Saturday, January 19, 2008

Schafe, nackig machen! - Waikaremoana, Napier, Hastings

Ich war live dabei! bei der schafschererei. Haben unseren Gastgeber Roan bei seiner Arbeit besucht. Dazu fuhren wir erst ne knappe Stunde in die Berge hinein und dann up up up bis zur Schererhuette auf dem Gipfel. Es war eine wirklich interessante Erfahrung, der Famer war da und seine Familie, 6 Scherer, z.t. auch mit Familie, und da wurde gearbeitet und gespielt und gelacht (die Kinder hatten echt spass daran in der Wolle zu spielen, aber die Farmerin meinte, es ist eine Qual, den Geruch loszuwerden wenn sie nach Hause kommen :o) Ich hab ne Weile zugeguckt und Wolle gestapelt und mit den Kiddis gespielt. Hab selber nicht mitgeschoren, es sieht ganz leicht aus, so schnell wie die das machen. James hats dann mal probiert und da konnte man doch deutlich erkennen, dass das ein Knochenjob ist, denn die Schafe halten nicht still, sie sind nur eingeklemmt. Bei James sah es teilweise so aus als gewinnt das Lamm den Kampf. Ich hab das dann mal lieber gelassen, auch wegen s.u.
Als wir gegen 11 dort angekommen sind, hatten die Scherer schon 400 - 600 Schafe nackig gemacht! Und laut und staubig ist es. Andererseits herrschte ein echt gutes, freundliches, lockeres Arbeitsklima, und wenn man in so einem "Buero" arbeitet mitten in den Bergen mit genialen Aussichten, dann hat das sicherlich auch viel mit dem allgemeinen Lebensgefuehl zu tun. Wir werden Roan eine Postkarte schicken um ihm noch mal fuer diese tolle Erfahrung zu danken. schoen, so eine Real Life Erfahrung zu machen. Es gibt zwar viele Orte wo touristisches Schauscheren angeboten wird, aber das Echte ist doch mehr wert.
Downside: Die Schafe moegen die ganze Aktion nicht wirklich, sie werden gezerrt, geklemmt, getreten und vor allem, geschnitten, heftig teilweise. Die Scherer werden pro Schaf bezahlt, und da gehts natuerlich um Geschwindigkeit, da zaehlt der eine oder andere Schnitt nicht viel, immerhin ernaehren sie ihre Familien damit. Natuerlich darf man nicht wirklich was dazu sagen, solange man Wolle traegt und Fleisch isst, denn ich bin ja ein Bestandteil der ganzen Tierverarbeitung.
Pics gibts auch, allerdings erst spaeter (East Coast Album).
Dieser Tag war aber noch lange nicht zu ende, wir sind danach zum wunderschoenen klaren Waikaremoana-See gefahren. Als ich ueber eine Bootrampe ins Wasser wate, um die Temperatur zu pruefen (immerhin musste entschieden werden, ob wir schwimmen gehen) musste ich leider feststellen, dass diese furchtbar rutschig war. Nach einer kleinen Cartoonvorstellung zum Thema Gleichgewicht halten hats mich dann der Laenge nach nass gemacht :o) Ja, man kann hier schwimmen.
Der Waikaremoana hat einen der Great Walks in NZ , daher sind seine Wanderwege recht bevoelkert. Wir suchen uns einen weniger beliebten (weil nicht direkt am See) Hoehlenweg und haben zwei abenteuerliche Stunden durch Wald und Hoehlen auf Erkundung, Bekletterung, Befuerchtung (aber wir haben ja Taschenlampen...). Da ich ja zuvor meine Jeans nass gemacht hab, mach ich die ganze Aktion im Kleidchen... Bei einer besonders unterholzigen Felsbesteigung beschliesse ich sogar im Bikini weiterzugehen, um das Kleid nicht zu zerreissen. Das war sehr gut (fuers Kleid) und sehr schlecht (fuer meine Haut) ;o) Tjaja, das Outdoorleben.
Nach einer weiteren Nacht im Zelt (in den Bergen) gehts weiter die Kueste entlang nach sueden richtung Napier/Hastings. Die relativ kurze Strecke dauert eine Weile, denn wir haben uns inzwischen ein Backgammon-Brett gebaut und halten an jedem Rastplat und Aussichtspunkt fuer eine Partie. Daher uebernachten wir auch lieber noch mal kurz vor Napier (an einem schwarzen Strand in einer Felskluft).
Nach all dem Vagabundenleben war Napier mal wieder ein Tag fuer das CityGal in mir. Cafes, Shopping, Stadt angucken. Napier ist ganz niedlich, eine Stadt in ArtDeco (wurde bei nem Erdbeben 1931 dem Erdboden gleich gemacht und danach neu aufgebaut), aber halt wieder n Tourizentrum, daher auch ein bisschen nervig. Nachdem ich meine Ohrringe in den Hotsprings in Morere verloren/liegenlassen habe (heul schnueff schluchz die waren so schoen weiss auch nicht wie das passieren konnte!) hab ich mir neue gekauft damit sich meine Ohren nicht so nackig fuehlen. Und nach all dem Shopping haben wir uns dann auch noch ein Essen in einem Seafoodrestaurant gegoennt (mmh, seafood hotpot mit kokosmilch, yummy!) Die naechsten Tage gibts nur Pasta und Kartoffeln...
Den naechsten Tag fahren wir nach Hastings, Napiers Zwilling. Also auch Art Deco und niedlich und alles aber eine echte Stadt, d.h. nicht ganz so masstouristisch. Wir sind rumgebummelt, waren auf dem Markt und haben uns mit Obst eingedeckt. Danach sind wir wieder nach Hastings gefahren, um den ersten grauen Tag in Wochen in Hotsprings zu verbringen. Und so haben wir den rest des Tages im Ocean Spa (kalte und heisse Pools, Dampfbad, Sauna usw. direkt am Meer) abgehangen.
Spaetnachmittags sind wir dann nach richtung Taupo aufgebrochen. Dazu dann mehr im naechsten Post...

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