Friday, March 7, 2008

Von der Stadt in die Berge - Dunedin, Mt. Cook

Jaja, der Regen hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass sich der Sommer dem Ende zuneigt. Wir hatten also faule Tage in Dunedin im Hostel Jolly Poacher, die haben sogar ne kleine 2-Mann-Sauna im Hof, die wir fleissig genutzt haben. James hat wieder Muffins gebacken - yummy! und so verging die Zeit. Ein kurzer Ausflug in die Stadt, mal wieder Kino (Run Fatboy Run, mit meinem UK-Lieblingskomiker Simon Pegg). Am dritten Tag kam endlich die Sonne zurueck, und wir haben unsere Stadterkundung fortgesetzt, ich hab mir die Uni angeschaut (und mal wieder Lust auf "the hustle and bustle" bekommen) und war im Otago Museum. Das war nicht ganz so aufregend wie das in Welly, aber trotzdem ganz nett. Danach haben wir uns ein bisschen Natur auf der Otago Peninsula (gegenueber Dunedin) gegoennt, und waren schoen spazieren und auf Baeume klettern, verstecken spielen usw. Mein inneres Kind hat viel Spass in Neuseeland. Dann sind wir zur steilsten Strasse der Welt gefahren (Baldwin Street, der englische Wiki-Eintrag ist besser), eine sehr merkwuerdige Sehenswuerdigkeit in Dunedins Vororten. James ist einmal rauf und runter gerannt, konnte den Gutbuster-Rekord jedoch nicht brechen. Mir hat hochspazieren gereicht.
So, nun aber genug Stadtleben, und zurueck auf die Strasse. Wir fahren die Kueste hoch nach Norden, kochen lecker Huehnchen-Erdnuss-Satay am Strassenrand (Ich liebe dieses Leben!) und erreichen die Moreaki Boulders spaet abends. Die Moeraki Boulders sind kugelrunde Felsen, die aussehen wie Koetel von ausserirdischen Riesenkarnickeln. Oder vielleicht sind es auch Eier von ausserirdischen Osterhasen, wer weiss. (Echte Infos hier) Direkt neben denen haben wir TinyB aufgebaut, so dass wir am naechsten Morgen kurz nach Sonnenaufgang die ersten sind und Fotos ohne andere Touris machen koennen. Gelingt uns gerade so. Ist ein beliebtes Fotomotiv, und es gibt ein Cafe und das war bereits voll um neun, als wir zurueckkamen. Dann weiter nach Norden, ins beschauliche Kuestenstaedtchen Oamaru, wo man Pinguine beobachten kann. Es gibt hier zwei Arten von P., den blauen und den superseltenen GelbaugenP. Fuer die blauen haben sie eine Kolonie gebaut, und man kann sie nur abends beobachten, wenn sie vom Jagen zurueckkommen, und das kostet dann schon wieder Geld. Zu den gelben kann man wandern, aber eben auch nur abends und der Wanderweg wird wegen der Bezahlbeobachtung der blauen geschlossen. Und so wandern wir einfach ein bisschen rum, schauen uns pinguinlose Felsen an und vergessen die Tierbeobachtung. Oh, und bei unserem anschliessenden kleinen Stadtbummel goenne ich mir Lamm, immerhin bin ich in NZ und so. Und dann gehts weg von der Kueste zurueck zu den Alpen, denn wir muessen uns ja noch den Mt. Cook von nahem anschauen. Unterwegs ist Bombenwetter und wir machen zahlreiche Fotostopps (Ich habe bestimmt mehr als hundert Fotos mit Mt. Cook, das Aussortieren wird bestimmt lustig). Erreichen den Beginn der Wanderwege gegen Abend, und schlagen unser Zelt auf dem DOC-Campingplatz auf. Besteigen koennen wir den Berg natuerlich nicht, dazu braucht man echte Alpinausruestung und -erfahrung, und muss mit Guides gehen (Edmund Hillary hat hier fuer seine Everestbesteigung trainiert). Aber es gibt einige sehr schoene Wanderwege (Infobroschyre)mit Blick auf den Berg und einen von denen - den einfachsten mit ohne nennenswerten Aufstieg - suchen wir uns fuer den naechsten Tag aus. Kalt ist es aber, kaaaaalt, kaelter als auf dem Arthurs Pass und selbst DoubleVeBe (meine Waermflasche) haelt nicht laenger als 3 h durch. Wir bibbern ziemlich in dieser Nacht und erwarten die Sonne sehnsuechtig. Und dann gehts Wandern, Swingbridge-Schwingen, Ueber-Felsen-Klettern im Hooker Valley. Eine kleine Muffinpause am Hooker Lake, wo der Wanderweg endet, und dann verlassen wir mal wieder das Ratwheel (wie ueblich busy busy), und klettern an der Flanke des Bergs am See entlang ueberwinden Wasserfaelle und steile Felsgrate und finden einen wunderschoenen Platz wo wir ganz allein sitzen koennen und den Berg anschauen (nicht das wir bemerkenswert naeher rangekommen waeren, aber schoen). Ich baue mein erstes (und einziges) Felsmemorial (siehe Foto) und dann gehts den ganzen Weg wieder zurueck.



Und dann verlassen wir den Berg. Bye Bye, Aoraki, der die Wolken durchbricht.

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