Saturday, March 1, 2008

Kaelte, Naesse, Dunkelheit - Fjordland, Invercargill, Catlins

Oh, keine Sorge, mit diesem Titel wird kein Negativ-Blogeintrag eingeleitet, oh nein, ein sehr positiver, zumindest zum Anfang. Aber kalt wars, in den Fjorden, und dunkel auch. Na, und nass is tauchen immer. Also, vom Anfang. Nachdem wir von Queenstown aus nen kurzen Abstecher zum River Anduin / Argonauthen / Pillars of the King Set gemacht haben - und zum aeltesten kommerziellen Bungee-Jump der Welt - gings zu den Fjorden im Suedwesten der Suedinsel. Wir naehern uns wie ueblich langsam und ueber die Backroads - dem Fjordland. Die Feldwege fuehren uns zu den Mavora Lakes, einer wunderschoenen Region mit kaum Touristen (die als Set fuer Fangorn und die Trennung der Gefaehrten diente). Wirklich wunderschoen, inkl. Killerswingbridge (v.a. mit dem Wind...) und Waldspaziergang. Danach erreichen wir Te Anau, am Lake Te Anau, dem Eintrittspunkt fuer die Fjordtouren. Uns ist das alles viel zu touristisch aber wenigstens sind wir nur auf tauchexpedition und nicht auf Touriboot. Wir schlafen wieder im Auto, weils furchtbar frueh losgeht und dann fahren wir und fahren und fahren, mit Sonnenaufgang und ueber einen kleinen Pass (1000m) und durch einen langen Tunnel mit witziger Geschichte, der ist naemlich abgesehen von einigen Ueberholbuchten einspurig, und vor ein paar Jahren fuhren ein Bus und ein Camper aufeinanderzu, und haben sich ineinander verkeilt. Sie wurden als ein grosser Klumpen Schrott mit aufgerissenen Seiten rausgeschleppt. Hihi. Seitdem hats ne Ampel. Dann erreichen wir den Milford Sound und rauf aufs Boot und rin ins Vergnuegen. Zuerst mal ist die Namensgebung falsch, denn es ist kein Sound sondern ein Fjord, ein durch einen Gletscher geformtes Gebiet. Ja, so ist das. Dann also tauchen. Das hiess Doppel-7mm-Anzug an, und ab ins 10 Grad kaltes Suesswasser, Augen zu und runter, denn Sicht in dieser Schicht = 0. Nach 5m gabs ne Mischschicht die aussieht wie Glibber (sich aber doch wie wasser anfuehlt) und dann Salzwasser, spuerbar waermer (16 Grad) mit 8m Sicht, also gar nicht so uebel. Hatte zwei schoene Tauchgaenge, mit lustigen Anemonen, wunderschoenen schwarzen Korallenbaeumen - die oh Sprachwunder, naemlich weiss sind! und aussehen wie schneebedeckte Weihnachtsbaeume - riesigen Hummern, die bedrohlich aus ihrer Hoehle rauswinkten und und und. Fische halt. Schoen. Hatte viel Spass mit Nicola, meiner Tauchbuddyenglaenderin ... Und gegen nachmittag wurden dann auch die Wolken duenner und es reichte sogar fuer ne Handvoll Fotos vom Milford Sound, der schon bombastisch ist, aber eben auch regenreich. Dann haben wir den ganzen Nachmittag im nichtexistenten Ort Milford abgehangen, um vor der Ueberquerung des Bergs unseren Stickstoff loszuwerden, und denn gings back nach Te Anau, und rueckzu war ich auch wach genug, um die Landschaft anzuschauen. Haben einen irren Wasserfall angeschaut, der die ihn umgebenen Felsen mit schonen Loechern und Formen verziert hat. Haben Keas dabei beobachtet, wie sie Autos auseinandernehmen. Haben die Berge doppelt gesehen - in den Mirror Lakes. In Te Anau sind wir dann in unser Auto umgestiegen und weiter nach Manapouri gefahren, wo wir im Possum Lodge Hostel uebernachten, damit mich eine heisse Dusche wieder schoen warm und sauber machen kann. Ganz gemuetlich aber nicht sehr freundlich, aber eben ein Bett. Immer gern gesehen. Naechsten Tag spazieren wir ein wenig am Manapouri-See rum und dann gehts auf die Southern Scenic Route. Wie ueblich folgen wir dem einen oder anderen Sightseeing-Hinweis, um die Fahrerei aufzulockern und finden die Clifdon Sandstein Hoehlen, in denen man ohne Geld und ohne Fuehrer auf eigene Faust wandern kann - Wir verbringen eine fantastische Stunde unter der Erde, mit Stalakti/miten, muessen um einen kleinen See rum, dessen Ufer leider nicht trocken ist = barfuss in knoecheltiefem eiskalten Wasser, dann ueber ein paar Leitern und raus sind wir. Das war so aufregend und schoen. Caving macht Spass. Nach einer Mittagspause an der alten Clifdon Bridge gings wieder an die Kueste, Waewae Bay mit der kleinen Insel Monkey Island, aber zu viele Camper, also sind wir weitergefahren, ohne auf die Ebbe zu warten (bei der man auf die Insel raufkann). Haben dann einen einsamen Strand fuer TinyB gefunden, aber die Nacht war stuermisch und nass, und nicht sonderlich gemuetlich. Seitdem ist das Wetter eigentlich nicht mehr sehr ueberzeugend gewesen, man spuert, dass sich der Sommer dem Ende zuneigt. Ich konnte mich nicht mal schwimmend von der Tasman Sea verabschieden. Naja, naechste Station war Invercargill, die suedlichste Stadt mit ihrem Hafen Bluff. viele Kiwis fragen immer, was willste denn in Invercargill, denn hier gibt es eigentlich nicht viel (kanpp 50.000 Ew., keine Industrie, nur Schaf- und Milchwirtschaft, aber ne kleine Uni, und auch wenns nicht so schick und victorianisch ist, fand ichs jetzt nicht so furchtbar da, uebersichtlich zwar aber nicht unangenehm. Wir verbringen den nassen Mittag im Kino (Bucket List) verbracht und den nachmittag bummelnd in der Stadt - v.a. auf der Suche nach ner Ersatz-Kaffee-und-Muesli-Schuessel, eine zerbrochen ist. Garnicht so leicht. Nach diesem recht chilligen Stadtnachmittag goennen wir uns Steak und Schokokuchen, mmhhhhh und haengen noch ne Weile mit Mel (Hostelgal) & ihren Freunden ab, um etwas ueber das Leben in Invercargill zu erfahren. Man muss nur wissen wie man sich wohlfuehlt, dann ist hier ein guter Platz fuer Studis. Unser Abstecher nach Bluff am naechsten Morgen war dann wieder grau und langweilig, naja, was erwartet man vom suedlichen Ende des Highways - von Cape Reinga (ihr erinnert euch?) nach hier sinds 1400 km auf direktem Weg. Grins. Suedlich von hier liegt Stewart Island, aber Faehre und UeNachtung sind teuer und fuer Tierbeobachtungstouren ist das Wetter zu eklig, daher wieder zurueck nach I., shoppen und ab in die Catlins. Die Catlins sind die Regenwald- und Kuestenregionen im Sueden der Insel, und beherbergen einige nette Fleckchen, Wasserfaelle, Straende, Klippen und Viecher (Gelbaugenpinguin, Seeloewen...) Wir verbringen zwei total verregnete Tage hier, lassen uns von (recht einschuechternd grossen) Seeloewen anbruellen, verpassen die Pinguine wegen dem Wetter, aber gucken uns Leuchttuerme, Wasserfaelle und Felsen und riesige Hoehlen (Cathedral Caves, diesmal mit bezahlen, was wir garnicht lustig finden) und alles an und es ist bestimmt total schoen hier - wenns Wetter besser ist. Aber so ist das eben, Regenwald braucht Regen. Oh, und wir surfen auch mal wieder auf dem letzten Tropfen Benzin, aber noch immer verpassen wir die Chance, zur Tanke zu trampen. Putu ist einfach zu zuverlaessig.
Ja, und dann verlassen wir die Catlins und fahren nach Dunedin (falls ihr, wie ich anfangs, an der Aussprache verzweifelt, versuchts damit "Danniidin"). Nuja, und da sitz ich jetzt im Regen, schon den zweiten Tag. Schoen ist die Stadt auf alle Faelle, von dem was ich gesehen habe. Mal gucken, ob Petrus morgen etwas netter ist, und wir noch ein bisschen rumbummeln koennen. Jetzt geh ich mal ins Kino, was soll man sonst machen mit dem Regen. Heul... Neinein keine sorge, alles ist gut :-D

No comments: