Saturday, July 19, 2008

Nach der Rückkehr - 4 Monate im Schnelldurchlauf

Jaja, wie schon zu erwarten war, geschrieben hab ich nicht wirklich oft gebloggt seit meiner Heimkehr von Kopfunterland. Also, sozusagen gar nicht. Aber da ich weiß, dass eine Hand voll treuer Leser noch immer gelegentlich mal nachgucken, obs was neues gibt, hier ganz schnell für den Anschluss ein paar Geschichten zum Thema Back to the roots.
Back zuerst mal im Sinne Back to Leipzig. Ich mag Leipzig. Davon abgesehen, dass es der Ort ist, in dem ich nach meinem Auszug von Chez Meine Leit am längsten gewohnt habe, ist es auch der einzige, den ich für längerfristiges Hierbleiben in Erwägung ziehe. Lebendig, jung, voller Natur und auch nach außen hin widersprüchlich. Gewohnt hab ich in Leipzig einmal im Osten, einmal im Süden, und diesmal dann eben mal im Westen. Hatte das große Glück, dass meine liebe Freundin Sabrina auch noch hier ist, und keine Lust mehr auf Alleinewohnen hat. Daher haben wir schon letztes Jahr überlegt, zusammenzuziehen. Für mich ist das natürlich megapraktisch, da sie mehrere Wochen lang Wohnungen besichtigt und uns eine echte Perle gefunden hat, groß, hell, mit viel Gelegenheit zum Selbstgestalten, kein Laminat und so und trotzdem für aktuelle Mietverhältnisse gut preiswert. Und in einem tollen Haus mit sehr interessanten und netten Persönlichkeiten. Nachdem wir jetzt ja schon mehrere Wochen hier zusammen leben, kann man auch schon mal feststellen, dass diese Kombination für uns beide Klasse ist. Wir verstehen uns, sind rhythmisch gut aufeinander eingestellt, haben ähnliche Vorstellungen, und tauschen uns gern und viel über berufliche, kulturelle und private Themen aus. Also alles perfekt.
Ansonsten hab ich mein erstes Semester als Dozentin hinter mir. Ich hatte einen Kurs 4.-Semester-Bachelors & -Bachelorettes und hab ihnen in einem Parallelkurs "Einführung ins Fachtextübersetzen am Beispiel von Textsorten aus dem Bereich Business-Software" meine Erfahrungen aus der Arbeitswelt näher gebracht. Ich war sehr aufgeregt und es lief recht gut. Noch nicht optimal genial aber das kann man von seinem ersten Unisemester ja wohl kaum erwarten. Es war sehr spannend, hat mir gezeigt, wie gut man vorbereitet sein muss, um mit sich selbst zufrieden zu sein, und mir schon meine große Herausforderung für meine Lehrzeit mitgegeben: Wie sehr muss man Leuten in den Hintern treten, dass sie über sich hinaus wachsen, ohne ihnen das Gefühl zu geben, nur rumzumeckern. Schwierig. Motivation ist wohl mein Hauptacker im nächsten Semester. Neben her hab ich denn auch schon drei Striche für die Diss gemacht. Jeden Tag ärger ich mich aufs neue, weil schon so viel Zeit rum ist und ich noch meilenweit von irgendwas wie dem ersten Satz der Arbeit entfernt bin. Aber es ist einfach als Assistent noch so viel rundrum zu tun und das ganze Einfinden in neues Arbeitsumfeld (welches in vielerlei Hinsicht NICHT ZU VERGLEICHEN ist mit der freien Wirtschaft, was aber auch einiges an Chancen bietet, die muss man halt nur erst mal finden) naja und und und.
Ansonsten hab ich immer wieder Bauchschmerzen, wenn ich NZ-Fotos angucke und schlimme Sehnsucht. Plane daher für nächstes Jahr schon wieder große Reisen, um von der landesspezifischen Sehnsucht wegzukommen. Apropos landesspezifisch NZ. Falls ihr mal dazu kommt, checkt mal die amerikanische Fernsehserie Flight of the Conchords ab, das hat mit NZ zu tun, und ist zum Brüllen.
Was noch? mmh. War inzwischen einmal in HD/KA/MA. Das war vielleicht mal wieder komisch, als Gast zurückzukehren! und soooo stressig. Genau wie bei meinen vorherigen Leipzigstippvisiten müssen ja jetzt dort an einem WE sehr viele Leute aufgesucht werden! Ach, schwierig! Und so schön, endlich wieder zu quatschen, mit den Büromädels vor allem! *Vermiss*Schnüff*
Nächste Woche nehme ich als Beisitzer meine erste mündliche Prüfung ab, da bin ich mal gespannt, wie sich das auf der anderen Seite des Tisches anfühlt :-)
Oh und noch ne Neuigkeit: Ich hab mir jetzt ein Moped gekauft. Nachdem ich mit 14 an nerm Zaun geendet bin, bin ich nicht mehr gefahren, da dachte ich mir, kurz vor dreißig wird auch das mal Zeit.
Nun gut, ich mach jetzt mal feierabend. Meine Neueinlebung hat also funktioniert, und mir gehts - trotz üblichem Fernweh und Sehnsuchten nach allen möglichen Menschen richtig dicke gut!
Ach, und ich hab eine Gästezimmer, also wer mal rumkommen will soll sich mal ankündigen. Wo ich doch keinen Urlaub mehr mache diesen Sommer!
Sonnengrüße in den Äther, mal sehen obs jemand liest :-)

1 comment:

Anonymous said...

Hi Susann, ich find schön das du wieder zurück in Deutschland bist und vorallem Fuß gefasst hast in dem was die Spaß macht :)

Viele Grüße nach Leipzig,
Darius aus Walldorf