Nun haben wir also wie Hannibal nur ohne Elefanten die Alpen ueberquert, von jetzt an gehts wieder die Westkueste runter (welcome back to sandfly country, grrrrrr). Erste Station, Hokitika, Jade Capital. Der Grossteil der Jadegeschaefte hier sind in der Hand von Chinesen, daher kaufen wir hier nix, und bummeln nur. sammeln ein paar gruene Steine am Strand, gehen in ein Jade-Workshop und fragen "is das greenstone?" "Nein" "und das?" "Nein" "und das?" "Nein" "und das?" bis sie uns rausschmeissen, freundlich natuerlich, und mit einer erklaerung, wie man am strand erkennt, obs Jade ist (btw: Jade = Greenstone = Pounamu). Dann gibts noch Pizza - lecker! und dann schlafen wir mal wieder im Auto am Fluss. Naechsten Tag tun wir mal wieder was fuer die Fitness und schwimmen ne runde - haben die Schwimmhalle teilweise ganz fuer uns allein, besuchen noch mal den Jade-Carver, und dann gehts auch schon weiter - klingt als haetten wir nicht viel gemacht aber irgendwie wars doch schon 4, ich glaub hier gibts irgendwo ein Zeitloch. Kurze Station in Ross, einer alten Goldgraeberstadt, wo ich an den Pranger komme - Foto folgt - und dann goennen wir uns eine Pause in einem kleinen Hostel am River Kakapotahi. Das war ehemals die alte Kirche von Ross, der neue Besitzer hat sie mit einem der grossen Umzugstransporter an seinen Lieblingsplatz gebracht und dort zu nem Hostel umbauen lassen. Ja, so machen das die Kiwis. Sie kaufen ein Haus, dann suchen sie sich ein schoenes Stueck Land und schleppen ihr Haus dorthin. Irres Volk. Das Hostel ist wirklich schoen, mit umfassender Schallplattensammlung, Kamin, und wunderschoener Natur. Wir backen Muffins, spielen Pool, sammeln (und essen) frische Muscheln und chillen fuer 2 Tage hier. Mal Ruhe. Mal nicht Autofahren. Scheeeee! Aber weiter weiter keine Zeit, naechste Station Gletscher. Nein, wir lassens ruhig angehen, geniessen die Landschaft und naehern uns langsam dem schnellsten Gletscher der Welt, Franz Josef, der mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 5 Metern pro Tag den Berg runterrast. Schon beeindruckend, wenn man in dem Flussbett rumklettert, wo der Gletscher noch von 100 Jahren war. Weil wir mal wieder anders sind als die anderen, wandern wir BARFUSS zum (wie heisst das auf deutsch) Terminal Face des Gletschers. Aber nicht auf Eis, die Touren auf die Gletscher selbst sind mal wieder zu teuer fuer zuwenig gebotenes, und alleeene is des denn doch n bueschen gefaerhlich ("Respect the Glacier!"). und auf Eis laufen kann ich auch naechsten Winter (ausser wenn die globale Erwaermung es verhindert). Dann gehts weiter zum Fox Glacier, wo wir unser Zelt am nahe gelegenen Lake Matheson aufschlagen. Das ist einer der am haeufigsten fotografierten Stellen in NZ, denn abends und morgens, wenn es noch keine Tageswolken und keinen Wind gibt, spiegeln sich im Lake Matheson der Mt. Tasman und der Mt. Cook (Aoraki). Der Parkplatz ist total voll, und waehrend wir in Ruhe essen, mit Blick auf diese beiden Berge, rotgefaerbt von der untergehenden Sonne, rennen (woertlich: rennen) sie scharenweise an uns vorbei, klammern sich an ihre Kameras, und rufen sich gegenseitig zu "noch 20 minuten, dann gibts die beste Spiegelung". Irre. Wir spazieren erst am naechsten Tag um den See und von der Spiegelung hab ich ne Postkarte gekauft. Auch ok. Schoener Spaziergang und schoene Landschaft, wirklich, und Mt. Cook sieht mit seinen 3754m und seinem schneebedeckten Gipfel schon beeindruckend aus, aber trotzdem fragen wir uns: Reisen all diese Menschen genauso begeistert mit offenen Muendern und "wow irre" rufend durch Europa, und finden sie die Alpen auch beeindruckend, oder ist das alles nur so toll, weil am anderen Ende der Welt? Ich beschliesse mal wieder, mir Deutschland mit so staunenden Augen anzuschauen, und ein bisschen oefter die Schoenheiten vor der eigenen Haustuer zu bewundern. Ja, NZ ist sehr schoen, aber nicht so fremd in seiner Art - schon fremd aber nicht so - und ich glaube fast Deutschland hat viele genauso schoene Plaetze. Nur dass die Leute nicht so deswegen ausrasten. Anyway, nun also noch zu diesem Gletscher gewandert, bis ziemlich dicht unter das Ende, und ohne Witz, man kann die Bewegung des Eises HOEREN! So, ein Haken hinter Gletscher. Naechste Station Queenstown. Runter nach Sueden, ein letzter Blick auf die Tasman Sea, dann wieder rin in die Alpen, ueber den Haast Pass (654m). Das ist eine sehr schoene Strecke hier und rundrum gibt es viele Wanderwege und Huetten, und es ist nicht so ueberlaufen wie andernorts. Wir halten und spazieren mehrmals, schauen uns Berge und Fluesse und Wasserfaelle an, uebernachten in der Einsamkeit (Makaroa River) kurz hinter dem Pass, spazieren am naechsten morgen auf dem Bridle Track (auf dem Weg haben sie vor Existenz der Passstrasse Waren ueber die Alpen nach Sueden gebracht) und finden eine Swing Bridge nur fuer uns - wo wir nicht angeschnauzt werden, weil wir sie zum Schwingen bringen. Hurra.
Dann gehts nach Wanaka, am wunderschoenen Lake Wanaka. Dies ist das kommerziellste Skigebiet der Suedinsel - die Bevoelkerung von 3000 Einwohnern steigt im Winter auf 20000 - davon kaum einer noch ein Einheimischer, die fliehen alle. Ist um diese Jahreszeit aber ganz nett hier. Und hier gibt es Puzzling World, meine Hauptempfehlung fuer Wanaka: Illusionen, Verwirrung der Sinne, Raetsel und ein 3D Labyrinth, indem ich mich ganz shcoen boese verlaufen habe. Das war toll. Dann noch ne Uebernachtung in den Bergen und nun bin ich in Queenstown. Landschaftlich wunderbar: Berge, Seen, Fluesse, herrlich, die Sonne scheint. Aber total ueberlaufen, denn hier ist Adrenalin City, die Stadt mit dem aeltesten kommerziellen Bungie Centre der Welt, voller Attraktionen und adrenalinsuechtiger Youngsters (bin ich alt?), und natuerlich auch wieder Skigebiet, bin froh dass ich im Sommer hier bin. Ich werd jetzt auch mal losziehen, am See spazieren gehen, angemessene Aktivitaet fuer mein Alter ;o)
Und dann wirds wieder ne Weile ruhig um mich werden, denn von hier aus verschwinde ich ins Fjordland, mal sehen wann ich von da aus wieder auftauche (Tauchen wird so eisig sein, aber ich will ja nicht rumheulen).
Blubb blubb von hier
Saturday, February 23, 2008
Sunday, February 17, 2008
Von West nach Ost und zurueck - Harwoods Hole, Greymouth, Kaikoura, Arthur's Pass
Oh, mann, soviel aufzuholen. Ich bin ja inzwischen schon in Queenstown, aber ich glaube nicht dass dieser Blogeintrag soweit kommt. Nach dem wunderbaren Asbestos Track sind wir wieder ueber den Takaka Hill zum Harwoods Hole gefahren. Das ist ein Hoehlensystem, dessen Eingang als 50 Meter tiefe Felsschlucht beginnt, von deren Boden es 183 m in die Tiefe geht. Dorthin sind wir also gefahren, und unterwegs an einem kleinen Hippiefestival vorbeigekommen, wo wir Niko (ex-pickled-parrot) trafen. Sie wollte uns ueberreden zu bleiben, aber wir waren ziemlich fertig von all den vorherigen Aktivitaeten und hatten keine Lust. Stattdessen haben wir in dem sehr schoenen Waeldchen rund ums Harwood Hole in den Haengematten gelegen und geschlafen. (Das Gebiet diente als Set fuer die Flucht aus Bree ("Chestnut Forest").) Mehr ging dann auch nicht , doch aus unserer fruehen und geruhsamen Nacht wurde leider nichts, da uns ca. 300 Millionen Muecke ueberfallen und bei lebendigem Leib aufgefressen haben. Um 6 Uhr morgens verlassen wir endlich das Zelt. Der Vorteil: wir sind die ersten und ganz allein am Harwoods Hole (wunderschoene morgendliche Wanderung durch diesen mystischen Wald), wo wir ueber Felsen kraxeln um ganz bis runter gucken zu koennen (geht natuerlich nicht) und Echos hervorlocken. Irre Landschaft. Dann ausgiebiges Arme-Ritter-Fruehstueck (das hat mein Vati manchmal fuer mich gemacht, da musste ich dran denken...) und weiter gehts nach Motueka. Eine weitere der ehemals kleinen, verschlafenen Staedtchen, die inzwischen sehr lebendig sind, voller Cafes und Geschaefte - und Touristen. Aber immer noch sehr schoen. Wir lassen uns von einer netten Lady aus einem Pois&Toys-Geschaeft nen neuen Poitrick zeigen und unterhalten uns mit nem Maori, der Schueler und (Langzeit)-Touristen Maorisprache, -kultur, -tanz, -gesang beibringt. Wenn ich laenger haette, wuerd ich ne Weile hier bleiben und Poitaenze lernen... Schnueff. Naja. Wir goennen uns mal wieder ne Dusche und waschen auch mal Waesche (Mit der Zeit stoert einen das Dreckigsein gar nicht mehr so sehr. Ich kann mir echt nicht vorstellen, in wenigen Wochen geschniegelt und gebuegelt an der Uni rumzuhorsten...) und dann gehts quer durch das Land in Richtung Westkueste. Unterwegs campen wir kurz hinter Wakefield, weil der Ort genauso heisst wie James's Heimatort, und am naechsten Tag schleppen wir uns mal wieder auf dem letzten Tropfen Benzin nach Westport - der Gedanke einen Kanister zu kaufen wird immer attraktiver. Westport ist ein weiterer der 3-Strassen-Orte der Suedinsel, und nicht ganz so schnuckelig - oder liegt das am Regen? Wir laufen einmal kurz durch und fahren dann ans Cape Foulwind, wo wir zu ner Robbenkolonie spazieren und Robben von oben beobachten. Die Babys sind so knuffig, wenn sie auf den Felsen rumkraxeln und runterpurzeln. Von dort aus gehts nach Sueden in Richtung Pancake Rocks. Wir erreichen sie am naechsten Tag - auch wenn weder James und ich uns an den Uebernachtungsort erinnern koennen. Anyway, Punakaiki ist total ueberflutet von Touris, wir horsten also einmal um den Besichtigungspfad herum, schoene Felsen, wildes Meer, fertig. Ach ja, Pancakes weil die Felsen aussehen wie Pfannkuchenstapel (siehe Fotos). Dann gehts weiter nach Sueden. Naechste Station Greymouth. Nicht viel groesser als Westport aber schoener und lebendiger (oder liegt das an der Sonne?). Wir bummeln, schauen dem TransScenic-Zug zu, der hier durchkommt und dann die Alpen ueberquert, trinken Kaffee, essen den besten Cheese Cake und finden einen richtig schoenen Jade-Workshop. Er wird zwar nicht von Maori betrieben, sondern von Pakeha (Vater und Sohn), ist aber trotzdem alles NZ-Jade und nicht von Chinesen aufgekauft und importiert. Wirklich mal ein schoenes Geschaeft.
Und weiter. Die Westkueste der Suedinsel ist eine wunderschoene Landschaft, sie hat jedoch einen gewaltigen Nachteil: Sandflies. Wir sind beide extrem allergisch auf deren Bisse und jucken uns fast zu Tode. Haben inzwischen schon Antihistamin-Pillen gekauft, weil man so viele Bisse gar nicht mit Creme behandeln kann. Wir beschliessen also eine Auszeit und fahren ueber die Alpen nach Osten. Hinzu ueber den Lewis-Pass, eine recht bescheidene, eher huegelige als alpine Landschaft. Man erkennt erst, dass man gerade einen "Pass" ueberquert hat, wenn man rafft, dass sich die Vegetation aendert. Auf der Westseite sind die Alpen mit dichten Bush (=Waldland) bewachsen, auf der Ostseite ist es nur Grasland, und das eher trocken (die Wolken von der Tasman Sea regnen sich ab, und danach faellt der Wind als Foehn auf der anderen seite runter, und macht alles schoen warm...) Wir schlafen in den Alpen am River Hope (Waiau) in einem richtig schoenen Rastplatz. Ich probiere zum ersten mal die Leuchtpois und es ist sooooo cool. Weiter nach Osten machen wir einen kleinen Abstecher zu den wichtigsten (einzigen?) heissen Quellen auf der Suedinseln in Hanmer Springs (Ski- und Erholungsgebiet). Wir gehen aber nicht rein, weil zu sehr auf Touri-Spa gemacht. Landschaftlich schoen, aber der Ort selber eher nicht so. Putu macht mal wieder Probleme (hoert einfach auf zu fahren). Wir haben schon festgestellt dass er kein schlechtes Wetter mag, in nasse (und morgendlichen) Stunden verweigert er schon mal den Dienst. Gutzureden und ne kleine Pause helfen aber, und weil er so lieb ist verzeihen wir natuerlich solche Spirenzchen. Er bringt uns denn auch wohlbehalten bis nach Kaikoura, der Whale-Watching-Zentrale schlechthin, wo wir ne Waltour fuer den naechsten Morgen (6 Uhr!!) buchen. Hier hat sich ne dicke Firma alles aufgekauft, es gibt nur einen Anbieter und der will 130 NZD fuer die Tour! Ist mir gleich unsympathisch, aber nu sind wir einmal hier. Wir spazieren bis zum Ende der Kaikoura Halbinsel - wo man zwischen Robben rumlaufen (oder auch rumrobben) kann. das war so irre. Die gucken aber ganz schoen genervt, wenn man sie bei ihren Nickerchen stoert.
Wir schlafen denn grad vor dem Whaling Centre im Auto (6 Uhr morgens!!), aber nachts hats ein irres Gewitter und ihr ahnt es schon: umsonst aufgestanden, Tour gecancelt. Versuchts mal heut nachmittag. Naja, mehr Schlaf halt, mehr Stadtbummel, Gelegenheit fuer den letzten Blogeintrag. Nachmittags ists auch net besser, also buch ich mal fuer den naechsten Tag, aber unter Vorbehalt. Wir essen Sea Food vom Grill (trampen dafuer ans andere Ende der Halbinsel (Putu ist immer noch als Schlafplatz eingerichtet und daher nicht fahrtauglich) und zurueck, aber lecker...) Kurz vorm Schlafengehen beobachten wir noch n paar Delfine in der Bucht, aber Delfine sind ja meiner Ansicht nach eh ueberschaetzt (Oh die sind ja so knuffig, es ist einfach zu leicht, sie liebzuhaben. Da lob ich mir doch lieber die Seekuh - auch wenn ich immer noch keine live gesehen habe.Also nicht dass ich Delfine hasse, aber man muss es ja nicht uebertreiben.) Nachdem das Wetter am naechsten Tag immer noch nicht besser ist, lass ichs dann doch mit der Waltour. Frueh morgens fahren noch Boote raus und die Leute kommen ziemlich blass und nass zurueck - und freuen sich weil sie 2 (zwei!) Wale gesehen haben (2 Wale fuer 130$?!), nee, du, lass mal. Das klappt auch mal anders. Ausserdem nimmt der Wind zu (30 Knoten mit erwarteten Spitzengeschwindigkeiten von 40 Knoten - wuerd ich ja schon mitmachen aufm Boot, rein aus Spass, aber nich fuer Geld... Also gehts wieder auf die Strasse, zuerst nach Sueden richtung Christchurch (wir haben Hitcher Nr. 4, Carol aus Kalifornien, sehr suess, sehr gespraechig, sehr unterhaltsam, biegen aber vor Christchurch nach Westen ab und fahren auf den Arthur's Pass. Das is schon eher ne alpine Strecke. Steigt erst langsam und dann doch recht heftig an. Da es immer noch regnet - langsam krieg ich schlechte Laune - uebernachten wir fruehzeitig auf einem recht windigen Parkplatz im "Korowai/Torlesse Tussock Land" (ich find den Namen so witzig). Oh, unsere kaelteste Nacht, es war definitiv unter 10 Grad wenn nicht gar unter 5... Gut dass wir den Regen abgewartet haben, denn auf m Pass wollten wir doch lieber mal n bissel Sicht haben. Und wir haben Glueck, die Sonnenstrahlen kitzeln uns wach am naechsten Morgen und unsere kleine Wanderung in Arthur's Pass (hoechstgelegener Ort NZ (924m (jaja, "Alpen" ;)) ist wirklich schoen - Devil's Punchbowl Falls, geile Landschaft und wieder ein bisschen Gelegenheit, um auf Felsen rumzuklettern und Treppen runterzurennen und dabei zu kreischen wie ein Psycho, damit alle beseite gehen und wir niemanden umrennen. hihihi. Aufm Pass machen wir ein paar Fotos (36) von den Keas - den einzigen alpinen Papageien der Welt - um deren rote Federn auf Bild zu kriegen. Sind aber eher erfolglos. Dann gehts nur noch bergab, und schon sind wir wieder an der Westkueste.
So, ich mach hier mal Schluss. Der Rest kommt andermal.
Und weiter. Die Westkueste der Suedinsel ist eine wunderschoene Landschaft, sie hat jedoch einen gewaltigen Nachteil: Sandflies. Wir sind beide extrem allergisch auf deren Bisse und jucken uns fast zu Tode. Haben inzwischen schon Antihistamin-Pillen gekauft, weil man so viele Bisse gar nicht mit Creme behandeln kann. Wir beschliessen also eine Auszeit und fahren ueber die Alpen nach Osten. Hinzu ueber den Lewis-Pass, eine recht bescheidene, eher huegelige als alpine Landschaft. Man erkennt erst, dass man gerade einen "Pass" ueberquert hat, wenn man rafft, dass sich die Vegetation aendert. Auf der Westseite sind die Alpen mit dichten Bush (=Waldland) bewachsen, auf der Ostseite ist es nur Grasland, und das eher trocken (die Wolken von der Tasman Sea regnen sich ab, und danach faellt der Wind als Foehn auf der anderen seite runter, und macht alles schoen warm...) Wir schlafen in den Alpen am River Hope (Waiau) in einem richtig schoenen Rastplatz. Ich probiere zum ersten mal die Leuchtpois und es ist sooooo cool. Weiter nach Osten machen wir einen kleinen Abstecher zu den wichtigsten (einzigen?) heissen Quellen auf der Suedinseln in Hanmer Springs (Ski- und Erholungsgebiet). Wir gehen aber nicht rein, weil zu sehr auf Touri-Spa gemacht. Landschaftlich schoen, aber der Ort selber eher nicht so. Putu macht mal wieder Probleme (hoert einfach auf zu fahren). Wir haben schon festgestellt dass er kein schlechtes Wetter mag, in nasse (und morgendlichen) Stunden verweigert er schon mal den Dienst. Gutzureden und ne kleine Pause helfen aber, und weil er so lieb ist verzeihen wir natuerlich solche Spirenzchen. Er bringt uns denn auch wohlbehalten bis nach Kaikoura, der Whale-Watching-Zentrale schlechthin, wo wir ne Waltour fuer den naechsten Morgen (6 Uhr!!) buchen. Hier hat sich ne dicke Firma alles aufgekauft, es gibt nur einen Anbieter und der will 130 NZD fuer die Tour! Ist mir gleich unsympathisch, aber nu sind wir einmal hier. Wir spazieren bis zum Ende der Kaikoura Halbinsel - wo man zwischen Robben rumlaufen (oder auch rumrobben) kann. das war so irre. Die gucken aber ganz schoen genervt, wenn man sie bei ihren Nickerchen stoert.
Wir schlafen denn grad vor dem Whaling Centre im Auto (6 Uhr morgens!!), aber nachts hats ein irres Gewitter und ihr ahnt es schon: umsonst aufgestanden, Tour gecancelt. Versuchts mal heut nachmittag. Naja, mehr Schlaf halt, mehr Stadtbummel, Gelegenheit fuer den letzten Blogeintrag. Nachmittags ists auch net besser, also buch ich mal fuer den naechsten Tag, aber unter Vorbehalt. Wir essen Sea Food vom Grill (trampen dafuer ans andere Ende der Halbinsel (Putu ist immer noch als Schlafplatz eingerichtet und daher nicht fahrtauglich) und zurueck, aber lecker...) Kurz vorm Schlafengehen beobachten wir noch n paar Delfine in der Bucht, aber Delfine sind ja meiner Ansicht nach eh ueberschaetzt (Oh die sind ja so knuffig, es ist einfach zu leicht, sie liebzuhaben. Da lob ich mir doch lieber die Seekuh - auch wenn ich immer noch keine live gesehen habe.Also nicht dass ich Delfine hasse, aber man muss es ja nicht uebertreiben.) Nachdem das Wetter am naechsten Tag immer noch nicht besser ist, lass ichs dann doch mit der Waltour. Frueh morgens fahren noch Boote raus und die Leute kommen ziemlich blass und nass zurueck - und freuen sich weil sie 2 (zwei!) Wale gesehen haben (2 Wale fuer 130$?!), nee, du, lass mal. Das klappt auch mal anders. Ausserdem nimmt der Wind zu (30 Knoten mit erwarteten Spitzengeschwindigkeiten von 40 Knoten - wuerd ich ja schon mitmachen aufm Boot, rein aus Spass, aber nich fuer Geld... Also gehts wieder auf die Strasse, zuerst nach Sueden richtung Christchurch (wir haben Hitcher Nr. 4, Carol aus Kalifornien, sehr suess, sehr gespraechig, sehr unterhaltsam, biegen aber vor Christchurch nach Westen ab und fahren auf den Arthur's Pass. Das is schon eher ne alpine Strecke. Steigt erst langsam und dann doch recht heftig an. Da es immer noch regnet - langsam krieg ich schlechte Laune - uebernachten wir fruehzeitig auf einem recht windigen Parkplatz im "Korowai/Torlesse Tussock Land" (ich find den Namen so witzig). Oh, unsere kaelteste Nacht, es war definitiv unter 10 Grad wenn nicht gar unter 5... Gut dass wir den Regen abgewartet haben, denn auf m Pass wollten wir doch lieber mal n bissel Sicht haben. Und wir haben Glueck, die Sonnenstrahlen kitzeln uns wach am naechsten Morgen und unsere kleine Wanderung in Arthur's Pass (hoechstgelegener Ort NZ (924m (jaja, "Alpen" ;)) ist wirklich schoen - Devil's Punchbowl Falls, geile Landschaft und wieder ein bisschen Gelegenheit, um auf Felsen rumzuklettern und Treppen runterzurennen und dabei zu kreischen wie ein Psycho, damit alle beseite gehen und wir niemanden umrennen. hihihi. Aufm Pass machen wir ein paar Fotos (36) von den Keas - den einzigen alpinen Papageien der Welt - um deren rote Federn auf Bild zu kriegen. Sind aber eher erfolglos. Dann gehts nur noch bergab, und schon sind wir wieder an der Westkueste.
So, ich mach hier mal Schluss. Der Rest kommt andermal.
Sunday, February 10, 2008
Kiwi! Kayak! Kurioses! - Marlborough Sounds, Abel Tasman, Golden Bay
Faehre Sonntag, 03.02.08 19:00 ab Wellington - an Picton 22:15
Schlafen in Putu, auf dem Marina Parkplatz in Picton und bummeln den naechsten Tag da ein bisschen rum. James findet endlich ne Haengematte aus Fallschirmseide, die sind in NZ so schwer zu kriegen und seine ist irgendwo in der Post verlorengegangen. Dann gehts entlang der Marlborough Sounds (eine Region aus Meerengen, Buchten, Inseln, Bergen, siehe: Google Maps) zum Kenepuru Sound, wo wir Kayaken wollen. Die Strecke ist echt schoen, ueber den Queen Charlotte Drive und die Kenepuru Rd., sehr kurvig aber schoene Aussichten und Waelder und hach ja. Als wir ankommen, ist der Kayakverleih in Portage (3 Haeuser, 4?) schon zu und wir suchen uns einen kleinen DOC-Campingplatz. An diesem Abend wird uns beschert, was kaum einer kriegt: in der Daemmerung laufen zwei kleine Kiwis an uns vorbei! Wir drehen total durch und tanzen und singen - hab ich schon erwaehnt dass ich Kiwi-obsessed bin? So fantastisch. (Unser Tramper nach Nelson am naechsten Tag, Heiko, daempft unsere Stimmung, und meint es koennten auch Wekas gewesen sein, die es auf dem Queen Charlotte Drive massenweise gibt, aber nach Vergleich mehrerer Fotos - und inzwischen auch live-und-direkt-Kontakt mit Wekas - sind wir sicher, dass es keine Wekas waren...) WIR HABEN KIWIS GESEHEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ok, genug der Ueberschwenglichkeit. In der Nacht faengts an zu regnen und die Bedingungen sind nicht Kayaktauglich also wieder zurueck, ab nach Nelson. Unterwegs wechselt das Wetter mal wieder (tut es in NZ staendig, sie sagen, man kann hier 4 Jahreszeiten an einem Tag haben) und wir bereuen, frueh aufgestanden zu sein. Zu spaet nun, also bummeln in Nelson, und weiter nach Marahau, einem der Eintrittspunkte zum Abel Tasman National Park, einem golden-gruenen Kuestenstreifen. Kleiner tip aus der Erfahrung unseres ersten Abends dort: ein scheinbar trockenes Bachbett kann sich mit der Flut in einen Bach verwandeln, also dort nicht das Zelt aufbauen ;) Keine Angst, es hat uns nicht weggespuelt, wir haben waehrend des Abendessens TinyB ans etwas hoeher gelegene Ufer evakuiert.
Nun aber Kayak. Allerdings erst einen Tag spaeter, da alle Kayaks ausgebucht sind. Wir spazieren ein wenig in den Park hinein, haengen in unseren Haengematten rum, und putzen abends ein paar Kayaks fuer ne kostenlose uebernachtung im Nationalpark. Am naechsten Tag gehts also auf zu einer 2-Tages-Tour, und es ist toll. Paddeln, Schwimmen, Schlafen am Strand, Paddeln. Gegen nachmittag spueren wir aber schon dass wir keine Ausdauerspezis sind und freuen uns auf unseren Zeltplatz. Aus sonderbaren Gruenden jedoch paddeln wir daran vorbei, die Straende sehen alle gleich aus und unsere Zeitschaetzung von Anchorage Bay nach Bark Bay ist wohl komplett daneben. Danach kommen aber nur noch Felsen und so quaelen wir uns weiter und weiter und kommen mit letzter Kraft in der Bucht gegenueber Tonga Island an (abends um 6). Wir sind total im Arsch und schlafen bereits 2 Stunden spaeter. Ja, paddeln ist toll, aber auch total schrecklich. vor allem da wir am naechsten Tag den ganzen Weg zurueck muessen. Hier eine kleine Karte, um euch mal die Distanz vor Augen zu fuehren. Auf Tonga Island gibts auch ne Seehundkolonie, aber noch mehr Seemeilen, NOOOOOWAYYY! Also zurueck, mit gelegentlichen kurzen Pausen um die Schultern zu erholen (auauauaua). Trotzdem ist es rueckzu leichter, denn wir haben den wind im ruecken, immer ein Vorteil, im Kayak wie im Leben. Kommen gegen 4 wieder in Marahau an und fluechten so schnell wie moeglich mit unserem Auto, nicht dass wir noch mehr Kayaken muessen. Wir fahren ueber den sehr schoenen Takaka Hill (760m) - und haben kaum noch Benzin. also wird es eine Anfeuerfahrt, wir feuern Putu an, bis zum Gipfel durchzuhalten, und belohnen ihn mit ganglosem Runterrollen auf der anderen Seite. Bummeln ein bisschen durch das sehr schoene (Kuenstler-)Staedtchen Takaka, und fahren zu den stillen Frischwasserquellen (Te Waikoropupu Springs, kurz Pupu Springs) kurz hinter Takaka. Friedlich. ganz in der Naehe bauene wir das Zelt auf und goennen uns eine Runde erholsamen Schlaf.
Es folgt einer der geschaeftigsten Tage, denn wir fahren zuerst zum noerdlichsten Staedtchen auf der Suedinsel - Collingwood - wo wir einen ueber 100 Jahre alten Friedhof besichtigen und selbstgemachte Schokolade in einem pinkigen Haeuschen kaufen (Rosy Glow Chocolaterie). Den Farewell Spit (noerdlichsten Punkt) schenken wir uns, denn nach der Kayaktour wollen wir NICHT wandern, und befahren duerfen den nur touribusse. Also zurueck nach Takaka, dort besichtigen wir ein natuerliches Felslabyrinth, das von einem liebenswerten alten Englaender betrieben wird, und mit ein bisschen Fantasie und Kindlichkeit ist das ganz knuffig. Dann gehts in ne Lachsfarm, wo wir einen Lachs angeln wollen. mit Hilfe eines Paerchens (John und Marie) aus Auckland, die ein paar brocken futter rund um meinen Haken schmeissen, beisst einer innerhalb von 5 minuten. Nicht grade ne bombastische Anglererfahrung - aber, ich habe einen Fisch gefangen. toeten konnte ich ihn mal wieder nicht, auch das erledigt John fuer uns. wir lassen uns den Lachs raeuchern, in Ingwer und Koriander, yummy. Und dann gehts in Cobb Valley, zu einem total unbekannten Wanderweg, dem Asbestos Track. Selbst einige Einheimische in der Region schauten uns fragend an wenn wir uns danach erkundigten. Ich werde hier nicht weiter dazu berichten, denn es ist nicht nur ein wunderschoener 2-stuendiger Wanderweg, sondern es ist auch eine wahre (Liebes-)Geschichte damit verbunden. Allerdings sollte das nicht zu einer der massivbetourten Region werden, nicht in den Lonely Planet kommen, sondern ein Geheimtipp bleiben, daher erzaehl ich euch die Geschichte lieber persoenlich. Wir sind also noch am selben Abend dort gewandert, hatten Salat und unseren Lachs dabei, hatten ein geniales Abendessen und eine nasskalte Nacht in der totalen Einsamkeit. Schoen.
Damit endet mein erstes Suedinsel-Posting. Fuer alle weiteren Abenteuer muss ich erst mal mein Tagebuch aktualisieren, aber dafuer ist ja immer keine Zeit! Fotos muss ich auch noch laden aber dazu komm ich heute nicht.
Ich drueck euch alle, denk oft an euch, einzeln natuerlich ;)
@Diana: haste meine sms bekommen oder gehts dir wie MiPa?
Schlafen in Putu, auf dem Marina Parkplatz in Picton und bummeln den naechsten Tag da ein bisschen rum. James findet endlich ne Haengematte aus Fallschirmseide, die sind in NZ so schwer zu kriegen und seine ist irgendwo in der Post verlorengegangen. Dann gehts entlang der Marlborough Sounds (eine Region aus Meerengen, Buchten, Inseln, Bergen, siehe: Google Maps) zum Kenepuru Sound, wo wir Kayaken wollen. Die Strecke ist echt schoen, ueber den Queen Charlotte Drive und die Kenepuru Rd., sehr kurvig aber schoene Aussichten und Waelder und hach ja. Als wir ankommen, ist der Kayakverleih in Portage (3 Haeuser, 4?) schon zu und wir suchen uns einen kleinen DOC-Campingplatz. An diesem Abend wird uns beschert, was kaum einer kriegt: in der Daemmerung laufen zwei kleine Kiwis an uns vorbei! Wir drehen total durch und tanzen und singen - hab ich schon erwaehnt dass ich Kiwi-obsessed bin? So fantastisch. (Unser Tramper nach Nelson am naechsten Tag, Heiko, daempft unsere Stimmung, und meint es koennten auch Wekas gewesen sein, die es auf dem Queen Charlotte Drive massenweise gibt, aber nach Vergleich mehrerer Fotos - und inzwischen auch live-und-direkt-Kontakt mit Wekas - sind wir sicher, dass es keine Wekas waren...) WIR HABEN KIWIS GESEHEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ok, genug der Ueberschwenglichkeit. In der Nacht faengts an zu regnen und die Bedingungen sind nicht Kayaktauglich also wieder zurueck, ab nach Nelson. Unterwegs wechselt das Wetter mal wieder (tut es in NZ staendig, sie sagen, man kann hier 4 Jahreszeiten an einem Tag haben) und wir bereuen, frueh aufgestanden zu sein. Zu spaet nun, also bummeln in Nelson, und weiter nach Marahau, einem der Eintrittspunkte zum Abel Tasman National Park, einem golden-gruenen Kuestenstreifen. Kleiner tip aus der Erfahrung unseres ersten Abends dort: ein scheinbar trockenes Bachbett kann sich mit der Flut in einen Bach verwandeln, also dort nicht das Zelt aufbauen ;) Keine Angst, es hat uns nicht weggespuelt, wir haben waehrend des Abendessens TinyB ans etwas hoeher gelegene Ufer evakuiert.
Nun aber Kayak. Allerdings erst einen Tag spaeter, da alle Kayaks ausgebucht sind. Wir spazieren ein wenig in den Park hinein, haengen in unseren Haengematten rum, und putzen abends ein paar Kayaks fuer ne kostenlose uebernachtung im Nationalpark. Am naechsten Tag gehts also auf zu einer 2-Tages-Tour, und es ist toll. Paddeln, Schwimmen, Schlafen am Strand, Paddeln. Gegen nachmittag spueren wir aber schon dass wir keine Ausdauerspezis sind und freuen uns auf unseren Zeltplatz. Aus sonderbaren Gruenden jedoch paddeln wir daran vorbei, die Straende sehen alle gleich aus und unsere Zeitschaetzung von Anchorage Bay nach Bark Bay ist wohl komplett daneben. Danach kommen aber nur noch Felsen und so quaelen wir uns weiter und weiter und kommen mit letzter Kraft in der Bucht gegenueber Tonga Island an (abends um 6). Wir sind total im Arsch und schlafen bereits 2 Stunden spaeter. Ja, paddeln ist toll, aber auch total schrecklich. vor allem da wir am naechsten Tag den ganzen Weg zurueck muessen. Hier eine kleine Karte, um euch mal die Distanz vor Augen zu fuehren. Auf Tonga Island gibts auch ne Seehundkolonie, aber noch mehr Seemeilen, NOOOOOWAYYY! Also zurueck, mit gelegentlichen kurzen Pausen um die Schultern zu erholen (auauauaua). Trotzdem ist es rueckzu leichter, denn wir haben den wind im ruecken, immer ein Vorteil, im Kayak wie im Leben. Kommen gegen 4 wieder in Marahau an und fluechten so schnell wie moeglich mit unserem Auto, nicht dass wir noch mehr Kayaken muessen. Wir fahren ueber den sehr schoenen Takaka Hill (760m) - und haben kaum noch Benzin. also wird es eine Anfeuerfahrt, wir feuern Putu an, bis zum Gipfel durchzuhalten, und belohnen ihn mit ganglosem Runterrollen auf der anderen Seite. Bummeln ein bisschen durch das sehr schoene (Kuenstler-)Staedtchen Takaka, und fahren zu den stillen Frischwasserquellen (Te Waikoropupu Springs, kurz Pupu Springs) kurz hinter Takaka. Friedlich. ganz in der Naehe bauene wir das Zelt auf und goennen uns eine Runde erholsamen Schlaf.
Es folgt einer der geschaeftigsten Tage, denn wir fahren zuerst zum noerdlichsten Staedtchen auf der Suedinsel - Collingwood - wo wir einen ueber 100 Jahre alten Friedhof besichtigen und selbstgemachte Schokolade in einem pinkigen Haeuschen kaufen (Rosy Glow Chocolaterie). Den Farewell Spit (noerdlichsten Punkt) schenken wir uns, denn nach der Kayaktour wollen wir NICHT wandern, und befahren duerfen den nur touribusse. Also zurueck nach Takaka, dort besichtigen wir ein natuerliches Felslabyrinth, das von einem liebenswerten alten Englaender betrieben wird, und mit ein bisschen Fantasie und Kindlichkeit ist das ganz knuffig. Dann gehts in ne Lachsfarm, wo wir einen Lachs angeln wollen. mit Hilfe eines Paerchens (John und Marie) aus Auckland, die ein paar brocken futter rund um meinen Haken schmeissen, beisst einer innerhalb von 5 minuten. Nicht grade ne bombastische Anglererfahrung - aber, ich habe einen Fisch gefangen. toeten konnte ich ihn mal wieder nicht, auch das erledigt John fuer uns. wir lassen uns den Lachs raeuchern, in Ingwer und Koriander, yummy. Und dann gehts in Cobb Valley, zu einem total unbekannten Wanderweg, dem Asbestos Track. Selbst einige Einheimische in der Region schauten uns fragend an wenn wir uns danach erkundigten. Ich werde hier nicht weiter dazu berichten, denn es ist nicht nur ein wunderschoener 2-stuendiger Wanderweg, sondern es ist auch eine wahre (Liebes-)Geschichte damit verbunden. Allerdings sollte das nicht zu einer der massivbetourten Region werden, nicht in den Lonely Planet kommen, sondern ein Geheimtipp bleiben, daher erzaehl ich euch die Geschichte lieber persoenlich. Wir sind also noch am selben Abend dort gewandert, hatten Salat und unseren Lachs dabei, hatten ein geniales Abendessen und eine nasskalte Nacht in der totalen Einsamkeit. Schoen.
Damit endet mein erstes Suedinsel-Posting. Fuer alle weiteren Abenteuer muss ich erst mal mein Tagebuch aktualisieren, aber dafuer ist ja immer keine Zeit! Fotos muss ich auch noch laden aber dazu komm ich heute nicht.
Ich drueck euch alle, denk oft an euch, einzeln natuerlich ;)
@Diana: haste meine sms bekommen oder gehts dir wie MiPa?
Saturday, February 2, 2008
Lost Highway - Taranaki - Wellywood
Nein, es geht nicht um David Lynch. Eigentlich heisst der SH43 Forgotton World Highway aber irgendwie sagen alle Lost Highway. Eine Strasse durch das Nirgendwo zwischen Tongariro/National Park und Taranaki. Die Strasse dient als Heritage Trail und ueberall stehen Schilder mit Geschichten aus den Orten der Vergangenheit. Anfangs dachte ich, dass hier Maorigeschichte zu holen ist, aber es geht immer nur um die Pakeha (Weissen), denn die Maori haben dieses Gebiet kaum besiedelt. Hier die Geschichte mit dem Grund dafuer: Der Berg Taranaki an der Westkueste war ein Mitglied des Stamms der Vulkane, die im Zentrum der Nordinsel leben. Doch er verfuehrte die schoene Pihanga, die Frau des Haeuptlings Tongariro, und als Tongariro ihn mit ihr erwischte musste er fliehen. Heute steht er an der Westkueste und verbirgt sein Haupt (meistens) in einer Wolke aus Traenen. Bei seiner Flucht hinterliess Taranaki eine brennende Narbe im Land. Tongariro fuellte die Narbe mit Wasser, um sie abzukuehlen - so entstand der Fluss Whanganui. Die Maori haben das Land zwischen Pihanga und Taranaki nie wirklich besiedelt, da sie eine Wiedervereinigung der beiden Vulkane in einer gigantischen Eruption fuerchteten.
Daher erzaehlt der Lost Highway viele Geschichten ueber die Versuche der Pakeha, das Land zu besiedeln, Strassen ueber die Bergruecken zu bauen, etc. Unteranderem gibt es hier die Republik Whangamomoana, ein kleines Nest, indem nur noch 40 Leute leben - der Dorfpub war jedoch brechend voll. Republik ist uebrigens ernst gemeint: als 1988 die ganze Region umstrukturiert werden sollte wollten die Bewohner entgegen der amtlichen Entscheidung im Taranaki District bleiben, und erklaerten sich, als ihre Einwaende ungehoert blieben, kurzerhand zu einer Republik. Man kann heute noch Visa kriegen, auch wenn das alles in Wirklichkeit nur fuer 1 Tag rechtswirksam war. Am Abend erreichten wir Mt. Taranaki. Ein echter Postkartenberg, nicht jedoch am naechsten Morgen, als wir auf ihm rumwandern wollen: es ist mal wieder neblig und nass und eklig und man kann nicht mal den Fuss des Berges sehen. Also skip Taranaki und straight to Parihaka. Das ist ein Pa (Maorisiedlung) mit grosser Geschichte. Wir sind ueber einen Song daraufgestossen (The Herbs & Tim Finn: Parihaka - suche noch immer nach nem Link), es geht um friedliche Revolution und Freiheit usw. Bitte lest erst mal hier http://en.wikipedia.org/wiki/Parihaka, dann muss ich nicht alles selber schreiben. Jedenfalls finden wir also das Dorf (das Peace Festival ist seit ein paar Tagen vorbei und Parihaka verschwindet wieder (keine Strassenschilder...) und wollen da vielleicht jemanden treffen der uns ein bisschen was erzaehlt, ins Marae einlaedt, usw. Das Dorf wirkt jedoch ganz sonderbar, wir treffen nur Kinder - und fuehlen uns wie in einem bizarren Film. Nach einer Weile erfahren wir schliesslich, dass die Erwachsenen in einer Dorfversammlung sind, und wie immer ist unser Timing perfekt: die meisten Menschen haben Parihaka verlassen und leben inzwischen in New Plymouth. Einmal im Monat kommen sie zu einer Geschichtsbewahrenden Versammlung zusammen, und die ist gerade wenn wir da sind. Wir finden den Kaumatua, der sich fuer uns die Zeit nimmt, die Geschichte der friedlichen Revolution und der Propheten Te Whiti und Tohu (tatsaechlich ist der Kaumatua ein direkter Nachfahre Te Whitis). Klasse. Leider muessen die Elders wieder los, weil sie noch nach New Plymouth muessen, daher werden wir auch nicht ins Marae eingeladen (Maori-Versammlungshaus, das man nur auf ausdrueckliche Einladung hin betreten darf). Trotzdem sehr intensiv, weil direkt, lebendig, echt.
Nach all der Landesinnerenerfahrung sind wir nun also wieder an der Kueste wo wir uns eine Reihe schoener Sonnenuntergaenge goennen. Wir lassens locker angehen, geniessen die Sonne, schwimmen. Ausserdem waren wir in Wanganui, einem suessen Staedtchen am Fluss Whanganui, wo wir wieder ein bisschen bummeln und den lokalen Teenies dabei zuschauen, wie sie von der Bruecke in den Fluss springen - in Deutschland wuerde jeder zweite Autofahrer anhalten und den kids erzaehlen, dass sie das zu lassen haetten, wegen Gefahr und so. oder habt ihr schon mal kinder von bruecken springen sehen? Gegen Abend haben wir endlich unseren ersten Hitchhiker aufgegabelt. Auf der ganzen Nordinsel haben wir nur zwei gesehen, und bei der ersten hab ich zu spaet reagiert, als wir gewendet hatten, hatte schon ein anderes Auto angehalten. Nu, aber jetzt. Er hiess John (18) aus Schweden und wollte nach Wellington. Wir haben ihn mitgenommen und ihm dann eroeffnet, dass wir erst morgen nach Welly fahren und heute noch am Strand uebernachten, er aber herzlich eingeladen ist, mit uns zu essen, in Putu zu schlafen usw. Er war anfangs etwas irritiert aber dann wurde es doch sehr lustig, immerhin war er grad ne Woche in NZ, da kann mans ruhig langsam angehen lassen. Ausserdem hatte er so die Moeglichkeit, sein erstes Mal dieses Jahr schwimmen zu gehen. Und er hatte mit Putu in dieser Nacht echt das bessere Bett, abends wurde es so stuermisch, dass es uns das Zelt ueberm Kopf weggeweht hat und wir umziehen mussten, um einen geschuetzteren Platz zu finden.
Und dann waren wir auch schon in Wellington, waren bummeln und sassen in Cafes, haben uns mit drei Ex-Pickled-Parrot-Bewohnerinnen getroffen und haben Pois gekauft - @Iris : Ja, ich versuche nun doch mein Glueck, aber es geht nicht leicht, das kann ich dir sagen. Wellington ist schoener als Auckland, alternativ, jung, lebendig. Und KLEIN (250.000 Einwohner!). So hat man all das Leben der Grossstadt und ist in ner halben Stunde schon wieder an einsamen Straenden. Die erste Nacht haben wir in Putu auf dem Lookout auf dem Mt. Victoria geschlafen. Schoene Aussicht, aber der Nachteil: Am naechsten Morgen wachte ich um 6 auf, weil jemand kontinuierlich " HEADS SHOULDERS KNEES FEET SHOULDERS KNEES FEET HEAD ..." rief. Das waren die Vorderarbeitfitnessfreaks und ihr trainer, die hier erwaermung machten und dann auf dem lookout rumjoggten. Da lagen wir also, Kofferraumklappe offen, kippe und cookies im Mund und schauten ihnen beim Sichquaelen zu. Das war lustig... Dann waren wir in ner oeffentlichen Dusche duschen - die ganzen oeff.sanis sind durch die Bank angenehm, sauber und kostenlos, ganz anders als in D. Anyway, kurz zuvor haben wir mal wieder die AA (=ADAC) benoetigt, denn dummerweise waren die tueren des Autos zu und der schluessel noch drin (@Jan, der ist fuer dich ;). Diese Mitgliedschaft hat sich bisher schon echt gelohnt. Nach einem ausgiebigen Fruehstueck am Strand waren wir dann im renommiertesten Museum NZs, Te Papa, und haben uns interaktiv ueber Vulkane, Erdbeben und die Tierwelt informiert. Das war ein Stockwerk, die anderen haben wir nicht geschafft, soviel Info und soooo riesig (und ich werd wohl auch den Maoriteil nicht zu sehen bekommen, weil ich mich bei Sonne einfach keine Stunden im Museum rumtreiben will - naechstes mal). nach noch ein bisschen bummeln und kaffeetrinken fahren wir gegen Abend Richtung Sueden, um am naechsten Morgen eine Seehundkolonie suedwestlich von Welly aufzusuchen. Leider ist mein Auto nicht Offroadtauglich (auch wenn sonst das beste ever!) und die strasse war noch nicht fertig, daher haben wir am dann irgendwo am Strand geschlafen und es am naechsten Morgen auch bleiben lassen, weil es soooooo heiss war dass wir keinen Bock auf 3h Wanderung hatten. War wohl gut so, denn wie wir spaeter erfahren, ist das nur Maennchenkolonie, und die muessen um die Jahreszeit ihre Familien ernaehren, die in einer anderen Kolonie im Osten leben, und sind daher sowieso nie zuhause, sondern auf der Jagd. Und auf der Suedinsel kann man auch noch Robben sehen, also was solls. Nach nem faulen Morgen am Strand gabs wieder in bissi Sightbummeln in Welly, vor allem im botanischen Garten und abends hab ich mich dann mit ner Flugzeugbekanntschaft und ihrem Freund getroffen (Anne & Tom, DANKE fuer alles!!!), die uns grad in ihr Haus eingeladen haben. Das liegt voll schoen mitten im gruenen am Hang mit Blick auf die Bucht und ist gleichzeitig nur 5 min vom Zentrum entfernt. Geile Stadt! Den naechsten Tag lieg ich mit Kopfweh flach, daher war ich ganz faul. Anne und Tom arbeiten bei Weta (LOTR-Fans wissen bescheid) und sind Grafikdesigner, ist die Welt nicht klein. Haben natuerlich einige nette Insidergeschichten drauf. Dieses Wochenende war grosses Rugby-Event in Welly (Sevens) und die ganze Stadt war total verrueckt. Die Wellingtonesen verkleiden sich wohl zu so ziemlich jeder Gelegenheit und da waren sie massenweise in Kostuemen, in den Kneipen auf den Strassen und betrunken um 1. Wir haben uns mit einer weiteren Flughafenbekanntschaft von Anne in einer Kneipe getroffen und hatten einen superwitzigen Nachmittag mit ganz vielen Locals. Daher eben auch kein Museum mehr, denn so ein bisschen echtes Leben ist doch auch einiges wert.
derzeit warte ich auf James, der die letzten Tage auf nem Festival in Rotovegas (Rotorua im Volksmund) war und sobald der zurueck ist heute abend gehts mit der Faehre auf die Suedinsel. Bin gespannt.
Fotos: http://picasaweb.google.com/Celebdae13/WestCoastWellington
END OF NORTH ISLAND REPORT
p.s. fuer LOTR-Location-Sucher: die einzigen Staetten die ich hier gesehen habe ist das Kino, wo die Premiere war und das Set Flucht aus dem Auenland (wo sie sich vor dem schwarzen Reiter unter ner Wurzel verstecken) (Mt. victoria). Die Sets sind eh alle wieder in Urzustand zurueckversetzt worden, und ich will hier auch nicht total geeky rumhorsten. Es gibt auch Touren, aber ich bin nicht der Typ der wie ein Depp vor dem Chocolate Fish Cafe steht und Fotos macht nur weil Eliah Wood hier gerne gegessen hat. Wenn ich auf meiner Tour an ner Landschaft vorbeikomme, die als Set verwendet wurde, guck ich schon mal hin, aber ich schaff eh schon zu wenige Orte, da is mir zu stressig, nach denen Ausschau zu halten.
Daher erzaehlt der Lost Highway viele Geschichten ueber die Versuche der Pakeha, das Land zu besiedeln, Strassen ueber die Bergruecken zu bauen, etc. Unteranderem gibt es hier die Republik Whangamomoana, ein kleines Nest, indem nur noch 40 Leute leben - der Dorfpub war jedoch brechend voll. Republik ist uebrigens ernst gemeint: als 1988 die ganze Region umstrukturiert werden sollte wollten die Bewohner entgegen der amtlichen Entscheidung im Taranaki District bleiben, und erklaerten sich, als ihre Einwaende ungehoert blieben, kurzerhand zu einer Republik. Man kann heute noch Visa kriegen, auch wenn das alles in Wirklichkeit nur fuer 1 Tag rechtswirksam war. Am Abend erreichten wir Mt. Taranaki. Ein echter Postkartenberg, nicht jedoch am naechsten Morgen, als wir auf ihm rumwandern wollen: es ist mal wieder neblig und nass und eklig und man kann nicht mal den Fuss des Berges sehen. Also skip Taranaki und straight to Parihaka. Das ist ein Pa (Maorisiedlung) mit grosser Geschichte. Wir sind ueber einen Song daraufgestossen (The Herbs & Tim Finn: Parihaka - suche noch immer nach nem Link), es geht um friedliche Revolution und Freiheit usw. Bitte lest erst mal hier http://en.wikipedia.org/wiki/Parihaka, dann muss ich nicht alles selber schreiben. Jedenfalls finden wir also das Dorf (das Peace Festival ist seit ein paar Tagen vorbei und Parihaka verschwindet wieder (keine Strassenschilder...) und wollen da vielleicht jemanden treffen der uns ein bisschen was erzaehlt, ins Marae einlaedt, usw. Das Dorf wirkt jedoch ganz sonderbar, wir treffen nur Kinder - und fuehlen uns wie in einem bizarren Film. Nach einer Weile erfahren wir schliesslich, dass die Erwachsenen in einer Dorfversammlung sind, und wie immer ist unser Timing perfekt: die meisten Menschen haben Parihaka verlassen und leben inzwischen in New Plymouth. Einmal im Monat kommen sie zu einer Geschichtsbewahrenden Versammlung zusammen, und die ist gerade wenn wir da sind. Wir finden den Kaumatua, der sich fuer uns die Zeit nimmt, die Geschichte der friedlichen Revolution und der Propheten Te Whiti und Tohu (tatsaechlich ist der Kaumatua ein direkter Nachfahre Te Whitis). Klasse. Leider muessen die Elders wieder los, weil sie noch nach New Plymouth muessen, daher werden wir auch nicht ins Marae eingeladen (Maori-Versammlungshaus, das man nur auf ausdrueckliche Einladung hin betreten darf). Trotzdem sehr intensiv, weil direkt, lebendig, echt.
Nach all der Landesinnerenerfahrung sind wir nun also wieder an der Kueste wo wir uns eine Reihe schoener Sonnenuntergaenge goennen. Wir lassens locker angehen, geniessen die Sonne, schwimmen. Ausserdem waren wir in Wanganui, einem suessen Staedtchen am Fluss Whanganui, wo wir wieder ein bisschen bummeln und den lokalen Teenies dabei zuschauen, wie sie von der Bruecke in den Fluss springen - in Deutschland wuerde jeder zweite Autofahrer anhalten und den kids erzaehlen, dass sie das zu lassen haetten, wegen Gefahr und so. oder habt ihr schon mal kinder von bruecken springen sehen? Gegen Abend haben wir endlich unseren ersten Hitchhiker aufgegabelt. Auf der ganzen Nordinsel haben wir nur zwei gesehen, und bei der ersten hab ich zu spaet reagiert, als wir gewendet hatten, hatte schon ein anderes Auto angehalten. Nu, aber jetzt. Er hiess John (18) aus Schweden und wollte nach Wellington. Wir haben ihn mitgenommen und ihm dann eroeffnet, dass wir erst morgen nach Welly fahren und heute noch am Strand uebernachten, er aber herzlich eingeladen ist, mit uns zu essen, in Putu zu schlafen usw. Er war anfangs etwas irritiert aber dann wurde es doch sehr lustig, immerhin war er grad ne Woche in NZ, da kann mans ruhig langsam angehen lassen. Ausserdem hatte er so die Moeglichkeit, sein erstes Mal dieses Jahr schwimmen zu gehen. Und er hatte mit Putu in dieser Nacht echt das bessere Bett, abends wurde es so stuermisch, dass es uns das Zelt ueberm Kopf weggeweht hat und wir umziehen mussten, um einen geschuetzteren Platz zu finden.
Und dann waren wir auch schon in Wellington, waren bummeln und sassen in Cafes, haben uns mit drei Ex-Pickled-Parrot-Bewohnerinnen getroffen und haben Pois gekauft - @Iris : Ja, ich versuche nun doch mein Glueck, aber es geht nicht leicht, das kann ich dir sagen. Wellington ist schoener als Auckland, alternativ, jung, lebendig. Und KLEIN (250.000 Einwohner!). So hat man all das Leben der Grossstadt und ist in ner halben Stunde schon wieder an einsamen Straenden. Die erste Nacht haben wir in Putu auf dem Lookout auf dem Mt. Victoria geschlafen. Schoene Aussicht, aber der Nachteil: Am naechsten Morgen wachte ich um 6 auf, weil jemand kontinuierlich " HEADS SHOULDERS KNEES FEET SHOULDERS KNEES FEET HEAD ..." rief. Das waren die Vorderarbeitfitnessfreaks und ihr trainer, die hier erwaermung machten und dann auf dem lookout rumjoggten. Da lagen wir also, Kofferraumklappe offen, kippe und cookies im Mund und schauten ihnen beim Sichquaelen zu. Das war lustig... Dann waren wir in ner oeffentlichen Dusche duschen - die ganzen oeff.sanis sind durch die Bank angenehm, sauber und kostenlos, ganz anders als in D. Anyway, kurz zuvor haben wir mal wieder die AA (=ADAC) benoetigt, denn dummerweise waren die tueren des Autos zu und der schluessel noch drin (@Jan, der ist fuer dich ;). Diese Mitgliedschaft hat sich bisher schon echt gelohnt. Nach einem ausgiebigen Fruehstueck am Strand waren wir dann im renommiertesten Museum NZs, Te Papa, und haben uns interaktiv ueber Vulkane, Erdbeben und die Tierwelt informiert. Das war ein Stockwerk, die anderen haben wir nicht geschafft, soviel Info und soooo riesig (und ich werd wohl auch den Maoriteil nicht zu sehen bekommen, weil ich mich bei Sonne einfach keine Stunden im Museum rumtreiben will - naechstes mal). nach noch ein bisschen bummeln und kaffeetrinken fahren wir gegen Abend Richtung Sueden, um am naechsten Morgen eine Seehundkolonie suedwestlich von Welly aufzusuchen. Leider ist mein Auto nicht Offroadtauglich (auch wenn sonst das beste ever!) und die strasse war noch nicht fertig, daher haben wir am dann irgendwo am Strand geschlafen und es am naechsten Morgen auch bleiben lassen, weil es soooooo heiss war dass wir keinen Bock auf 3h Wanderung hatten. War wohl gut so, denn wie wir spaeter erfahren, ist das nur Maennchenkolonie, und die muessen um die Jahreszeit ihre Familien ernaehren, die in einer anderen Kolonie im Osten leben, und sind daher sowieso nie zuhause, sondern auf der Jagd. Und auf der Suedinsel kann man auch noch Robben sehen, also was solls. Nach nem faulen Morgen am Strand gabs wieder in bissi Sightbummeln in Welly, vor allem im botanischen Garten und abends hab ich mich dann mit ner Flugzeugbekanntschaft und ihrem Freund getroffen (Anne & Tom, DANKE fuer alles!!!), die uns grad in ihr Haus eingeladen haben. Das liegt voll schoen mitten im gruenen am Hang mit Blick auf die Bucht und ist gleichzeitig nur 5 min vom Zentrum entfernt. Geile Stadt! Den naechsten Tag lieg ich mit Kopfweh flach, daher war ich ganz faul. Anne und Tom arbeiten bei Weta (LOTR-Fans wissen bescheid) und sind Grafikdesigner, ist die Welt nicht klein. Haben natuerlich einige nette Insidergeschichten drauf. Dieses Wochenende war grosses Rugby-Event in Welly (Sevens) und die ganze Stadt war total verrueckt. Die Wellingtonesen verkleiden sich wohl zu so ziemlich jeder Gelegenheit und da waren sie massenweise in Kostuemen, in den Kneipen auf den Strassen und betrunken um 1. Wir haben uns mit einer weiteren Flughafenbekanntschaft von Anne in einer Kneipe getroffen und hatten einen superwitzigen Nachmittag mit ganz vielen Locals. Daher eben auch kein Museum mehr, denn so ein bisschen echtes Leben ist doch auch einiges wert.
derzeit warte ich auf James, der die letzten Tage auf nem Festival in Rotovegas (Rotorua im Volksmund) war und sobald der zurueck ist heute abend gehts mit der Faehre auf die Suedinsel. Bin gespannt.
Fotos: http://picasaweb.google.com/Celebdae13/WestCoastWellington
END OF NORTH ISLAND REPORT
p.s. fuer LOTR-Location-Sucher: die einzigen Staetten die ich hier gesehen habe ist das Kino, wo die Premiere war und das Set Flucht aus dem Auenland (wo sie sich vor dem schwarzen Reiter unter ner Wurzel verstecken) (Mt. victoria). Die Sets sind eh alle wieder in Urzustand zurueckversetzt worden, und ich will hier auch nicht total geeky rumhorsten. Es gibt auch Touren, aber ich bin nicht der Typ der wie ein Depp vor dem Chocolate Fish Cafe steht und Fotos macht nur weil Eliah Wood hier gerne gegessen hat. Wenn ich auf meiner Tour an ner Landschaft vorbeikomme, die als Set verwendet wurde, guck ich schon mal hin, aber ich schaff eh schon zu wenige Orte, da is mir zu stressig, nach denen Ausschau zu halten.
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