Sunday, February 10, 2008

Kiwi! Kayak! Kurioses! - Marlborough Sounds, Abel Tasman, Golden Bay

Faehre Sonntag, 03.02.08 19:00 ab Wellington - an Picton 22:15
Schlafen in Putu, auf dem Marina Parkplatz in Picton und bummeln den naechsten Tag da ein bisschen rum. James findet endlich ne Haengematte aus Fallschirmseide, die sind in NZ so schwer zu kriegen und seine ist irgendwo in der Post verlorengegangen. Dann gehts entlang der Marlborough Sounds (eine Region aus Meerengen, Buchten, Inseln, Bergen, siehe: Google Maps) zum Kenepuru Sound, wo wir Kayaken wollen. Die Strecke ist echt schoen, ueber den Queen Charlotte Drive und die Kenepuru Rd., sehr kurvig aber schoene Aussichten und Waelder und hach ja. Als wir ankommen, ist der Kayakverleih in Portage (3 Haeuser, 4?) schon zu und wir suchen uns einen kleinen DOC-Campingplatz. An diesem Abend wird uns beschert, was kaum einer kriegt: in der Daemmerung laufen zwei kleine Kiwis an uns vorbei! Wir drehen total durch und tanzen und singen - hab ich schon erwaehnt dass ich Kiwi-obsessed bin? So fantastisch. (Unser Tramper nach Nelson am naechsten Tag, Heiko, daempft unsere Stimmung, und meint es koennten auch Wekas gewesen sein, die es auf dem Queen Charlotte Drive massenweise gibt, aber nach Vergleich mehrerer Fotos - und inzwischen auch live-und-direkt-Kontakt mit Wekas - sind wir sicher, dass es keine Wekas waren...) WIR HABEN KIWIS GESEHEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ok, genug der Ueberschwenglichkeit. In der Nacht faengts an zu regnen und die Bedingungen sind nicht Kayaktauglich also wieder zurueck, ab nach Nelson. Unterwegs wechselt das Wetter mal wieder (tut es in NZ staendig, sie sagen, man kann hier 4 Jahreszeiten an einem Tag haben) und wir bereuen, frueh aufgestanden zu sein. Zu spaet nun, also bummeln in Nelson, und weiter nach Marahau, einem der Eintrittspunkte zum Abel Tasman National Park, einem golden-gruenen Kuestenstreifen. Kleiner tip aus der Erfahrung unseres ersten Abends dort: ein scheinbar trockenes Bachbett kann sich mit der Flut in einen Bach verwandeln, also dort nicht das Zelt aufbauen ;) Keine Angst, es hat uns nicht weggespuelt, wir haben waehrend des Abendessens TinyB ans etwas hoeher gelegene Ufer evakuiert.
Nun aber Kayak. Allerdings erst einen Tag spaeter, da alle Kayaks ausgebucht sind. Wir spazieren ein wenig in den Park hinein, haengen in unseren Haengematten rum, und putzen abends ein paar Kayaks fuer ne kostenlose uebernachtung im Nationalpark. Am naechsten Tag gehts also auf zu einer 2-Tages-Tour, und es ist toll. Paddeln, Schwimmen, Schlafen am Strand, Paddeln. Gegen nachmittag spueren wir aber schon dass wir keine Ausdauerspezis sind und freuen uns auf unseren Zeltplatz. Aus sonderbaren Gruenden jedoch paddeln wir daran vorbei, die Straende sehen alle gleich aus und unsere Zeitschaetzung von Anchorage Bay nach Bark Bay ist wohl komplett daneben. Danach kommen aber nur noch Felsen und so quaelen wir uns weiter und weiter und kommen mit letzter Kraft in der Bucht gegenueber Tonga Island an (abends um 6). Wir sind total im Arsch und schlafen bereits 2 Stunden spaeter. Ja, paddeln ist toll, aber auch total schrecklich. vor allem da wir am naechsten Tag den ganzen Weg zurueck muessen. Hier eine kleine Karte, um euch mal die Distanz vor Augen zu fuehren. Auf Tonga Island gibts auch ne Seehundkolonie, aber noch mehr Seemeilen, NOOOOOWAYYY! Also zurueck, mit gelegentlichen kurzen Pausen um die Schultern zu erholen (auauauaua). Trotzdem ist es rueckzu leichter, denn wir haben den wind im ruecken, immer ein Vorteil, im Kayak wie im Leben. Kommen gegen 4 wieder in Marahau an und fluechten so schnell wie moeglich mit unserem Auto, nicht dass wir noch mehr Kayaken muessen. Wir fahren ueber den sehr schoenen Takaka Hill (760m) - und haben kaum noch Benzin. also wird es eine Anfeuerfahrt, wir feuern Putu an, bis zum Gipfel durchzuhalten, und belohnen ihn mit ganglosem Runterrollen auf der anderen Seite. Bummeln ein bisschen durch das sehr schoene (Kuenstler-)Staedtchen Takaka, und fahren zu den stillen Frischwasserquellen (Te Waikoropupu Springs, kurz Pupu Springs) kurz hinter Takaka. Friedlich. ganz in der Naehe bauene wir das Zelt auf und goennen uns eine Runde erholsamen Schlaf.
Es folgt einer der geschaeftigsten Tage, denn wir fahren zuerst zum noerdlichsten Staedtchen auf der Suedinsel - Collingwood - wo wir einen ueber 100 Jahre alten Friedhof besichtigen und selbstgemachte Schokolade in einem pinkigen Haeuschen kaufen (Rosy Glow Chocolaterie). Den Farewell Spit (noerdlichsten Punkt) schenken wir uns, denn nach der Kayaktour wollen wir NICHT wandern, und befahren duerfen den nur touribusse. Also zurueck nach Takaka, dort besichtigen wir ein natuerliches Felslabyrinth, das von einem liebenswerten alten Englaender betrieben wird, und mit ein bisschen Fantasie und Kindlichkeit ist das ganz knuffig. Dann gehts in ne Lachsfarm, wo wir einen Lachs angeln wollen. mit Hilfe eines Paerchens (John und Marie) aus Auckland, die ein paar brocken futter rund um meinen Haken schmeissen, beisst einer innerhalb von 5 minuten. Nicht grade ne bombastische Anglererfahrung - aber, ich habe einen Fisch gefangen. toeten konnte ich ihn mal wieder nicht, auch das erledigt John fuer uns. wir lassen uns den Lachs raeuchern, in Ingwer und Koriander, yummy. Und dann gehts in Cobb Valley, zu einem total unbekannten Wanderweg, dem Asbestos Track. Selbst einige Einheimische in der Region schauten uns fragend an wenn wir uns danach erkundigten. Ich werde hier nicht weiter dazu berichten, denn es ist nicht nur ein wunderschoener 2-stuendiger Wanderweg, sondern es ist auch eine wahre (Liebes-)Geschichte damit verbunden. Allerdings sollte das nicht zu einer der massivbetourten Region werden, nicht in den Lonely Planet kommen, sondern ein Geheimtipp bleiben, daher erzaehl ich euch die Geschichte lieber persoenlich. Wir sind also noch am selben Abend dort gewandert, hatten Salat und unseren Lachs dabei, hatten ein geniales Abendessen und eine nasskalte Nacht in der totalen Einsamkeit. Schoen.

Damit endet mein erstes Suedinsel-Posting. Fuer alle weiteren Abenteuer muss ich erst mal mein Tagebuch aktualisieren, aber dafuer ist ja immer keine Zeit! Fotos muss ich auch noch laden aber dazu komm ich heute nicht.

Ich drueck euch alle, denk oft an euch, einzeln natuerlich ;)

@Diana: haste meine sms bekommen oder gehts dir wie MiPa?

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