-Crossing gezeltet. Darueber haben sich die 6Uhr-Crossing-Bewanderer koestlich amuesiert. Nach einem ausgiebigen Fruehstueck haben wir uns dann also in den Nationalpark aufgemacht, allerdings schenken wir uns die komplette Strecke des Tongariro Crossing, denn nur weil es alle machen, muessen wir das noch lange nicht auch tun. Wir wandern also entspannten Schrittes und werden von allen ueberholt, aber trotz meiner alten Raucherlunge, die schnauft wie eine Dampflock, hab ich dann doch die Haelfte der Ueberholer auf der Teufelsleiter wieder eingeholt und war ganz stolz auf mich. Dann sind wir auf den Ngauruhoe gestiegen (LOTR-Fans: Mount Doom) und haben oben auf einem Dampfauslass gesessen, um uns zu waermen. Leider war das Wetter noch immer nicht besser, d.h. die gesamte Besteigung erfolgte im Nebel und ich konnte nichts vom Lake Taupo, den Emerald Lakes und den anderen Vulkanen sehen. James war im Fruehling schon mal hier und hat mir wunderbare Fotos gezeigt, aber ich hatte mal wieder das Brett. Die Besteigung war trotzdem der Hammer, soooooo steil und rutschig. Die meisten leute nutzen als Abstieg die Schlitterbahn und rennen und rutschen eher als dass sie steigen. das fanden aber meine Knie nicht so lustig daher sind wir die Felsen runter und haben ungefaehr zehnmal solang gebraucht wie alle andern. Nach einem ausgiebigen Picknick und kurzen Nickerchen sind wir schoen langsam wieder zurueckgewandert - und haben insgesamt genauso lang gebraucht, wie durchschnittlich die gesamte Tour dauert. Wie wir das hingekriegt haben weiss ich allerdings auch nicht.
Und damit war unsere Zeit im Herzen der Nordinsel auch schon um, als naechstes steht der Forgotten World Highway auf dem Programm, der uns an die Westkueste fuehrt. Dazu aber ein andermal mehr.
Pics in http://picasaweb.google.de/Celebdae13/DasHerzDerNordinsel
Saturday, January 19, 2008
Schafe, nackig machen! - Waikaremoana, Napier, Hastings
Ich war live dabei! bei der schafschererei. Haben unseren Gastgeber Roan bei seiner Arbeit besucht. Dazu fuhren wir erst ne knappe Stunde in die Berge hinein und dann up up up bis zur Schererhuette auf dem Gipfel. Es war eine wirklich interessante Erfahrung, der Famer war da und seine Familie, 6 Scherer, z.t. auch mit Familie, und da wurde gearbeitet und gespielt und gelacht (die Kinder hatten echt spass daran in der Wolle zu spielen, aber die Farmerin meinte, es ist eine Qual, den Geruch loszuwerden wenn sie nach Hause kommen :o) Ich hab ne Weile zugeguckt und Wolle gestapelt und mit den Kiddis gespielt. Hab selber nicht mitgeschoren, es sieht ganz leicht aus, so schnell wie die das machen. James hats dann mal probiert und da konnte man doch deutlich erkennen, dass das ein Knochenjob ist, denn die Schafe halten nicht still, sie sind nur eingeklemmt. Bei James sah es teilweise so aus als gewinnt das Lamm den Kampf. Ich hab das dann mal lieber gelassen, auch wegen s.u.
Als wir gegen 11 dort angekommen sind, hatten die Scherer schon 400 - 600 Schafe nackig gemacht! Und laut und staubig ist es. Andererseits herrschte ein echt gutes, freundliches, lockeres Arbeitsklima, und wenn man in so einem "Buero" arbeitet mitten in den Bergen mit genialen Aussichten, dann hat das sicherlich auch viel mit dem allgemeinen Lebensgefuehl zu tun. Wir werden Roan eine Postkarte schicken um ihm noch mal fuer diese tolle Erfahrung zu danken. schoen, so eine Real Life Erfahrung zu machen. Es gibt zwar viele Orte wo touristisches Schauscheren angeboten wird, aber das Echte ist doch mehr wert.
Downside: Die Schafe moegen die ganze Aktion nicht wirklich, sie werden gezerrt, geklemmt, getreten und vor allem, geschnitten, heftig teilweise. Die Scherer werden pro Schaf bezahlt, und da gehts natuerlich um Geschwindigkeit, da zaehlt der eine oder andere Schnitt nicht viel, immerhin ernaehren sie ihre Familien damit. Natuerlich darf man nicht wirklich was dazu sagen, solange man Wolle traegt und Fleisch isst, denn ich bin ja ein Bestandteil der ganzen Tierverarbeitung.
Pics gibts auch, allerdings erst spaeter (East Coast Album).
Dieser Tag war aber noch lange nicht zu ende, wir sind danach zum wunderschoenen klaren Waikaremoana-See gefahren. Als ich ueber eine Bootrampe ins Wasser wate, um die Temperatur zu pruefen (immerhin musste entschieden werden, ob wir schwimmen gehen) musste ich leider feststellen, dass diese furchtbar rutschig war. Nach einer kleinen Cartoonvorstellung zum Thema Gleichgewicht halten hats mich dann der Laenge nach nass gemacht :o) Ja, man kann hier schwimmen.
Der Waikaremoana hat einen der Great Walks in NZ , daher sind seine Wanderwege recht bevoelkert. Wir suchen uns einen weniger beliebten (weil nicht direkt am See) Hoehlenweg und haben zwei abenteuerliche Stunden durch Wald und Hoehlen auf Erkundung, Bekletterung, Befuerchtung (aber wir haben ja Taschenlampen...). Da ich ja zuvor meine Jeans nass gemacht hab, mach ich die ganze Aktion im Kleidchen... Bei einer besonders unterholzigen Felsbesteigung beschliesse ich sogar im Bikini weiterzugehen, um das Kleid nicht zu zerreissen. Das war sehr gut (fuers Kleid) und sehr schlecht (fuer meine Haut) ;o) Tjaja, das Outdoorleben.
Nach einer weiteren Nacht im Zelt (in den Bergen) gehts weiter die Kueste entlang nach sueden richtung Napier/Hastings. Die relativ kurze Strecke dauert eine Weile, denn wir haben uns inzwischen ein Backgammon-Brett gebaut und halten an jedem Rastplat und Aussichtspunkt fuer eine Partie. Daher uebernachten wir auch lieber noch mal kurz vor Napier (an einem schwarzen Strand in einer Felskluft).
Nach all dem Vagabundenleben war Napier mal wieder ein Tag fuer das CityGal in mir. Cafes, Shopping, Stadt angucken. Napier ist ganz niedlich, eine Stadt in ArtDeco (wurde bei nem Erdbeben 1931 dem Erdboden gleich gemacht und danach neu aufgebaut), aber halt wieder n Tourizentrum, daher auch ein bisschen nervig. Nachdem ich meine Ohrringe in den Hotsprings in Morere verloren/liegenlassen habe (heul schnueff schluchz die waren so schoen weiss auch nicht wie das passieren konnte!) hab ich mir neue gekauft damit sich meine Ohren nicht so nackig fuehlen. Und nach all dem Shopping haben wir uns dann auch noch ein Essen in einem Seafoodrestaurant gegoennt (mmh, seafood hotpot mit kokosmilch, yummy!) Die naechsten Tage gibts nur Pasta und Kartoffeln...
Den naechsten Tag fahren wir nach Hastings, Napiers Zwilling. Also auch Art Deco und niedlich und alles aber eine echte Stadt, d.h. nicht ganz so masstouristisch. Wir sind rumgebummelt, waren auf dem Markt und haben uns mit Obst eingedeckt. Danach sind wir wieder nach Hastings gefahren, um den ersten grauen Tag in Wochen in Hotsprings zu verbringen. Und so haben wir den rest des Tages im Ocean Spa (kalte und heisse Pools, Dampfbad, Sauna usw. direkt am Meer) abgehangen.
Spaetnachmittags sind wir dann nach richtung Taupo aufgebrochen. Dazu dann mehr im naechsten Post...
Als wir gegen 11 dort angekommen sind, hatten die Scherer schon 400 - 600 Schafe nackig gemacht! Und laut und staubig ist es. Andererseits herrschte ein echt gutes, freundliches, lockeres Arbeitsklima, und wenn man in so einem "Buero" arbeitet mitten in den Bergen mit genialen Aussichten, dann hat das sicherlich auch viel mit dem allgemeinen Lebensgefuehl zu tun. Wir werden Roan eine Postkarte schicken um ihm noch mal fuer diese tolle Erfahrung zu danken. schoen, so eine Real Life Erfahrung zu machen. Es gibt zwar viele Orte wo touristisches Schauscheren angeboten wird, aber das Echte ist doch mehr wert.
Downside: Die Schafe moegen die ganze Aktion nicht wirklich, sie werden gezerrt, geklemmt, getreten und vor allem, geschnitten, heftig teilweise. Die Scherer werden pro Schaf bezahlt, und da gehts natuerlich um Geschwindigkeit, da zaehlt der eine oder andere Schnitt nicht viel, immerhin ernaehren sie ihre Familien damit. Natuerlich darf man nicht wirklich was dazu sagen, solange man Wolle traegt und Fleisch isst, denn ich bin ja ein Bestandteil der ganzen Tierverarbeitung.
Pics gibts auch, allerdings erst spaeter (East Coast Album).
Dieser Tag war aber noch lange nicht zu ende, wir sind danach zum wunderschoenen klaren Waikaremoana-See gefahren. Als ich ueber eine Bootrampe ins Wasser wate, um die Temperatur zu pruefen (immerhin musste entschieden werden, ob wir schwimmen gehen) musste ich leider feststellen, dass diese furchtbar rutschig war. Nach einer kleinen Cartoonvorstellung zum Thema Gleichgewicht halten hats mich dann der Laenge nach nass gemacht :o) Ja, man kann hier schwimmen.
Der Waikaremoana hat einen der Great Walks in NZ , daher sind seine Wanderwege recht bevoelkert. Wir suchen uns einen weniger beliebten (weil nicht direkt am See) Hoehlenweg und haben zwei abenteuerliche Stunden durch Wald und Hoehlen auf Erkundung, Bekletterung, Befuerchtung (aber wir haben ja Taschenlampen...). Da ich ja zuvor meine Jeans nass gemacht hab, mach ich die ganze Aktion im Kleidchen... Bei einer besonders unterholzigen Felsbesteigung beschliesse ich sogar im Bikini weiterzugehen, um das Kleid nicht zu zerreissen. Das war sehr gut (fuers Kleid) und sehr schlecht (fuer meine Haut) ;o) Tjaja, das Outdoorleben.
Nach einer weiteren Nacht im Zelt (in den Bergen) gehts weiter die Kueste entlang nach sueden richtung Napier/Hastings. Die relativ kurze Strecke dauert eine Weile, denn wir haben uns inzwischen ein Backgammon-Brett gebaut und halten an jedem Rastplat und Aussichtspunkt fuer eine Partie. Daher uebernachten wir auch lieber noch mal kurz vor Napier (an einem schwarzen Strand in einer Felskluft).
Nach all dem Vagabundenleben war Napier mal wieder ein Tag fuer das CityGal in mir. Cafes, Shopping, Stadt angucken. Napier ist ganz niedlich, eine Stadt in ArtDeco (wurde bei nem Erdbeben 1931 dem Erdboden gleich gemacht und danach neu aufgebaut), aber halt wieder n Tourizentrum, daher auch ein bisschen nervig. Nachdem ich meine Ohrringe in den Hotsprings in Morere verloren/liegenlassen habe (heul schnueff schluchz die waren so schoen weiss auch nicht wie das passieren konnte!) hab ich mir neue gekauft damit sich meine Ohren nicht so nackig fuehlen. Und nach all dem Shopping haben wir uns dann auch noch ein Essen in einem Seafoodrestaurant gegoennt (mmh, seafood hotpot mit kokosmilch, yummy!) Die naechsten Tage gibts nur Pasta und Kartoffeln...
Den naechsten Tag fahren wir nach Hastings, Napiers Zwilling. Also auch Art Deco und niedlich und alles aber eine echte Stadt, d.h. nicht ganz so masstouristisch. Wir sind rumgebummelt, waren auf dem Markt und haben uns mit Obst eingedeckt. Danach sind wir wieder nach Hastings gefahren, um den ersten grauen Tag in Wochen in Hotsprings zu verbringen. Und so haben wir den rest des Tages im Ocean Spa (kalte und heisse Pools, Dampfbad, Sauna usw. direkt am Meer) abgehangen.
Spaetnachmittags sind wir dann nach richtung Taupo aufgebrochen. Dazu dann mehr im naechsten Post...
Tuesday, January 15, 2008
Suicidals - Von Karangahake nach Wairoa
Es gibt in Neuseeland eine Art Vogel, der haelt sich am liebsten auf Strassen auf. Dort sitzt er mit seinen Freunden, waermt sich die Fuesse, pickt was auch immer aus dem Asphalt und wenn ein Auto kommt, dann guckt er bloede. Ich habe diese Voegel Suicidals getauft, denn sie fliegen wirklich immer erst im letzten Moment weg. Und dabei gibt es soviel tote Tiere auf den Strassen Neuseelands, da koennte man doch meinen, die Suicidals haetten ihre Lektion gelernt. Ich habe folgende Theorien entwickelt. (a) Wie der Name schon sagt, finden diese Voegel das Leben eigentlich eher doof, und moechten gerne sterben. Allerdings ist es in ihrer Gesellschaft ein Tabu, einfach aufzuhoeren zu existieren. Daher treiben sie sich auf den Strassen herum, in der Hoffnung, eines der 100kmh schnellen Autos wuerde ihrem Leid ein Ende bereiten. Tja, da sind sie bei mir an der falschen Adresse. Ich habe es bisher geschafft, allen auszuweichen, und ich werde Putu einen Sticker basteln: Ich bremse auch fuer selbstmoerderische Voegel. (b) Typisch fuer Neuseeland sind diese Voegel vielleicht einfach Adrenalin-Junkies, die sich gegenseitig auf die Probe stellen und wer einem Auto zu frueh ausweicht wird ausgelacht. (c) Da in Neuseeland flugunfaehige Voegel sehr haeufig sind (gab in der Vergangenheit kaum Jaeger, daher haben viele Arten das Fliegen einfach bleiben lassen), haben sich die Suicidals gedacht, das koennen wir auch. Wahrscheinlich gilt fliegen einfach als uncool.
Sonderbarerweise fliegen die Suicidals nicht weg, wenn ich kleiner Speed Demon mit Hundert Sachen angerauscht komme, ergreifen jedoch die Flucht, sobald ich anhalte, um ein Foto zu machen. Ich habe fuer diesen lahmen Shot 2 ganze Wochen gebraucht:

Soviel zu diesem spannenden Thema. Nach meinem letzten Eintrag aus dem Karangahake Gorge ist natuerlich wieder einiges zu berichten. Habe jetzt endlich mal die beruehmten Kiwi-Gluehwuermchen gesehen. Haben uns in der Nacht aufgemacht und sind durch den Wald gestolpert, beobachtet von tausenden von Augenpaaren, die in der Dunkelheit funkelten. Dann hinein in eine Hoehle und es war als haette die Hoehle keine Decke und als koenne man in den Sternenhimmel schauen. Die ganze Decke war voller Gluehwuermchenkonstellation. SCHOEN! Wir bleiben einen weiteren Tag im Golden Owl Hostel und geniessen das Nichtstun und ich das Nichtfahren.
Danach hab ich ein wenig die Ostkueste bereist (Bay of Plenty bis Hawkes Bay). Zuerst haben wir das Surferparadies Mount Maunganui aufgesucht. Dieser Strand ist kein typischer NZ-Strand mehr, er ist voller Menschen, hat seine ersten grossen Hotels und wird wohl in 5 Jahren aussehen wie ein Urlaubsparadies in Spanien. Da war der kleine Watt-Strand in Omokoroa schon schoener (da hatten wir unsere mittaeglichen Sandwiches). Wir campen wieder wild auf einem (etwas groesseren und bewachsenen) Felsen im Wasser, am Fuss des Mounts (232 m). Am naechsten Morgen (wir versuchen unser glueck mit dem Sonnenaufgang, aber er ist nicht ueberwaeltigend daher legen wir uns wieder hin) besteigen wir den Berg. Und Gott es ist heiss! (haben seit einer Woche Bombensommerwetter), da haben wir uns eine ganz schoene Aufgabe gestellt. Schaffen es ohne Verletzte und Tote, werden jedoch von so ziemlich allen anderen Leuten ueberholt (die leute joggen da hoch! bei gefuehlten 30 Grad!). Danach verlassen wir Touristi/Surfer Town und fahren weiter durch den Sommer, durchqueren Kiwiland (spreche ausnahmsweise mal von der Frucht), kaufen Saft und Fruechte und machen mal wieder an einem halbwegs einsamen Strand suedlich von Te Puke Rast. Und was passiert? Das Auto springt nicht mehr an. Trotz nagelneuer Batterie. Ja, ich gebe zu, das Batterielicht hat meistens gefunkelt aber bei unserer Autobatteriekaufaktion (siehe Cape Reinga Posting) meinte der AA-Mann (=ADAC), das liegt vielleicht an der Elektronik im Amatourenbrett, daher hab ich das fleissig ignoriert. Naja, nu haben wir den Salat. Zum Glueck bin ich AA-Mitglied, und so kommt Andrew um uns zu retten. Er gibt uns Saft und schickt uns zu einem Autoelektriker in Whakatane, um die Lichtmaschine reparieren zu lassen. Unterwegs bleiben wir noch zwei mal liegen (soooo tot die Batterie!), aber Andrew faehrt zum Glueck hinter uns und beschliesst schliesslich uns abzuschleppen. Nu hab ich auch das noch mal erlebt. Leider hat die Werkstatt schon zu, daher schlafen wir die Nacht im Auto, vor der Werkstatt, in einer Shelltankstelle. Das war witzig. und wenn man Putu schoen umraeumt ist das sogar bequem. Fast wie ein Bus :) Den naechsten Tag verbringt Putu im Autokrankenhaus und wir mit Stadtbummel und Kino. Ich glaube die Leute in der Werkstatt halten mich (der Wahrheit entsprechend) fuer ein bisschen gaga ("Fruitloop" nennt mich James) weil ich mich nicht nur von Putu verabschiede sondern ihm auch noch Blumen ans Krankenbett bringe. Putu hat jetzt naemlich auch noch einen Kaktus (der hat auch nen Namen: Koha, kurz K). Ich glaub Putu hat sich darueber gefreut, auch wenn mich alle fuer meschugge halten. Dieses Auto hat eine Seele! Und jetzt faehrt er, ohne das irgendwelche Lichter blinken und schnurrt durch die Lande. Ich glaube ich hab ein glueckliches (wenn auch ein bisschen dreckiges) Auto.
Nach einer weiteren Nacht am Strand verlassen wir die Kueste und fahren durch eine wunderschoene Schluchtenlandschaft (Waioeka Gorge) Richtung Gisborne. Wir wandern ein bisschen, da es mal nicht so heiss ist, und treffen einen Jaeger, der seine Hunde sucht. Die scheinen sich verlaufen zu haben. Leider hab ich zu spaet reagiert und kein Foto gemacht. Dieser Maori hatte ein unglaublich lebendiges und zerfurchtes Gesicht und ach, meine Worte nuetzen hier nicht. Die Wanderung fuehrt uns durch Dickicht und Unterholz und wir muessen zwei Fluesse durchqueren, einen ueber Stein und Fels und einen durch eine Furt. KALT!! (Wandern inklusive Kneippkur ;o)
Am spaeten Nachmittag verlassen wir SH2 und folgen einem Staubstrasse mitten hinein in die Huegel. Treffen Schaf- und Rehherden und finden einen wunderschoenen total abgelegenen Platz fuer TinyB, an einem plaetschernden Bach mitten im Gruenen. James nennt die Landschaft "Lord-of-the-Ringsy" (auch wenn er nix davon gelesen oder gesehen hat...), koennte eine Mischung aus Auenland und Baumbarts Reich sein, nur dass es keine Baeume gab. aja, siehe Fotos.
http://picasaweb.google.com/Celebdae13/EastCoast
Und so verbringen wir eine Nacht auf einer Schafweide, und wer mich kennt dem ist klar, dass ich in dieser Nacht garnicht anders konnte, als zu traeumen, Schafe wuerden TinyB anknabbern.
Nach einem halben Tag in diesen Bergen kehren wir zum SH2 zurueck und fahren weiter nach Gisborne. Dies ist die Stadt, die als erste in NZ den Sonnenaufgang sieht. Silvester war hier ne fette Party, denn hier kommt das Neue Jahr als erstes an. Die Stadt selbst ist ganz niedlich, direkt am Meer und wirkt leicht kalifornisch. Leider mal wieder voller Surfer, und da Sonntag, total ausgestorben. Wir machen ein paar Fotos von James Cook: der ist naemlich bei seiner "Entdeckung" von NZ hier an Land gegangen und hatte ersten Maori-Kontakt (6 Tote). Da das alles ein bissi schiefgelaufen ist, konnte er nicht wie geplant seine Vorraete aufstocken und taufte die Bucht Poverty Bay. Den Namen traegt sie noch heute, auch wenn das ein recht reicher Fleck ist (Weinbau, Obstanbau, Kumarafelder). Danach ziehen wir weiter, Touristaedte haben wir mit Taupo und Rotorua noch genug vor uns. Wir campen suedlich von Gisborne an einer Flussmuendung in einer halbtoten (hinsichtlich Vegetation) halblebendigen (viele Bodennistende Voegel wohnen zwischen all dem toten Holz) Landschaft. Bin nicht sicher ob das alles angeschwemmtes Holz ist oder ob hier mal ein Sturm das Kuestenwaeldchen beseitigt hat. Hier schaffen wir auch endlich mal nen anstaendigen Sonnenaufgang zu sehen und dann gehts weiter nach Morere, wo wir in den Hotsprings abhaengen. Nachmittag wirds aber dann doch zu heiss und wir fahren weiter auf der Suche nach einem Haengemattenbaum. Gar nicht so leicht hier. Wir finden einen, aber um ihn zu erreichen, muessen wir erst ein bisschen durch den Sumpf waten. Nach einer Stunde Nickerchen muessen wir aber doch wieder die Flucht ergreifen: die Sandfliegen fressen uns auf. Elende Blutsauger. Und so verschlaegt es uns denn nach Wairoa, einem kleinen Staedtchen eine Stunde suedlich des Waikaremoana-Sees. Wir goennen uns Hostelluxus in einem Homestay, d.h. mit einer Familie. Sie Paheka, er Maori (gesichtstaettowiert, Schafscherer) und bleiben wieder zwei Tage, so dass ich bloggen kann, und Fotos hochladen und wir ein bisschen erholen (es ist einfach zu heiss fuer irgendetwas anderes) und vielleicht kann ich heut abend ein bisschen was aus erster Hand ueber Gesichtstattos erfahren. Da gibt es ja zwei Seiten, das Traditionelle Moko, das etwas ueber die Genealogie und den Traeger aussagt, und das Moderne Moko, das ein Bestandteil des Gangproblems in Neuseeland ist. Aber dazu ein andermal mehr.
Sonderbarerweise fliegen die Suicidals nicht weg, wenn ich kleiner Speed Demon mit Hundert Sachen angerauscht komme, ergreifen jedoch die Flucht, sobald ich anhalte, um ein Foto zu machen. Ich habe fuer diesen lahmen Shot 2 ganze Wochen gebraucht:

Soviel zu diesem spannenden Thema. Nach meinem letzten Eintrag aus dem Karangahake Gorge ist natuerlich wieder einiges zu berichten. Habe jetzt endlich mal die beruehmten Kiwi-Gluehwuermchen gesehen. Haben uns in der Nacht aufgemacht und sind durch den Wald gestolpert, beobachtet von tausenden von Augenpaaren, die in der Dunkelheit funkelten. Dann hinein in eine Hoehle und es war als haette die Hoehle keine Decke und als koenne man in den Sternenhimmel schauen. Die ganze Decke war voller Gluehwuermchenkonstellation. SCHOEN! Wir bleiben einen weiteren Tag im Golden Owl Hostel und geniessen das Nichtstun und ich das Nichtfahren.
Danach hab ich ein wenig die Ostkueste bereist (Bay of Plenty bis Hawkes Bay). Zuerst haben wir das Surferparadies Mount Maunganui aufgesucht. Dieser Strand ist kein typischer NZ-Strand mehr, er ist voller Menschen, hat seine ersten grossen Hotels und wird wohl in 5 Jahren aussehen wie ein Urlaubsparadies in Spanien. Da war der kleine Watt-Strand in Omokoroa schon schoener (da hatten wir unsere mittaeglichen Sandwiches). Wir campen wieder wild auf einem (etwas groesseren und bewachsenen) Felsen im Wasser, am Fuss des Mounts (232 m). Am naechsten Morgen (wir versuchen unser glueck mit dem Sonnenaufgang, aber er ist nicht ueberwaeltigend daher legen wir uns wieder hin) besteigen wir den Berg. Und Gott es ist heiss! (haben seit einer Woche Bombensommerwetter), da haben wir uns eine ganz schoene Aufgabe gestellt. Schaffen es ohne Verletzte und Tote, werden jedoch von so ziemlich allen anderen Leuten ueberholt (die leute joggen da hoch! bei gefuehlten 30 Grad!). Danach verlassen wir Touristi/Surfer Town und fahren weiter durch den Sommer, durchqueren Kiwiland (spreche ausnahmsweise mal von der Frucht), kaufen Saft und Fruechte und machen mal wieder an einem halbwegs einsamen Strand suedlich von Te Puke Rast. Und was passiert? Das Auto springt nicht mehr an. Trotz nagelneuer Batterie. Ja, ich gebe zu, das Batterielicht hat meistens gefunkelt aber bei unserer Autobatteriekaufaktion (siehe Cape Reinga Posting) meinte der AA-Mann (=ADAC), das liegt vielleicht an der Elektronik im Amatourenbrett, daher hab ich das fleissig ignoriert. Naja, nu haben wir den Salat. Zum Glueck bin ich AA-Mitglied, und so kommt Andrew um uns zu retten. Er gibt uns Saft und schickt uns zu einem Autoelektriker in Whakatane, um die Lichtmaschine reparieren zu lassen. Unterwegs bleiben wir noch zwei mal liegen (soooo tot die Batterie!), aber Andrew faehrt zum Glueck hinter uns und beschliesst schliesslich uns abzuschleppen. Nu hab ich auch das noch mal erlebt. Leider hat die Werkstatt schon zu, daher schlafen wir die Nacht im Auto, vor der Werkstatt, in einer Shelltankstelle. Das war witzig. und wenn man Putu schoen umraeumt ist das sogar bequem. Fast wie ein Bus :) Den naechsten Tag verbringt Putu im Autokrankenhaus und wir mit Stadtbummel und Kino. Ich glaube die Leute in der Werkstatt halten mich (der Wahrheit entsprechend) fuer ein bisschen gaga ("Fruitloop" nennt mich James) weil ich mich nicht nur von Putu verabschiede sondern ihm auch noch Blumen ans Krankenbett bringe. Putu hat jetzt naemlich auch noch einen Kaktus (der hat auch nen Namen: Koha, kurz K). Ich glaub Putu hat sich darueber gefreut, auch wenn mich alle fuer meschugge halten. Dieses Auto hat eine Seele! Und jetzt faehrt er, ohne das irgendwelche Lichter blinken und schnurrt durch die Lande. Ich glaube ich hab ein glueckliches (wenn auch ein bisschen dreckiges) Auto.
Nach einer weiteren Nacht am Strand verlassen wir die Kueste und fahren durch eine wunderschoene Schluchtenlandschaft (Waioeka Gorge) Richtung Gisborne. Wir wandern ein bisschen, da es mal nicht so heiss ist, und treffen einen Jaeger, der seine Hunde sucht. Die scheinen sich verlaufen zu haben. Leider hab ich zu spaet reagiert und kein Foto gemacht. Dieser Maori hatte ein unglaublich lebendiges und zerfurchtes Gesicht und ach, meine Worte nuetzen hier nicht. Die Wanderung fuehrt uns durch Dickicht und Unterholz und wir muessen zwei Fluesse durchqueren, einen ueber Stein und Fels und einen durch eine Furt. KALT!! (Wandern inklusive Kneippkur ;o)
Am spaeten Nachmittag verlassen wir SH2 und folgen einem Staubstrasse mitten hinein in die Huegel. Treffen Schaf- und Rehherden und finden einen wunderschoenen total abgelegenen Platz fuer TinyB, an einem plaetschernden Bach mitten im Gruenen. James nennt die Landschaft "Lord-of-the-Ringsy" (auch wenn er nix davon gelesen oder gesehen hat...), koennte eine Mischung aus Auenland und Baumbarts Reich sein, nur dass es keine Baeume gab. aja, siehe Fotos.
http://picasaweb.google.com/Celebdae13/EastCoast
Und so verbringen wir eine Nacht auf einer Schafweide, und wer mich kennt dem ist klar, dass ich in dieser Nacht garnicht anders konnte, als zu traeumen, Schafe wuerden TinyB anknabbern.
Nach einem halben Tag in diesen Bergen kehren wir zum SH2 zurueck und fahren weiter nach Gisborne. Dies ist die Stadt, die als erste in NZ den Sonnenaufgang sieht. Silvester war hier ne fette Party, denn hier kommt das Neue Jahr als erstes an. Die Stadt selbst ist ganz niedlich, direkt am Meer und wirkt leicht kalifornisch. Leider mal wieder voller Surfer, und da Sonntag, total ausgestorben. Wir machen ein paar Fotos von James Cook: der ist naemlich bei seiner "Entdeckung" von NZ hier an Land gegangen und hatte ersten Maori-Kontakt (6 Tote). Da das alles ein bissi schiefgelaufen ist, konnte er nicht wie geplant seine Vorraete aufstocken und taufte die Bucht Poverty Bay. Den Namen traegt sie noch heute, auch wenn das ein recht reicher Fleck ist (Weinbau, Obstanbau, Kumarafelder). Danach ziehen wir weiter, Touristaedte haben wir mit Taupo und Rotorua noch genug vor uns. Wir campen suedlich von Gisborne an einer Flussmuendung in einer halbtoten (hinsichtlich Vegetation) halblebendigen (viele Bodennistende Voegel wohnen zwischen all dem toten Holz) Landschaft. Bin nicht sicher ob das alles angeschwemmtes Holz ist oder ob hier mal ein Sturm das Kuestenwaeldchen beseitigt hat. Hier schaffen wir auch endlich mal nen anstaendigen Sonnenaufgang zu sehen und dann gehts weiter nach Morere, wo wir in den Hotsprings abhaengen. Nachmittag wirds aber dann doch zu heiss und wir fahren weiter auf der Suche nach einem Haengemattenbaum. Gar nicht so leicht hier. Wir finden einen, aber um ihn zu erreichen, muessen wir erst ein bisschen durch den Sumpf waten. Nach einer Stunde Nickerchen muessen wir aber doch wieder die Flucht ergreifen: die Sandfliegen fressen uns auf. Elende Blutsauger. Und so verschlaegt es uns denn nach Wairoa, einem kleinen Staedtchen eine Stunde suedlich des Waikaremoana-Sees. Wir goennen uns Hostelluxus in einem Homestay, d.h. mit einer Familie. Sie Paheka, er Maori (gesichtstaettowiert, Schafscherer) und bleiben wieder zwei Tage, so dass ich bloggen kann, und Fotos hochladen und wir ein bisschen erholen (es ist einfach zu heiss fuer irgendetwas anderes) und vielleicht kann ich heut abend ein bisschen was aus erster Hand ueber Gesichtstattos erfahren. Da gibt es ja zwei Seiten, das Traditionelle Moko, das etwas ueber die Genealogie und den Traeger aussagt, und das Moderne Moko, das ein Bestandteil des Gangproblems in Neuseeland ist. Aber dazu ein andermal mehr.
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