*Für Fotos habt ihr ja den Link aufs Album
** first leg of the journey
Nach einem kleinen Abschiedswochenende in den Heimaten brechen wir am 11.7. um 11 Uhr mit unserem neuen alten Hobo auf. An Bord zwei Erwachsene, zwei Racker, ein Babybauch und ein grober Plan für knapp drei Monate Britische Inseln. Familie Schneck macht sich auf. Zunächst genießen wir erst mal noch deutsche Autobahnen, was tatsächlich ein Genuss ist, wenn man eh nicht schneller als 90 fährt (bei allem darüber schwankt der gute Hobo so im Wind, dass es echt zu anstrengend wäre) und an dem ganzen Irrsinn gar nicht erst teilnehmen muss. Echt, das Recht auf Rasen der Deutschen ist voll bekloppt. Mit 110 kommt man genauso voran und die Agression nimmt deutlich ab. Wir schlage uns also gemütlich durch.
Unsere erste Übernachtung verlagern wir ins Hammerbachtal kurz vor Paderborn, da ist es schön grün und ruhig und gibt viel zu entdecken.
Unser zweiter Fahrtag bringt uns dann schon nach Rotterdam, bzw. in den Hafen von Hoek van Holland, das trotz Englandfähre ein gemütliches kleines Städtchen geblieben ist, und den Horror vor einer Fahrt durch Rotterdam von mir nimmt. Die Racker haben zwei Fahrtage gut überstanden und kriegen noch Spazier- und Tobezeit und wir gönnen uns Matjes und eine weitere Übernachtung im Grünen.
Nach einem entspannten Vormittag stellen wir uns in die Fährschlange und schauen 2h lang den Leuten zu, wie sie bescheuert sind. Anstellen und in einer Reihe aufs Schiff fahren, ist aber auch echt ein bisschen viel verlangt. Und dann auch noch Reißverschlussverfahren... Als wir dran sind, sind aber plötzlich wir die Deppen, denn unsere private Hundentwurmung genügt den britischen Behörden nicht, die wollen eine 24h-Vor-Abfahrt-Entwurmung durch einen Tierarzt in Rockys Papieren sehen, die wir natürlich nicht haben. Also wieder raus aus dem Pulk und Tierarzt aufsuchen und Ticket umbuchen auf morgen. Nach dem ersten Öhm-Moment nehmen wirs gelassen und fahren nach S'Gravensande nebenan und lernen die nette Tierklinik kennen, die diese Art von Spontanentwurmung wohl regelmäßig vornehmen. Rocky freut sich über all die Aufmerksamkeit und Leckerlis (wenn der wüsste, dass das Medizin ist... würde er es genauso verschlingen, haha.) Danach bummeln wir ein wenig durchs Städtchen und essen gemütlich und fahren dann zum Strand. Julius lernt hier zum ersten Mal bewusst das Meer kennen und ist hin und weg und gar nicht mehr aus dem Wasser zu kriegen. Die Nacht ist ruhig und beglückend und erfüllt vom Schwipp Schwapp der holländischen Nordsee.
Am nächsten Tag wiederholen wir den Ansteh-Spaß zur Fähre und die gleiche Frau prüft unsre Pässe, schaut mich an und sagt: Ich würde Sie ja heute wirklich gern an Bord lassen, aber der Pass ihres Mannes ist abgelaufen. Gibt es vielleicht noch ein anderes Dokument? --- Öhm --- Zum Glück ist der Brexit noch nicht vollzogen und hat Jörg seinen Perso dabei, hurra! Das war ein Puh-Moment. Die Fähre ist edel, Holz und Messing überall, und wir verbringen unsere sechs Stunden an Bord mit viel Rumbummeln. Rocky schläft brav in Hobo, und Julius bricht Herzen und tobt sich in der Kinderecke aus.
Und dann gehts los mit The UK. Erst mal LINKS runter von der Fähre. Und immer schön LINKSRUM in den Kreisverkehr. Und nicht vergessen, eigentlich ist JEDE Kreuzung ein Kreisverkehr... Echt. Aber ich mach das ja nicht zum ersten Mal und habe ehrlich gesagt keine Probleme damit. Wir verlassen Harwich so schnell wie möglich und wollen uns einen Schlafplatz suchen. Nur wo. Wix klingt doch wie ein netter Ort, da gibt es bestimmt mal irgendwo einen Feldweg. Leider nein, aber der Parkplatz des Fat Goose Pub in Tenningen, der geschlossen ist, bietet uns ein gemütliches Nachtlager.
Abgesehen von einer entspannten Mittagspause auf dem riesigen Parkplatz des massiv besuchten Imperial War Museum in Duxford (Man muss an dieser Stelle einfach mal kritisieren, dass die Briten, bzw. die Engländer, weder mit dem Thema Imperialismus noch mit dem Thema Krieg eine kritische Auseinandersetzung führen, sondern alles auf "wow" und "wir sind so geil" hinausläuft. Aber die Flugshows in Duxford sind "weltberühmt".) brettern wir durch nach Wakefield in Nordengland (West-Yorkshire), wo wir meine Wahl-Familie besuchen.
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